Schlagwort: Afrika – Länder

Simbabwe bereitet sich auf einen weiteren verheerenden tropischen Wirbelsturm mit dem Namen Batsirai vor, kaum eine Woche nachdem sein Vorgänger Ana eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Die Warnung, die vom Klimadienstleistungszentrum des Entwicklungsausschusses für das südliche Afrika (SADC) herausgegeben wurde, besagt, dass Simbabwe, Namibia, Malawi, Tansania, die Komoren, Mauritius, Südafrika, Mosambik, Angola, Sambia und die Demokratische Republik Kongo bis zum 3. Februar mit ungewöhnlich starken Regenfällen zu rechnen haben.

Mindestens 50 000 Nigerianer haben eine Petition unterzeichnet, in der das britische Innenministerium aufgefordert wird, Nigeria entweder von der Liste der Länder zu streichen, deren Bürger einen Englischtest ablegen müssen, oder die Gebühren für die Prüfung zu senken (ca. UK £190). Nigerianer sollten von der Prüfung ausgenommen werden, da Englisch die Amtssprache in Nigeria ist. Das Vereinigte Königreich verlangt von den Bürgern aller Länder, die in das Land ziehen wollen, um dort zu arbeiten oder zu studieren, den IELTS-Test (International English Language Testing System).

In Madagaskar und Mosambik kamen durch Tropensturm Ana mindestens 34 Menschen ums Leben, schwere Regenfälle, Überschwemmungen und Schlammlawinen kennzeichnen seine Spur. In Malawi versetzte er die meisten Teile des Landes in Dunkelheit. In Südafrika sind bei anhaltendem Extremwetter mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. In Lesotho traten Flüsse über die Ufer, Brücken wurden weggerissen, Häuser geflutet, und die Infrastruktur zerstört. Staudämme sind bis zum Überlaufen gefüllt.

Die niederländische Polizei hat auf dem Flughafen Shiphol im Radkasten eines von Südafrika kommenden Frachtflugzeugs einen blinden Passagier entdeckt. Es ist ungewöhnlich, dass blinde Passagiere wegen der Kälte und des geringen Sauerstoffgehalts überleben. Ein Flug von Johannesburg nach Amsterdam dauert immerhin 11 Stunden. Es ist aber noch nicht klar, ob der Mann von Johannesburg kam oder sich bei der Zwischenlandung in Nairobi in dem Bugradbereich versteckte. Alter und Nationalität des Passagiers waren noch nicht bekannt. Er wurde in stabilem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, sagte eine Polizeisprecherin; dass er noch am Leben ist, sei bemerkenswert.

Bei seiner Antrittsrede im EU Parlament in Straßburg hat der seit Jahresanfang amtierende EU Ratspräsident, der französische Staatschef Emmanuel Macron, eine neue Allianz mit Afrika gefordert. Die Schicksale der beiden Kontinente nördlich und südlich des Mittelmeers sind eng miteinander verknüpft und rufen nach Zusammenarbeit. Schon für Februar ist ein AU – EU Gipfel geplant. Es wird um Migration gehen und die Behandlung der tieferen Ursachen. Schleusernetzwerke sollen bekämpft werden, aber wirtschaftliche, akademische und kulturelle Mobilität gefördert werden. Europa solle auch Afrika im Kampf gegen den Terrorismus helfen. Weiterhin geht es um finanzielle Zusammenarbeit und um Bemühungen im Klima, in Bildung und Gesundheit. Bis Juni sollen 700 Millionen  Impfdosen von Europa nach Afrika gelangen.

Ein reines Frauenteam wird in Yaounde das Männerfußballspiel zwischen Simbabwe und Guinea leiten, das erste Mal, seit es diesen Wettbewerb gibt. Salima Rhadia Mukansanga aus Ruanda ist Schiedsrichterin, Carine Atemzabong (Kamerun) und Fatiha Jermoumi (Marokko) Schiedsrichterassistentinnen und Bouchra Karboubi Videoschiedsrichterin.

Letzten Monat hatte Präsident Erdogan zum 3. großen Afrika Gipfel in Istanbul eingeladen. Vertreter von 36 afrikanischen Staaten waren angereist, darunter 16 Staats – und Regierungschefs, u. a. aus Nigeria, Ruanda und Äthiopien. Letzterer, Abiy Ahmed Ali, war besonders interessiert an den Kampfdrohnen für seinen Krieg gegen die Tigray-Rebellen. Neben Waffenlieferungen und Millionen von Impfdosen ging es auch um Infrastrukturprojekte, sowie Ausbau von Handel, Bildungs – und Gesundheitswesen. Erdogan selbst möchte sich als Gönner auf die Seite Afrikas stellen, zwischen die „alten europäischen Kolonialherren“ und die „neuen Imperialisten aus China“. Dass Afrika selbst interessiert ist, geht daraus hervor, dass die Anzahl türkischer Botschaften in Afrika sich seit 2002 von 12 auf 43 erhöht hat und keine andere außerafrikanische Fluglinie so viele Ziele auf dem Kontinent anfliegt wie „Türkisch Airlines“.

Eine dänische Fregatte ergreift im Golf von Guinea vier Piraten, doch kein Land will sie vor Gericht stellen – die meisten werden freigelassen. Das Problem ist, dass es kein Auslieferungsabkommen zwischen z. B. Nigeria und Dänemark gibt, aber auch nicht mit Frankreich, Portugal oder Italien. Sicherheitskreise weisen darauf hin, dass in Nigeria einige kriminelle Netzwerke sich auf Piraterie spezialisiert haben. Geschäftsleute, ranghohe Politiker und andere Einflussreiche sind mit daran beteiligt. Italienische Kriegsschiffe geben nun praktisch nur noch Warnschüsse ab, um Piraten zu vertreiben. 2021 wurden weltweit auf hoher See 53 Seeleute gekidnapped – alle im Golf von Guinea. Die Sicherstellung der Schifffahrtsrouten ist wichtig, denn eine Unterbrechung würde die globale Wirtschaft jährlich Milliarden Euro kosten.

South African Airways und Kenya Airways bereiten sich darauf vor, eine formelle Partnerschaft einzugehen, die die Gründung einer panafrikanischen Fluggesellschaft in 2023 vorsieht. Beide Fluggesellschaften stehen unter finanziellem Druck und haben Marktanteile und Flugziele an die Konkurrenz verloren. Uneinigkeit herrscht zwischen Politikern und Fluggesellschaftsbetreibern über die Ausgestaltung der „ formellen Partnerschaft“.  

Tansania und Burundi haben ein Abkommen über den Bau einer 900 Millionen Dollar teuren, 282 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen den beiden Ländern unterzeichnet und suchen nach Geldgebern für das Projekt.  Tansania wird einen 156 km langen Abschnitt von der Kleinstadt Malagarasi bis Uvinza bauen, während Burundi eine 126 km lange Strecke bis Gitega bauen wird. Tansania plant den Bau einer 2 561 km langen Normalspurstrecke, die den wichtigsten Hafen des Landes am Indischen Ozean, Dar es Salaam, mit dem östlichen und südlichen Hinterland Afrikas verbinden soll. Zusätzlich zu den Verbindungen nach Burundi würde die Bahnlinie den Hafen auch mit dem Osten der Demokratischen Republik Kongo, Sambia, Ruanda und Uganda verbinden. Der Bau des ersten, 1 219 km langen Abschnitts, der Dar es Salaam mit der Stadt Mwanza im Nordwesten Tansanias am Ufer des Viktoriasees verbindet, ist im Gange. Im vergangenen Monat unterzeichnete Tansania einen Vertrag mit dem türkischen Unternehmen Yapi Merkezi über den Bau des letzten Abschnitts dieser Strecke, einer 368 km langen Verbindung zwischen der zentralen Stadt Makutopora und der nordwestlichen Region Tabora.

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