Schlagwort: Afrika – Länder

Die Staats- und Regierungschefs Westafrikas haben mit militärischen Maßnahmen gegen die Junta in Niger gedroht, die in der vergangenen Woche durch einen Staatsstreich die Macht übernommen hat. Die Staats- und Regierungschefs gaben der Junta sieben Tage Zeit, um Präsident Mohamed Bazoum, der gefangen gehalten wird, wieder einzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs der Ecowas hielten am Sonntag in Nigerias Hauptstadt Abuja Krisengespräche ab, um den jüngsten Staatsstreich zu erörtern, der auf Putsche in den Nachbarländern Mali und Burkina Faso folgte. In einer nach dem Gipfeltreffen verlesenen Erklärung hieß es, die Ecowas habe „null Toleranz“ für Putsche.

Afrikaner vom Kontinent und in der Diaspora sind an historischer Stätte, dem Elmina Castle, zusammengekommen, um die Geschichte zu feiern und die kulturellen Traumata zu überwinden, die zum atlantischen Sklavenhandel geführt haben. Die Veranstaltung, vom 23. Juli bis zum 2. August, steht unter dem Thema: „Rückgewinnung der afrikanischen Familie: Konfrontation mit der Vergangenheit, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern“. Die Inspiration kam von der Dramatikerin und Panafrikanistin Dr. Efua Sutherland, die 1980 ein Papier mit dem Titel „Proposal for a Historical Drama Festival in Cape Coast“ veröffentlichte. Aus diesem Papier entstand das PANAFEST, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1991 zu einem vielseitigen künstlerischen Projekt entwickelt hat. Die Veranstaltung umfasst Feierlichkeiten zum Tag der Emanzipation, akademische Vorträge, Musik- und Tanzveranstaltungen sowie Gedenkbesuche an Orten, die die Sklaverei im 15. Jahrhundert geprägt haben.

Putin versucht seinen Einfluss in Afrika auszuweiten. Es werden 17 Staats- und Regierungschefs erwartet (2019 noch 43). Die wichtigsten Themen sind: Ernährungssicherheit und die Zukunft der Wagner-Militärgruppe auf dem Kontinent. Russland braucht Afrika, braucht aber Afrika Russland?

Die italienische Glockengießerei Marinelli gießt seit Jahrhunderten Bronzeglocken, die an berühmten Orten, auch im Vatikan, hängen. Aber heute steht Afrika im Mittelpunkt des Handels mit Kirchenglocken. Bestellungen kommen aus Tansania, Nigeria und DR Kongo, ein Zeichen, dass der Glaube in Afrika floriert, während er in Westeuropa – einst das Kernland des Christentums – schwindet. So werden die Marinelli Glocken über die Ozeane verschifft. Geistliche in Nigeria glauben, dass eine Neuevangelisierung Europas von Afrika südlich der Sahara ausgehen wird.

„Zweiundzwanzig Länder sind formell an die BRICS-Länder herangetreten, um Vollmitglieder der Gruppe zu werden, und ebenso viele Länder haben informell angefragt, ob sie BRICS-Mitglieder werden können“, sagte Südafrikas Botschafter für Asien und die BRICS, Anil Sooklal. Er führte weiter aus: „Die BRICS sind nicht nur die treibende Kraft der globalen Stärke bei dem Versuch, die Bruchlinien in der Weltpolitik zu verändern, sondern sie verändern auch das Geschehen im globalen Wirtschaftsraum“. Das nächste Gipfeltreffen findet vom 22. bis 24. August in Johannesburg statt. 69 Länder sind dazu eingeladen, darunter auch afrikanische Länder. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat um die Teilnahme am Gipfel gebeten, aber es wurde noch keine Entscheidung getroffen. Siehe dazu BRICS-Staaten fordern den Westen heraus

Afrika mit seinen starken Kontrasten, reichen Bodenschätzen und wachsender Bevölkerung hat auch eine große Palette von Wohlstand. Die Liste der 10 reichsten Länder basiert auf dem Bruttoinlands- Produkt (BIP) von 2022, das die Summe der produzierten Waren und Dienstleistungen angibt. Da die Rangliste nicht auf pro Kopf BIP basiert, kann es trotz des wirtschaftlichen Reichtums in manchen dieser Länder wegen ungleicher Verteilung zu verbreiteter Armut kommen. Diese Länder zeichnen sich auch durch ein beeindruckendes wirtschaftliches Wachstum aus. Nigeria, das bevölkerungsreichste  Land Afrikas,  mit großer Erdöl – und Unterhaltungsindustrie, ist Spitzenreiter, gefolgt von: Ägypten, Südafrika, Algerien, Marokko, Angola, Äthiopien, Kenia, Tansania und Ghana.

Präsident Putin erklärt, Russland sei in der Lage, die Getreideexporte aus der Ukraine nach Afrika zu ersetzen. Im Jahr bis Juni 2022 war Russland mit 10,8 Millionen Tonnen einer der größten Weizenlieferanten Afrikas. Im gleichen Zeitraum exportierte die Ukraine 6,3 Millionen Tonnen auf den Kontinent. Russland erwartet in diesem Jahr eine Rekordernte. Das Getreide kann auf kommerzieller und kostenloser Basis geliefert werden. Das Land wird Ende dieser Woche Gastgeber des zweiten Russland-Afrika-Gipfels sein.

Sukkulenten sind Pflanzen, die Wasser in ihren Blättern und Stängeln speichern. Sie werden wegen ihrer Schönheit und Seltenheit geschätzt, aber sie werden auch in einem alarmierenden Ausmaß gewildert. Es gibt eine steigende Nachfrage und der illegale Markt weitet sich aus. Die gleichen kriminellen Organisationen, die illegale Abalone oder Nashornhorn schmuggeln, handeln auch mit Sukkulenten. Die Syndikate betreiben einen grenzüberschreitenden Handel, da diese Pflanzen auf Märkten wie den USA, der EU und China, immer beliebter werden. Diese Wilderei stellt eine ernsthafte Bedrohung für das Überleben vieler Sukkulenten Arten in ihren natürlichen Lebensräumen dar, stören die empfindlichen Ökosysteme und untergraben die Bemühungen um die Erhaltung der Arten. Einer dieser Hotspots ist die „Sukkulenten Karoo“, die sich über 116.000 Quadratkilometer in den südafrikanischen Provinzen West- und Nordkap erstreckt und sogar bis nach Namibia reicht.

Von den 21 neu ernannten Kardinälen kommen drei aus Afrika, dem Kontinent, auf dem die Kirche in den letzten Jahrzehnten sehr gewachsen ist. Es sind: Stephen Brislin, Erzbischof von Kapstadt (Südafrika), Protase Rugambwa, Ko-Adjutor Erzbischof von Tabora (Tansania) und Stephen Ameyu Martin Mulla, Erzbischof von Juba im Südsudan, das Papst Franziskus Anfang des Jahres besuchte. Die Ernennung von Kardinälen aus der ganzen Welt soll die Universalität der Kirche zum Ausdruck bringen. Kardinäle dienen dem Papst als Berater in Fragen von Lehre, Verwaltung und Finanzen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, in einem geheimen Konklave den  nächsten Papst zu wählen.

18 Mio. Dosen des ersten Malaria-Impfstoffs werden für 12 afrikanische Länder (Ghana, Kenia, Malawi, Benin, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Niger, Sierra Leone und Uganda) im Zeitraum 2023-2025 bereitgestellt. Die Zuteilungen erfolgten nach den Grundsätzen der Rahmenvereinbarung zur Verteilung begrenzter Vorräte des Malaria-Impfstoffs. Demnach werden die Dosen vorrangig an Gebiete verteilt, in denen die Bedarfe und das Risiko von Malariaerkrankungen und Todesfällen bei Kindern am höchsten sind. Bei dieser Zuteilungsrunde wird der Vorrat an Impfstoffdosen genutzt, der Gavi, der Vaccine Alliance, über UNICEF zur Verfügung steht. Die ersten Dosen des Impfstoffs werden voraussichtlich im letzten Quartal 2023 in den Ländern eintreffen, die dann Anfang 2024 mit der Einführung beginnen können.

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