Schlagwort: Benin

Eine lebendige Bewegung lokaler Spieleentwickler und digitaler Kreativer nutzt Videospiele und Augmented Reality, um jüngere Generationen wieder mit ihrem kulturellen Erbe und ihrer nationalen Identität zu verbinden. Entwickler entwerfen Handyspiele und digitale Anwendungen, die legendäre Figuren wie die beeindruckenden Dahomey-Amazonen in einem fesselnden, modernen Format zum Leben erwecken. Durch die Entwicklung lokalisierter Spiele stellen beninische Entwickler sicher, dass ihre eigene Geschichte aus lokaler Perspektive erzählt wird. Diese „Tools“ dienen als leicht zugängliche Bildungsplattformen, die es Kindern und Jugendlichen einfacher und spannender machen, etwas über ihre Wurzeln, Entstehungsgeschichten und die historischen Schlachten ihrer Vorfahren zu lernen.

Benins Finanzminister Romuald Wadagni gewann die Präsidentschaftswahlen mit über 94 % der Stimmen. Fast 8 Millionen Wähler waren wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 58,78 %. Oppositionskandidat Paul Hounkpe räumte seine Niederlage ein. Wadagni ist der designierte Nachfolger von Benins Präsident Patrice Talon und wurde von der Regierungskoalition des Landes unterstützt. Bereits im Januar 2026 wurden Parlamentswahlen abgehalten, bei denen die regierungsnahen Parteien ihre Dominanz sicherten. Der künftige Präsident steht vor gravierenden Sicherheitsproblemen im Norden des Landes und Herausforderungen hinsichtlich des Lebensstandards. Die Wahlen fanden vier Monate nach einem Putschversuch statt, der die beninische Regierung erschütterte und von den Sicherheitskräften mit Unterstützung nigerianischer Truppen niedergeschlagen wurde.

Die Ergebnisse der Parlaments- und Kommunalwahlen vom 11. Januar lauten wie folgt: Der Präsidentschaftsblock, bestehend aus der Union für Fortschritt und Erneuerung (UP-R) und dem Republikanischen Block (BR), erhielt alle 109 verfügbaren Sitze im Parlament und kam auf 60 bzw. 49 Sitze. Die Parlamentswahlen waren die einzigen Wahlen in jüngster Zeit, an denen die wichtigste Oppositionspartei, die Demokraten, teilnehmen durfte. Sie erfüllte jedoch nicht die Voraussetzung, in allen Wahlbezirken mindestens 20 % der Stimmen zu erreichen. Bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen durfte die Oppositionspartei nicht antreten und stellte keine Kandidaten auf. Bei den Präsidentschaftswahlen im April werden die Demokraten nicht antreten, da sie nicht genügend Unterstützer gefunden haben. Die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen lag bei etwas mehr als 36 %.

„Am frühen Morgen des 7. Dezember 2025, hat eine kleine Gruppe von Soldaten eine Meuterei angezettelt, um den Staat und seine Institutionen zu destabilisieren“, erklärte Innenminister Alassane Seidou. „Angesichts dieser Situation blieben die beninischen Streitkräfte und ihre Führung ihrem Eid treu und standen weiterhin zur Republik. Durch ihre Reaktion konnten sie die Kontrolle über die Lage behalten und den Versuch vereiteln.“ Präsident Patrice Talon soll nach zehn Jahren im Amt im April 2026 die Macht abgeben. Seine Präsidentschaft ist geprägt von solidem Wirtschaftswachstum, aber auch von einem Anstieg jihadistischer Gewalt. Die wichtigste Oppositionspartei wurde vom Rennen um seine Nachfolge ausgeschlossen, stattdessen wird die Regierungspartei gegen eine sogenannte „moderate“ Opposition um die Macht kämpfen. Präsident Talon wird für die wirtschaftliche Entwicklung Benins gelobt, von seinen Kritikern jedoch regelmäßig des Autoritarismus bezichtigt. Benin, eine ehemalige französische Kolonie, gilt als eine der stabileren Demokratien Afrikas. Der Putsch ist der jüngste in einer Reihe von Militärputschen, die Westafrika erschüttert haben.

Der Präsident von Niger, Abdourahamane Tchiani erklärte, dass die Grenze des Landes zu Benin geschlossen bleiben werde, „solange sich die Sicherheitslage auf beninischer Seite nicht verbessert“. Er wirft Benin vor, französische Truppen auf seinem Territorium zu beherbergen, und behauptet, Benin erlaube westlichen Ländern, „den Terrorismus zu finanzieren und zu unterstützen“, um die Allianz der Sahelstaaten (AES) zu destabilisieren. Die Grenze zwischen Niger und Benin ist seit Juli 2023 geschlossen, nachdem ein Staatsstreich die Militärjunta von General Tchiani an die Macht gebracht hatte.

Der Chef der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, hat einen tödlichen Angriff auf eine Polizeiwache in Benin verurteilt, Der Vorfall soll sich am 5. Oktober in Ségbana an der Grenze zu Nigeria ereignet haben. Youssouf sagte, der Angriff unterstreiche die Notwendigkeit eines „kollektiven und koordinierten Engagements“, um der wachsenden Bedrohung durch gewalttätigen Extremismus und grenzüberschreitende Kriminalität zu begegnen. Benin gilt als eine der stabilsten Demokratien Afrikas. Das Land hat jedoch einen Anstieg militanter Aktionen im Norden erlebt.

Die Entwaldung und der Klimawandel haben die afrikanischen Böden degradiert und es für Kleinbauern zunehmend schwieriger gemacht, Nahrungsmittel anzubauen. Der Agronom Noël Obognon im Süden Benins glaubt, dass Insekten die Antwort auf einige dieser ökologischen Herausforderungen sein könnten. Er arbeitet mit Larven der Schwarzen Soldatenfliege, um organischen Dünger herzustellen. Durch den Einsatz von Fliegenlarven verkürzt sich der Zersetzungsprozess des Bodens von sechs Monaten auf nur 12 Tage. Sein Unternehmen verkauft mittlerweile organischen Dünger an über 2.500 Kunden in Benin, Tschad, der Elfenbeinküste, Burkina Faso und Niger. Bis zu 65 % der afrikanischen Landfläche sind degradiert, während laut den Vereinten Nationen 45 % der Landfläche des Kontinents von Wüstenbildung betroffen sind. Ernährungssicherheit, landwirtschaftlicher Wandel und Klimaresilienz werden die Kernthemen des Africa Food Systems Forum Summit sein, der diese Woche in Dakar stattfindet.

Die Musikikone Angélique Kidjo hat ihren Platz in der Geschichte gefestigt: Sie ist die erste schwarzafrikanische Künstlerin, die mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet wurde. Die Sängerin aus Benin, ist für ihre elektrisierende Stimme und ihren genreübergreifenden Sound bekannt. Ihre Musik ist grenz- und kulturübergreifend und verbindet kraftvolle Rhythmen mit ebenso kraftvollen Botschaften. Kidjos Aufstieg zum Ruhm war nicht ohne Kampf. Geboren und aufgewachsen in Benin, ging sie 1983 nach Paris, um der politischen Unterdrückung durch das damalige kommunistische Regime zu entkommen.

In Lomé haben, Togo, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire und Ghana offiziell eine gemeinsame Erklärung zur nationalen Sicherheit und zum Flüchtlingsschutz unterzeichnet. Der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen (UNHCR) hatte die Initiative gestartet.  Es soll eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen sein, denen sich die einzelnen Staaten gegenübersehen. Seit der Verschlechterung der Sicherheitslage und der humanitären Situation in der Sahelzone haben diese Länder mit dem Zustrom von Flüchtlingen und der zunehmenden Gefahr einer Destabilisierung zu kämpfen. Ziel war es, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die nationalen Sicherheitserfordernisse mit dem Flüchtlingsschutz in Einklang zu bringen.

Benin sieht sich mit einem Anstieg dschihadistischer Angriffe in seiner nördlichen Grenzregion konfrontiert, da diplomatische Spannungen mit den benachbarten, von einer Junta geführten Ländern Niger und Burkina Faso ein gefährliches Sicherheitsvakuum schaffen. Die Krise hat sich nach einem Angriff am 17. April zugespitzt, bei dem 54 beninische Soldaten ums Leben kamen. Zu dem Angriff in der Nähe des W-Nationalparks bekannte sich die mit Al-Qaida verbundene Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM). Die Regierung von Benin hat die Gewalt für ein Übergreifen aus den Nachbarländern Niger und Burkina Faso verantwortlich gemacht, deren regierende Militärjuntas durch Putsche an die Macht kamen und versprachen, die seit langem andauernden dschihadistischen Aufstände in der Region zu beenden. Westafrika wird immer stärker zwischen pro- und antiwestlichen Blöcken gespalten, das macht Benin an der Kreuzung eines regionalen Aufstands verwundbar.

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