Schlagwort: Afrika – Länder

Das AGOA-Programm (African Growth and Opportunity Act), erlaubt es afrikanischen Regierungen, ihre Güter zollfrei in die USA zu exportieren.  Der Zugang setzt voraus, dass die teilnehmenden Länder bestimmte Kriterien erfüllen, darunter, dass sie nicht gegen amerikanische Interessen arbeiten und bestimmte Menschenrechtsnormen einhalten. Gabun, Niger, die Zentralafrikanische Republik und Uganda werden nun wegen verfassungswidrigen Regierungswechseln und Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen. Mauretanien wird nach seiner Aussetzung im Jahr 2019 wieder in das AGOA-Forum aufgenommen. Nach Angaben des US-Außenministeriums sind die fünf größten Begünstigten des AGOA Nigeria, Angola, Südafrika, Tschad und die Republik Kongo.

In einer Abschlusserklärung bekräftigten die Teilnehmer des „Drei-Becken-Gipfel“ ihre Absicht, die Abholzung der Regenwälder einzudämmen, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimawandel zu bekämpfen. Beteiligt waren die Staaten, auf die sich das Amazonasbecken, das Borneo-Mekong- und das Kongo-Becken erstrecken – darunter Brasilien, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo. Mehr als 4.000 Delegierte nahmen an dem Treffen teil, das zum zweiten Mal nach 2011 stattfand. Die „3 Becken“ machen den Großteil des weltweit noch verbliebenen Regenwaldgebiets aus; zwei Drittel der terrestrischen Artenvielfalt leben dort. Es ist auch die Lebensgrundlage für mehr als eine Milliarde Menschen.

In Daressalam gibt es ein Zusammentreffen des Bundespräsidenten mit Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Es geht darum, bestehende Partnerschaften auszubauen und neue zu knüpfen. Steinmeier wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Bundespräsident wird auch Opfern des Maji-Maji-Krieges begegnen. In dem Kolonialkrieg von 1905 bis 1907 mit bis zu 300.000 Toten hatte sich die Bevölkerung gegen die Unterdrückung durch die deutsche Kolonialherrschaft aufgelehnt.

Der Chefwissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Jeremy Farrar warnt, dass das Dengue-Fieber in diesem Jahrzehnt in neuen Teilen Afrikas zu einer großen Bedrohung werden wird. Im Tschad kommt es derzeit zu einem ersten Dengue-Ausbruch. Im Sudan werden Hunderte von Todesfällen gemeldet, die auf diese Krankheit zurückzuführen sind.

Benin und Togo haben eine MoU (Absichtserklärung) unterzeichnet, die ein kostenloses internationales Roaming im Mobilfunknetz zwischen den beiden Ländern ermöglicht. Togo schließt derzeit ein ähnliches Roaming-Abkommen mit Ghana ab, das im Juli dieses Jahres ein Roaming-Abkommen im Rahmen der ECOWAS-Regeln mit Côte d’Ivoire unterzeichnet hat. Bereits 2021 war zwischen den CEMAC-Ländern (Cameroon, Congo, Gabon, Chad, Equatorial Guinea and the Central African Republic) eine Übereinkunft getroffen worden.

Der Serengeti-Nationalpark in Tansania wurde zum fünften Mal in Folge zum besten Afrikas gekürt. Die Serengeti, die für ihre Gnuwanderung bekannt ist, hat den Preis seit 2019 jedes Jahr gewonnen. Zu den anderen afrikanischen Bewerbern gehörten das Central Kalahari Game Reserve in Botswana, der Etosha-Nationalpark in Namibia, der Kidepo Valley National Park in Uganda, der Krüger-Nationalpark in Südafrika und das Masai Mara National Reserve in Kenia.

Die Bundesregierung teilt mit, dass „Olaf Scholz vom 29. bis 31. Oktober 2023 die Länder Nigeria und Ghana besuchen wird. Der Bundeskanzler wird Gespräche mit dem nigerianischen Präsidenten, Bola Tinubu, dem ghanaischen Präsidenten, Nana Akufo-Addo, sowie dem Vorsitzenden der ECOWAS-Kommission, Omar Touray, führen. Die Gesprächsthemen werden neben den bilateralen Beziehungen auch die regionale Sicherheit, die Wirtschaftsentwicklung sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und globale Fragen sein. Auf seiner Reise wird Bundeskanzler Scholz von einer Wirtschafts- und Kulturdelegation begleitet.“

Nach Angaben von Kakaoanbauern und Exporteuren wird die Ernte aufgrund der unbeständigen Wetterbedingungen voraussichtlich um 28,5 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Kakaopflanzen benötigen regelmäßige Niederschläge und Sonnenscheinperioden. In der westafrikanischen Region, zu der die wichtigsten Kakaoerzeuger Côte d’Ivoire, Ghana, Nigeria und Kamerun gehören und die zusammen etwa 70 % des weltweiten Angebots liefern, haben sich die Anbaubedingen verschlechtert.

Mali, Burkina Faso und Niger haben einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichnet. Die drei Sahelländer wollen sich gegenseitig gegen mögliche Bedrohungen durch bewaffnete Rebellionen oder Angriffe von außen helfen. Die unterzeichnete Charta „Allianz der Sahel-Staaten“ verpflichtet die Unterzeichner, sich im Falle eines Angriffs auf eines der Länder gegenseitig zu unterstützen – auch militärisch. Die Region Liptako-Gourma, in der die Grenzen zu Mali, Burkina Faso und Niger verlaufen, wurde in den letzten Jahren von bewaffneten Aufständen heimgesucht.

Auf dem G20-Gipfel in New Delhi wurde der Afrikanischen Union eine ständige Mitgliedschaft gewährt. Der Beitritt der AU hatte bereits im Vorfeld große Zustimmung erhalten. EU-Ratspräsident Charles Michel und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßten die Entscheidung: „Es ist eine Freude, die Afrikanische Union als neues G20-Mitglied willkommen zu heißen“, so von der Leyen. In Afrika leben mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung. Südafrika wird im Jahr 2025 den G20-Vorsitz übernehmen.

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