Schlagwort: Afrika

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sehen sich mit Gegenreaktionen wegen angeblicher Rolle im sudanesischen Gold- und Waffenhandel konfrontiert. Die VAE, Sudans größter Goldkäufer, werden beschuldigt, die Rapid Support Forces (RSF) zu unterstützen, eine mächtige paramilitärische Gruppe, die gegen die nationale Armee kämpft. Die Rolle Abu Dhabis im Sudankrieg bleibt unklar. Die VAE unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen zur sudanesischen Regierung unter General Abdel Fattah al-Burhan und sind ein wichtiger Handelspartner. Die VAE hat in der ersten Hälfte des Jahres 2025 rund 90 % der legalen Goldexporte des Landes importiert. Der World Gold Council stuft den Sudan mit einer Produktion von 74 Tonnen im Jahr 2024 an fünfter Stelle in Afrika ein. Gleichzeitig beschuldigt die sudanesische Armee Abu Dhabi, habe Waffen an den RSF-Kommandeur Mohamed Hamdan Dagalo geliefert. Amnesty International teilte im Mai 2025 mit, dass in China hergestellte Lenkbomben und Haubitzen über die VAE an die RSF geliefert wurden.

Finanzministerin Vera Daves de Sousa versicherte Steuereinnahmen für die digitale Transformation des Landes einzusetzen. Sie sprach bei einem ministeriellen Runden Tisch mit Investoren zum Thema „Finanzierung der digitalen Transformation in Afrika“. Der Gipfel in Luanda, an dem zweitausend Delegierte teilnehmen, wird Angola in den Mittelpunkt großer Infrastrukturinvestitionen auf dem Kontinent rücken und das afrikanische Engagement für die Agenda 2063 der Afrikanischen Union stärken; aber auch die Vereinfachung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren erleichtern. Es wird erwartet, dass der Gipfel bis zu 160 Milliarden US-Dollar für den Kontinent mobilisieren wird.

Die Universität Johannesburg (UJ) hat ihr 20-jähriges Jubiläum mit der Gründung des AI and the Law Institute gefeiert, einer wegweisenden Initiative, die ihre Führungsrolle bei der rechtlichen, ethischen und technologischen Transformation Afrikas festigt. Das Institut für KI und Recht wird als kontinentale Drehscheibe für die Entwicklung rechtlicher, regulatorischer und ethischer Rahmenbedingungen für KI und neue Technologien dienen. Es soll Maßstäbe setzen, wie afrikanische Institutionen technologischen Fortschritt mit menschenzentrierter Gerechtigkeit in Einklang bringen können.

GSMA (Global System for Mobile Communications) hat zwei wichtige Initiativen angekündigt, die darauf abzielen, die digitale Kluft in Afrika zu schließen: eine konzentriert sich auf die Erschwinglichkeit von Smartphones, die andere auf die Entwicklung einer inklusiven KI-Sprache. Sie hat sechs der größten Mobilfunknetzbetreiber Afrikas (Airtel, Axian Telecom, Ethio Telecom, MTN, Orange und Vodacom) zusammengebracht, um eine neue Kategorie kostengünstiger 4G-Smartphones mit grundlegenden Leistungsstandards zu definieren. Das Ziel ist es, Smartphones für Hunderte Millionen Menschen zugänglich zu machen, die aufgrund der hohen Gerätepreise noch immer offline sind.

Etwa 4 Millionen Menschen sind derzeit in Burkina Faso, Mali, Niger und den Nachbarländern auf der Flucht – etwa 2/3 mehr als noch vor fünf Jahren, sagte Abdouraouf Gnon-Konde, der UNHCR-Regionalleiter für West- und Zentralafrika. 

Die UNESCO wird ihren ersten Generaldirektor aus der arabischen Welt begrüßen, nachdem der ehemalige ägyptische Minister für Tourismus und Altertümer, Khaled el-Anani, vom Exekutivrat der Organisation nominiert wurde. Wenn er von der Generalkonferenz im November bestätigt wird, wird der 54-jährige el-Anani eine Behörde übernehmen, die vor großen finanziellen und politischen Herausforderungen steht – darunter der jüngste Rückzug der USA und die wachsende globale Spaltung über die Konflikte in Gaza und der Ukraine.

Einer der wichtigsten Indikatoren für finanzielle Inklusion weltweit ist der Kontobesitz, der sich auf die Fähigkeit einer Person bezieht, ein Bankkonto oder ein mobiles Geldkonto zu besitzen und zu verwalten. Der Besitz eines Kontos ist in Afrika besonders wichtig, wo Millionen von Menschen in der Vergangenheit von formellen Finanzsystemen ausgeschlossen waren. Die 10 Länder, in denen die meisten Erwachsene ein Geldkonto haben sind: Kenia 90%, Mauritius 90%, Ghana 81%, Südafrika 81 %, Senegal 76%, Namibia73%, Uganda 73%, Sambia 73%, Gabun 68%, Eswatini65%. Nach Angaben der Weltbank besitzen 79 % der Erwachsenen weltweit ein Konto bei Finanzinstituten oder Anbietern von mobilem Geld.

Der italienische Kabelhersteller Prysmian hat den Zuschlag für den Bau eines Seekabels zwischen Italien und Tunesien erhalten. Die Stromleitung wird zwischen dem Umspannwerk Partanna in Sizilien und dem Umspannwerk Mlaabi auf der tunesischen Halbinsel Cap Bon verlaufen und entlang der Straße von Sizilien eine maximale Wassertiefe von rund 800 Metern erreichen. Die Installation wird mit dem Schiff Prysmian Monna Lisa durchgeführt. Das Elmed-Projekt auch bekannt als Tunesien-Italien-Verbindungsleitung, ist ein geplantes 200 km langes Hochspannungs-Gleichstrom-Seekabel mit einer Leistung von 600 MW zwischen Italien und Tunesien. Es wird eine Energiebrücke zwischen Europa und Afrika schaffen, um eine größere Energiesicherheit zwischen den beiden Kontinenten zu gewährleisten.

Der African Growth and Opportunity Act (Agoa), ein Handelsabkommen, das seit 25 Jahren einigen afrikanischen Waren zollfreien Zugang zum US-Markt gewährt, läuft am 30.09.2025 aus. Agoas Ziel war es, den Kontinent zu industrialisieren, Arbeitsplätze zu schaffen und Dutzende von Ländern aus der Armut zu befreien. Er basierte auf der Philosophie, Hilfe durch Handel zu ersetzen. Das Schicksal Tausender Arbeiter ist mit seiner Zukunft verbunden. Das Ende des Deals könnte das Ende ihres Jobs bedeuten. Zum Beispiel im Jahr 2024 exportierte Kenia Kleidung im Wert von 470 Mio. $ in die USA und unterstützte damit mehr als 66.000 direkte Arbeitsplätze, von denen drei Viertel von Frauen ausgeübt wurden. Gesandte aus verschiedenen afrikanischen Ländern sind in die USA gereist, um zu versuchen, über eine Verlängerung des Handelsabkommens zu verhandeln.

Eine starke nationale Währung für afrikanische Länder steht nicht nur für wirtschaftliche Resilienz, sondern dient auch als Puffer gegen Schocks von außen und fördert den Wohlstand. Es senkt die Kosten für Importe, die von lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Medikamenten bis hin zu Kapitalanlagen für Unternehmen reichen. Die 10 stärksten afrikanischen Währungen im September 2025 sind: Tunesien (Dinar), Libyen (Dinar), Marokko (Dirham), Ghana (Cedi), Botswana (Pula), Seychellen (Rupie), Eritrea (Nakfa), Südafrika (Rand), Lesotho (Loti), Namibia (Nami-Dollar).

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