Schlagwort: Afrika – Länder

Radio Vatikan berichtet: „In seinem Abschlussstatement (der Kontinental-Synodenversammlung der afrikanischen Kirche zur katholischen Weltsynode)   bekräftigt die Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) den Einsatz für eine synodale Kirche in Afrika, in der alle sich zu Hause fühlen können. Keiner dürfe sich ausgeschlossen fühlen, vielmehr müsste Raum für Verschiedenheit geschaffen werden, so die Erklärung, in der insbesondere der Beitrag von Frauen und jungen Menschen für die Kirchengemeinschaft gewürdigt wird. Ebenso verpflichten sich die Teilnehmer, „starre hierarchische Strukturen, ungesunde autokratische Tendenzen, schädlichen Klerikalismus und isolierenden Individualismus zu überwinden, die die Beziehungen zwischen Bischöfen, Priestern und Laien untergraben und schwächen.“

Während das Land gegen einen dschihadistischen Aufstand kämpft, hat das größte Filmfestival Afrikas am Samstag begonnen. Über 15.000 Menschen, darunter nigerianische Filmstars, werden erwartet. 100 Filme aus 35 afrikanischen Ländern und der Diaspora wurden in die engere Auswahl genommen. Unter ihnen ist „Sira“, der Favorit des diesjährigen Wettbewerbs. Das Werk der burkinischen Regisseurin Apolline Traore erzählt den Überlebenskampf einer Frau, die von Dschihadisten in der Sahelzone entführt wird. Seit seiner Gründung im Jahr 1969 wurde das alle zwei Jahre stattfindende Filmfestival FESPACO noch nie abgesagt. Präsidenten, Militärmachthaber oder Krisen mögen in Burkina Faso kommen und gehen, aber die FESPACO bleibt bestehen.

Laut dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO stirbt weltweit alle 2 Minuten eine Frau während der Schwangerschaft oder bei der Geburt; das sind fast 800 Frauen pro Tag. Die  Müttersterblichkeit ist besonders hoch in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, wo sich 70% aller Fälle ereigneten. Der WHO-Generaldirektor rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Es müsse sichergestellt werden, dass alle Frauen und Mädchen vor, während und nach der Geburt Zugang zu wichtigen Gesundheitsdiensten haben.

Die EU hat wegen Menschenrechtsverstößen in Afrika und der Ukraine neue Sanktionen gegen die russische Söldnertruppe Wagner verhängt. 11 Einzelpersonen und 7 Organisationen mit Verbindungen zur Wagner-Gruppe sind auf die Sanktionsliste gesetzt; unter ihnen der „Sicherheitsberater“ des zentralafrikanischen Präsidenten Faustin Archange Touadéra. Auch sanktionierte die EU den Chef der Wagner-Truppen in Mali. Die Sanktionen umfassen Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten in der EU.

Die AllAfrica Media Group wird den Internationalen Frauentag in diesem Jahr mit einer Veranstaltung vom 7. bis 9. März in Rabat, Marokko, feiern. Das 10. AllAfrica Women’s Agenda Forum (AWA 2023) wird die Rolle der Frauen bei der Sicherung der Nahrungsmittelressourcen des Kontinents und bei der Armutsbekämpfung beleuchten. AllAfrica Global Media schreibt außerdem gemeinsam mit der PhilJohn Academy Stipendien für 60 junge Frauen aus 18 Ländern aus, die eine Ausbildung in den Bereichen Führung, Unternehmertum und Technologie erhalten werden.

Nach dem ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben 141 der 193 UN-Mitgliedstaaten in einer Resolution das Ende des Krieges gegen die Ukraine und einen sofortigen russischen Truppenabzug gefordert.  Sieben Staaten stimmten dagegen darunter Eritrea und ausgerechnet Mali, in dem über 1000 Bundeswehr-Soldaten für Sicherheit sorgen, aber eben auch russische Söldner aktiv sind. 32 Länder enthielten sich unter ihnen: Algeria, Angola, Burundi, Central African Republic, Gabon, Guinea, Mozambique, Namibia, Republic of Congo, South Africa, Sudan, Togo, Uganda, Zimbabwe.

Die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und Sambias haben versprochen, die Verzögerungen beim Zoll für Lastwagen, die Kupfer aus den beiden größten Produzenten Afrikas transportieren, zu beseitigen. Sambia und die Demokratische Republik Kongo produzieren 80 % des weltweiten Kupfers und 2/3 des Kobalts. Die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat einen Wettlauf um Kupfer und Kobalt angeheizt, die in den Batterien dieser Fahrzeuge verwendet werden.  Beide Länder vereinbarten, die Grenzposten 24 Stunden am Tag zu öffnen; aber die Fahrer sagen, dass die Zollbeamten bisher nur 10 Stunden pro Tag arbeiten. Einige der Fahrer aus dem südlichen und östlichen Afrika stehen schon seit Wochen in einer kilometerlangen Schlange an der Grenze.

Kobalt und Lithium sind wichtige Mineralien, für den geplanten Übergang zu sauberer Energie. Afrikanische Länder, wie die Demokratische Republik Kongo, verfügen über einige der größten Vorkommen dieser Ressourcen, aber China dominiert derzeit die Lieferkette und die Veredelung. China  machte sich vor etwa zwei Jahrzehnten zur Priorität, den Markt für wichtige Mineralien zu beherrschen, und unterstützt diese Strategie mit massiver öffentlicher Diplomatie und Infrastrukturinvestitionen in Afrika, die größtenteils über langfristige Schulden erfolgte. Der Westen hat diese Strategie zu spät erkannt und ist seither in Schwierigkeiten geraten. Lithiumreiche afrikanische Länder, darunter Simbabwe und Namibia, versuchen, Verarbeitungs- und Raffinerieindustrien zu entwickeln, um mehr von den Gewinnen der weltweiten Nachfrage nach dem Batteriematerial abzuschöpfen. „Wir werden darauf bestehen, dass alles Lithium, das im Land abgebaut wird, auch im Land verarbeitet werden muss“ , sagt Namibias Bergbauminister Tom Alweendo.

Der Beobachterstatus Israels bei der Afrikanischen Union (AU) bleibt ausgesetzt, eine Entscheidung, die die AU in zwei Lager gespalten hat, nachdem ein israelischer Delegierter vom AU-Gipfel in Addis Abeba verwiesen wurde. Marokko, Ruanda, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Äthiopien, Kenia, Eswatini, Malawi und Sambia, unterstützen Israels Bewerbung. Algerien, Südafrika und Simbabwe sind gegen die Wiederaufnahme Israels. Zu den Ländern mit Beobachterstatus bei der AU gehören China, das Vereinigte Königreich, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Mexiko, Griechenland und Palästina.

Zwölf führende Vertreter der anglikanischen Kirche haben angekündigt, dass sie den Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, nach seiner Entscheidung, die Segnung homosexueller Partnerschaften zuzulassen, nicht mehr als das Oberhaupt der weltweiten Gemeinschaft betrachten. Die Generalsynode – die gesetzgebende Versammlung der Kirche von England – hat die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in Lebenspartnerschaften erlaubt. Die Führer – die nach eigenen Angaben 75 % der Anglikaner weltweit vertreten – beschuldigten die Kirche von England, „den Weg der Irrlehre“ eingeschlagen zu haben und gegen den „historischen biblischen Glauben“ zu verstoßen. Zu ihnen gehören die Primaten von Südsudan, Sudan, Uganda, Kongo und Alexandria in Ägypten.

Länder