Schlagwort: Afrika – Länder

Skytrax veröffentlichte ihren Bericht über die besten Flughäfen in Afrika im Jahr 2023. Südafrika führte die regionale Rangliste an, weitere Plätze belegten Kenia, Marokko, Ruanda und Mauritius. Der Rangfolge nach: 1. Internationaler Flughafen Kapstadt 2. Internationaler Flughafen King Shaka Durban 3. Internationaler Flughafen Johannesburg 4. Internationaler Flughafen Casablanca 5. Internationaler Flughafen von Mauritius 6.Internationaler Flughafen Marrakech 7. Internationaler Flughafen Addis Abeba 8. Internationaler Flughafen Kigali 9. Internationaler Flughafen Nairobi 10. Internationaler Flughafen Bloemfontein

Die südafrikanische Regierung kündigte Pläne zum Bau neuer Kernkraftwerke an. Die Opposition kritisiert die Pläne, da die staatliche russische Atomenergiebehörde Rosatom sei der „bevorzugte Partner“. Die Kritik der oppositionellen Demokratischen Allianz steht im Zusammenhang mit einem großen Atomabkommen, das Südafrika 2014 mit Russland im Wert von schätzungsweise 76 Mrd. USD unterzeichnet hatte und das von einem südafrikanischen Gericht 2017 als illegal und verfassungswidrig annulliert wurde. Das Abkommen war mit Vorwürfen umfangreicher Korruption behaftet und wurde unter der Führung des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma unterzeichnet, der nun wegen Korruption in einem anderen Zusammenhang vor Gericht steht. Die Pläne für die neuen Kernkraftwerke kamen einen Tag, nachdem die südafrikanische Regierung eine Vereinbarung mit der russischen Bank Gazprombank über die Wiederinbetriebnahme einer Gasverflüssigungsanlage an der Südküste Südafrikas genehmigt hatte, die seit 2020 nicht mehr in Betrieb ist. Die Gazprombank gehört zu den zahlreichen russischen Finanzinstituten, die von den Vereinigten Staaten mit Sanktionen belegt wurden. In Südafrika gibt es derzeit ein Kernkraftwerk in Koeberg, etwa 50 km nördlich von Kapstadt. Es ist das einzige auf dem afrikanischen Kontinent. Zahlreiche andere afrikanische Länder, darunter Burkina Faso, Mali, Simbabwe, Ruanda, Burundi, Äthiopien und Ägypten, haben mit Russland Abkommen über die Nutzung der Kernenergie geschlossen oder haben Vereinbarungen zum Bau von Kernkraftwerken getroffen.

Der Präsident der ECOWAS-Kommission lässt verlauten, „Die Kommission beschließt, einen Ausschuss der Staatsoberhäupter einzurichten, der sich aus dem Präsidenten und Staatschef der Republik Togo, Sierra Leone und Benin zusammensetzt, um mit dem CNSP (Militärregierung =Conseil national pour la sauvegarde de la patrie) und anderen Akteuren einen Fahrplan für den Übergang zu vereinbaren: Übergangsorgane einzurichten und Überwachungs- und Evaluierungsmechanismus zu etablieren, um auf die rasche Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung hinzuwirken“. Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen von Nigers De-facto-Machthaber Abdourahamane Tiani mit Togos Präsident Faure Gnassingbé, den er um Vermittlung gebeten hatte.

Nach Mali haben nun auch Burkina Faso und Niger angekündigt, sich aus der internationalen Truppe G5 zurückzuziehen, die zur Bekämpfung der Islamisten in der Sahelzone aufgestellt wurde. Alle drei Länder werden von Militärmachthabern regiert, die nach Putschen ihren eigenen Verteidigungspakt geschlossen haben. Der Tschad und Mauretanien sind jedoch nach wie vor Teil der G5-Truppe, die aus rund 5.000 Soldaten bestehen soll.

Die Lebensmittelsysteme sind sowohl Ursache als auch Opfer der Klimakrise, aber sie haben auch ein enormes Minderungspotenzial. Aus diesem Grund ist die Transformation der Lebensmittelsysteme zu einer der obersten Prioritäten der UN-Klimakonferenz (COP28) geworden. Im Vorfeld der COP28 haben Lebensmittel- und Landwirtschaftsexperten sowie Vertreter des Privatsektors, der Zivilgesellschaft und von Bauernorganisationen aus dem globalen Süden betont, dass Lösungen für Ernährungssysteme im Kampf gegen den Klimawandel im Vordergrund stehen sollten. Sie haben die staatlichen und nichtstaatlichen Akteure aufgefordert, Zusagen und Verpflichtungen einzuhalten, die zu echten transformativen und systemischen Maßnahmen für die Lebensmittelsysteme und die Natur führen.

Zucker wird weltweit zu den höchsten Preisen seit 2011 gehandelt, was vor allem auf das geringere globale Angebot zurückzuführen ist, nachdem ungewöhnlich trockenes Wetter die Ernten in Indien und Thailand, den zweit- und drittgrößten Exporteuren der Welt, beeinträchtigt hat. Dies ist schlechte Nachricht für Entwicklungsländer, die bereits Engpässe bei Grundnahrungsmitteln haben. Aufgrund der kombinierten Auswirkungen des natürlichen Klimaphänomens El Nino, des Krieges in der Ukraine und der schwachen Währungen trägt dies zur Ernährungsunsicherheit bei. In Nigeria sind die Zuckerpreise in zwei Monaten um 55% gestiegen. Für einige Länder verschlingt die Einfuhr des teureren Zuckers Devisenreserven wie Dollar und Euro, die auch für die Bezahlung von Öl und anderen wichtigen Rohstoffen benötigt werden.  Nigeria zum Beispiel kauft 98 % seines Rohzuckers aus anderen Ländern. Zucker wird für die Herstellung von Brot benötigt, das für die 210 Millionen Menschen in Nigeria ein Grundnahrungsmittel ist.

Seit 2017 gibt es die Konferenz „Compact with Africa“ – sie ist eine deutsche Idee. Zentrale Themen sind: Migration, Energie, Klimawandel.  Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo betonte, dass Rohstoffe nur zu exportieren der Vergangenheit angehört. Bundespräsident Steinmeier ging auf die Forderungen der afrikanischen Länder ein, sich von „der klassischen Rollenverteilung zwischen Gebern und Nehmern“ zu verabschieden. 13 afrikanische Länder gehören der Staatengruppe an: Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Guinea, die Demokratische Republik Kongo, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo, und Tunesien. Weitere Staaten sind an einer Aufnahme interessiert.

Das EU- Parlament hat beschlossen, dass Kunststoffabfälle innerhalb von zweieinhalb Jahren nach Inkrafttreten der neuen Verordnung nicht mehr in Nicht-OECD-Länder ausgeführt werden können; damit sind Plastikmüllexporte nach Afrika oder weite Teile Asiens zunächst untersagt. Die Ausfuhr von Kunststoffabfällen in OECD-Länder wird strengeren Bedingungen unterliegen. Für die Zeit danach sollen dann neue Regelungen in Kraft treten. Die Nicht OECD-Länder haben die Möglichkeit, Ausnahmen zu beantragen, vorausgesetzt ihre Abfallwirtschaft erfüllt bestimmte Auflagen.  OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit 38 Mitgliedstaaten.

Auf der Vollversammlung des Kimberley-Prozesses in Victoria Falls herrschte Uneinigkeit über die Verhängung von Sanktionen gegen russische Diamanten. Ahmed bin Sulayem (Vorsitzende der Dubaier Diamantenbörse) sagte, ein Verbot russischer Diamanten würde sich negativ auf Afrika auswirken. Die größte Sorge der USA war, dass Russland die Erlöse aus seinem Diamantenhandel zur Finanzierung seines Krieges in der Ukraine verwendet. Die ZAR (Central African Republic), ein starker Verbündeter Russlands, in dem die paramilitärische Wagner-Gruppe am aktivsten in Afrika ist, hat sich neben Russland, Weißrussland und Kirgisistan gegen eine Ausweitung der Definition von Konfliktdiamanten ausgesprochen. Am Ende der fünftägigen Sitzungen wurde kein Kommuniqué veröffentlicht.

Was für China die Belt and Road Initiative (BRI) bedeutet, ist für die G7 in Afrika das Projekt der Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen (PGI), der Lobito-Korridor. Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und die Africa Finance Corporation (AFC) haben gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, Angola, der Demokratischen Republik Kongo und Sambia eines siebenseitigen Memorandum of Understanding (MoU) zur Entwicklung des Lobito-Korridors unterschrieben. Der Korridor erstreckt sich von der angolanischen Hafenstadt Lobito bis in die Bergbaugebiete im südlichen Teil der DR Kongo und im Nordwesten Sambias. Das Projekt umfasst den Bau von 260 km Hauptzubringerstraßen und rund 550 km Eisenbahnstrecke in Sambia, die sich von der Grenze zu Jimbe bis nach Chingola in der Kupferregion des Landes erstrecken. Die neue Eisenbahnstrecke, soll dann Sambia mit dem angolanischen Schienennetz verbinden. Der Lobito-Korridor und die Sambia-Lobito-Eisenbahnlinie werden sich vom südlichen Afrika bis nach Zentralafrika erstrecken und durchqueren Sambia, Angola und die Demokratische Republik Kongo (DRK).

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