Schlagwort: Afrika – Länder

Aus dem Global Slavery Index 2023 geht hervor, dass Nordkorea, Eritrea und Mauretanien weltweit am stärksten von moderner Sklaverei betroffen sind. Im Jahr 2021 lebten schätzungsweise 50 Millionen Menschen „in modernen Sklaverei Situationen“, was einem Anstieg von 10 Millionen im Vergleich zu 2016 entspricht. Diese Zahl umfasst etwa 28 Millionen Menschen, die Zwangsarbeit leisten, und 22 Millionen, die in einer Zwangsheirat leben. Die 10 Länder mit der höchsten Prävalenz moderner Sklaverei, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait, wo die Arbeitsrechte von Wanderarbeitnehmern durch das „Kafala“-Sponsorensystem eingeschränkt werden, weisen einige gemeinsame Merkmale auf: begrenzter Schutz der bürgerlichen Freiheiten und Missachtung der Menschenrechte. Obwohl Zwangsarbeit in Ländern mit niedrigem Einkommen häufiger vorkommt, steht sie in engem Zusammenhang mit der Nachfrage aus Ländern mit höherem Einkommen. Der Bericht stellt fest, dass zwei Drittel aller Fälle von Zwangsarbeit mit globalen Lieferketten zusammenhängen. Elektronik ist nach wie vor das wertvollste Risikoprodukt, gefolgt von Bekleidung, Palmöl und Solarzellen, ein Zeichen für die hohe Nachfrage nach Produkten aus erneuerbaren Energien.

Nach den Besuchen von Präsident Zelenskyy im Nahen Osten und in Asien beginnt der ukrainische Außenminister, Andrij Melnyk, eine Reise nach Afrika. Er will damit die diplomatischen Bemühungen Kiews verstärken, um den russischen Einfluss im globalen Süden zu bekämpfen und die von der Ukraine als einzigen Weg zum Frieden dargelegte Vision zu festigen.

Als Eritrea nach einem von der UNO unterstützten Referendum im Mai 1993 die Unabhängigkeit proklamierte, war das kleine Land am Horn von Afrika am Roten Meer „in Optimismus gebadet“. Nach 30 Jahren gibt es nichts zu feiern. Alle Hoffnung ist geschwunden. Unter der Führung von Isaias Afeworki, dem ehemaligen Rebellenführer und jetzigen Präsidenten, ist die Bevölkerung einem totalitären Regime ausgeliefert. Eritrea wird inzwischen das „afrikanische Nordkorea“ genannt. Dissidenten verschwinden und Zivilisten werden lebenslänglich in die Armee eingezogen oder zur Zwangsarbeit gezwungen. Nie gab es eine Wahl, nie eine freie Presse oder politische Opposition. Hunderttausende Eritreer sind auf der Suche nach Arbeit und Freiheit aus dem Land geflohen. Inzwischen bildet Eritrea das Schlusslicht der Weltrangliste in den Bereichen Pressefreiheit, Menschenrechte und Entwicklungswirtschaft. An eine ersehnte Rückkehr aus der Diaspora ist nicht zu denken.

Das Vereinigte Königreich will Beschränkungen ankündigen, die es ausländischen Studenten verbieten, Familienmitglieder ins Land zu holen. Der Schritt folgt auf Berichte, wonach die Nettozuwanderung in das Vereinigte Königreich die 1-Millionen-Grenze erreicht hat, woraufhin Tory-Abgeordnete Premierminister Rishi Sunak aufforderten, „die rasant steigenden Zahlen in den Griff zu bekommen“. Das derzeitige Einwanderungsgesetz des Vereinigten Königreichs erlaubt es, dass Studenten von ihren Ehegatten oder Eltern begleitet werden.

Bagger begannen, im Rahmen der Operation Wuambushu („Take Back“ in der lokalen Sprache), mit der Zerstörung des Majicavo-Slums. 135 von den rund 1.000 Substandard-Häusern werden abgerissen. Der Abriss von Talus 2 war ursprünglich für den 25. April geplant, wurde aber durch einen Gerichtsbeschluss ausgesetzt. Zwei nachfolgende Gerichtsurteile ermächtigten den französischen Staat dann jedoch zum Abriss. Viele Migranten verloren somit ihr Obdach. Die Behörden wollen mit der Aktion Wuambushu nach eigenen Angaben illegale Bebauung und Kriminalität bekämpfen. Unrechtmäßig Eingereiste sollen ausgewiesen werden. Viele von ihnen leben bereits seit Jahren auf französischem Boden. Als französisches Départements ist es ein Gebiet in äußerster Randlage (Outermost Region, OMR) und Teil der Europäischen Union, gehört jedoch nicht zum Schengen-Raum und hat denselben Status wie etwa Französisch-Guayana. Die Union der Komoren erhebt seit ihrer Unabhängigkeit Anspruch auf Mayotte.

In einer Reihe von Filmen berichtet das Outlaw Ocean Project über Menschenrechtsverletzungen und Umweltverbrechen, die ungestraft auf hoher See begangen werden, wo 50 Millionen Menschen arbeiten. Der Enthüllungsjournalist Ian Urbina deckt auf, wie Westafrikanische Fischmehlfabriken die Fischbestände dezimieren und Umweltschäden anrichten, nur um die boomende Aquakulturindustrie zu bedienen. Er deckt auf, wie ein Fünftel aller Meereslebewesen, die dem Meer entnommen werden, zermahlen wird, um Zuchtfische zu füttern. In Berichten von AllAfrica  werden Verstöße in der ganzen Welt dokumentiert, so die per Video aufgezeichnete Ermordung der Insassen einer ostafrikanischen Fischerdhau durch ein Schiff, das zu einer Flotte gehörte, die für ihr aggressives Verhalten gegenüber kleineren handwerklichen Booten bekannt ist. Weitere Berichte, können auf der Website des Projekts eingesehen werden.

Laut einer Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) und der Universität von Sao Paulo (USP),  die die Rußpartikel anhand ihrer Eigenschaften untersucht und ihren Quellen zugeordnet hat, kommen zeitweise bis zu 60% des Rauchs über dem Amazonas von Buschfeuern und brennenden Savannen des nördlichen und südlichen Afrika–viel mehr als bisher erwartet. Weil Ruß – und andere Aerosolpartikel Sonnenlicht absorbieren und streuen, beeinflussen sie die Strahlungs – und Energiebilanz und unser Klima. Schon länger weiß man, dass jedes Jahr etwa  27 Mio. Tonnen Saharastaub über den Atlantik in den Amazonas Dschungel wehen und durch die wertvollen Komponente Phosphor und Eisen das üppige Wachstum und die Artenvielfalt der Regenwälder ermöglicht.

Die Elfenbeinküste, hat die Gründung einer Raumfahrtbehörde angekündigt und plant, bis 2024 den ersten Nanosatelliten des Landes zu bauen. Nach Angaben des Koordinators des AU-Raumfahrtprogramms, Tidiane Ouattara, weisen etwa 15 afrikanische Länder eine Raumfahrtbehörde auf. Seit 2016 haben nach dem Space Generation Advisory Council, afrikanische Länder 41 Satelliten gestartet, angeführt von Ägypten, Südafrika, Algerien und Nigeria. Aber nur 9 wurden in afrikanischen Staaten entwickelt und hergestellt, während die übrigen von ausländischen Staaten geliefert wurden, die auch die Startkapazitäten bereitstellten. Eine der Prioritäten für die afrikanischen Länder ist die Erdbeobachtung, wichtig für die Sicherheit, Landwirtschaft und Fischerei. Im Moment sind es die ausländischen Anbieter, die den Datenreichtum ernten – ein Szenario, das einige mit einer Wiederholung der Kolonialgeschichte verglichen haben. Afrika hat sich schon früh für die Satellitentechnologie entschieden, die zusammen mit den Mobilfunknetzen dazu beigetragen hat dass das Land die Kupferkabelnetze für die Datenübertragung überholt, hat.

Brot für die Welt teilt mit, dass Der Atlas der Zivilgesellschaft 2023 ist jetzt online  zur Verfügung steht. „Der Atlas 2023 zeigt erneut die enormen Einschränkungen, die zivilgesellschaftliche Organisationen und Aktivist:innen in vielen Ländern weltweit erfahren, wenn sie sich für Anliegen wie Menschenrechte, Transparenz, Umweltschutz oder Frieden einsetzen.“

In einer Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wurde festgestellt, dass China sich seine Kredite an afrikanische Länder gut verzinsen lässt. China verlangt durchschnittlich 3,2% Zinsen; die Weltbank über den Internationalen Währungsfonds (IfW) durchschnittlich 1,1%; Deutschland und Frankreich 1,7% und Japan 0,5%. Wer kommt dann für die Schulden auf?

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