Schlagwort: Afrika – Länder

Bei dem Spiel der afrikanischen Champions League, zwischen Esperance (Tunesien) und JS Kabylie (Algerien) kam es zu Ausschreitungen die von den Mannschaften als „apokalyptisch“ bezeichnet wurden. Ein Fan wurde mit einer Kettensäge auf der Tribüne gesehen, während andere Feuer legten. Die Ausschreitungen führten zu einer 40-minütigen Verzögerung. Das Spiel endete schließlich mit einem 1:1-Unentschieden, wodurch Esperance einen 2:1-Gesamtsieg errang. Der viermalige Afrikameister könnte nun gezwungen sein, künftige Spiele in diesem Wettbewerb hinter verschlossenen Türen auszutragen, wenn die Confederation of African Football (Caf) entsprechende Sanktionen verhängt. Ähnliche Vorfälle gab es bei dem Spiel Raja Casablanca (Marokko) gegen Al Ahly (Ägypten) 0:0

BRICS, (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gilt als die derzeit größte aufstrebende Macht. Erklärter Wille der BRICS-Staaten ist es, die „westlich-zentrierte“ Struktur der gegenwärtigen Weltwirtschaftsordnung hin zu einem polyzentrischen oder multipolaren internationalen System zu transformieren. Brasiliens Präsident Lula hat dazu aufgefordert, dass die BRICS-Staaten ein Währungs-Gegengewicht zum US-Dollar schaffen sollen. BRICS hat eine vierfach höhere Gesamtbevölkerung (3,2 Milliarden 40% der Weltbevölkerung) als die G7-Staaten (ca. 773 Millionen). Im Jahr 2023 hat sie einen Anteil von 31,5 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber 30,7 % der G7 Gruppe (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA). 19 Länder, darunter Algeria, Egypt, Nigeria, Sudan and Zimbabwe, haben ihr Interesse an einer Mitgliedschaft in der BRICS-Gruppe bekundet. Je mächtiger BRICS wird, und wenn BRICS keine Sanktionen verhängt, werden die westlichen Sanktionen immer wirkungsloser, und damit auch der westliche Einfluss in der Welt. Das nächste Gipfeltreffen BRICS-Staaten wird vom 22. bis 24. August in Johannesburg stattfinden.

18. April: Die sudanesische Armee und die Rapid Support Forces (RSF) haben sich auf eine 24-stündige Waffenruhe geeinigt, die um 18 Uhr Ortszeit (16:00 GMT) beginnt. Immer dringlicher wird die Frage gestellt welche Rolle die Wagner Gruppe in dem Konflikt einnimmt. Dazu einige Pressemeldungen:
Daily Mail: Is Wagner behind the bloodshed in Sudan?; Deutsche Welle:  Wagner-Gruppe in Afrika: Viel mehr als nur Söldner; Aljazeera : Die Wagner – Gruppe und ihre Rolle im Sudan; The Hill: Russia’s fingerprints are on Sudan coup attempt; Inews – The growing alliance between Russia’s Wagner group and Sudan’s rebel commander, Mohamed Hamdan Daglo

Nach dem Africa Wealth Report für 2023 gibt es in Afrika 138 000 amerikanische Dollarmillionäre, 23 Milliardäre und 328 Personen mit einem Vermögen von mehr als hundert Millionen. Auf Südafrika, Ägypten, Nigeria, Kenia und Marokko entfallen 56 % der vermögenden Personen in Afrika. Viele der reichsten Afrikaner leben nicht mehr in ihren Heimatländern.

Der Sheabaum, der nur in Afrika wächst und dessen Früchte fast ausschließlich von Frauen geerntet werden, wird in einigen der ärmsten Länder ein echtes Entwicklungsinstrument. Laut der Global Shea Alliance (GSA) leben Millionen afrikanische Frauen vom Senegal über Nigeria, Mali, Burkina Faso bis zum Südsudan von der Produktion von Sheabutter. Die GSA entwickelt Strategien, die eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Shea – Industrie vorantreiben und die Lebensgrundlage ländlicher Frauen verbessern. Sheabutter, die in Lebensmitteln (Schokolade, Kekse) und Kosmetika (Cremes) verwendet wird, erlebt in den letzten Jahren immer größere Beliebtheit, weil besonders westliche Verbraucher zunehmend an biologischen Produkten interessiert sind.

Vor der Küste des Kongo, rund 260 km westlich von Port Pointe-Noire, kaperten Piraten den dänischen Öltanker „Monjasa Reformer“ und entführten sechs Besatzungsmitglieder. Eine Drohne, die im Rahmen der französischen Anti-Piraterie-Mission Corymbe eingesetzt wird, entdeckte das Schiff vor der Küste von Sao Tome und Principe im Golf von Guinea. Piraten sind seit langem eine Gefahr im Golf von Guinea – einer wichtigen Schifffahrtsroute, die sich über 5 700 km vom Senegal nach Angola erstreckt. Die meisten Angriffe werden von nigerianischen Banden verübt. Im Jahr 2023 wurden in der Region bisher zwei weitere Anschläge verzeichnet.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat zu Beginn ihrer einwöchigen Afrikareise ein Hilfspaket für Ghana in Höhe von 139 Millionen Dollar für das kommende Jahr angekündigt Sie besucht auch Tansania und Sambia. Dies ist Teil einer konzertierten Aktion, die darauf abzielt, die Beziehungen zwischen Afrika und der USA zu erweitern, in einer Zeit, in der China und Russland ihre eigenen Interessen in Afrika verankert haben. Hochrangige Vertreter der US -Regierung besuchten in letzter Zeit den Kontinent: Außenminister Antony Blinken, First Lady Jill Biden, Finanzministerin Janet Yellen und die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield waren in verschiedenen afrikanischen Staaten zu Gast.

Während weltweit jeder vierte Mensch kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung hat, jeden Tag 1000 Kinder verseuchtem Wasser zum Opfer fallen, 190 Millionen Kinder gefährdet sind und sich die Lage weiter verschärft, ist die Situation in Afrika besonders kritisch. Zehn west- und zentralafrikanische Länder, darunter Benin, Kamerun, Mali, Niger und Somalia sind besonders vom Mangel an Trinkwasser und Sanitärversorgung betroffen. Die Lage wird erschwert durch bewaffnete Konflikte, Stürme und Dürren, verunreinigte Wasserquellen – manchmal gezielt- Hungerkrisen und Krankheiten. Jedoch ist Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Dienstleistungen ein Menschenrecht; es gehört zu den 17 UN- Zielen für nachhaltige Entwicklung. Die vom 22. – 24. März in New York tagende UN- Wasserkonferenz,  die erste seit 1977, will festlegen, wie die Ziele schneller umgesetzt werden können.

Eine kleine Gruppe von Aktivisten ist von Malis Hauptstadt Bamako nach Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou gelaufen (860 km) , um ihre Unterstützung für eine Föderation zwischen Mali und Burkina Faso zu bekunden. Die Gruppe, die sich selbst „Die Wanderer für die afrikanische Einheit“ nennt, trug die Flaggen beider Länder und der Afrikanischen Union. Die Premierminister von Mali und Burkina Faso haben angekündigt, dass sie die Idee einer Föderation prüfen werden.

24 afrikanische Staatsoberhäupter werden zum zweiten persönlichen britisch-afrikanischen Investitionsgipfel in London erwartet, da das Vereinigte Königreich seine Afrikapolitik nach dem Brexit verstärkt hat. Der britische Premierministers Rishi Sunak erklärt: „Dieser Gipfel wird dafür sorgen, dass wir das Potenzial unserer Beziehungen in ganz Afrika nutzen und unsere Volkswirtschaften gemeinsam wachsen lassen können, um sie stärker, widerstandsfähiger und innovativer zu machen.“

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