Schlagwort: Afrika – Länder

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es in Afrika die höchsten Selbstmordraten. Afrika sei die Heimat von 6 der 10 Länder, in denen prozentual die meisten Menschen an Selbstmord sterben: rund 11 Menschen pro 100.000 pro Jahr. Der globale Durchschnitt ist 9 pro 100.000. Psychische Probleme machen bis zu 11% der Risikofaktoren aus. Dabei soll es auf dem Kontinent pro 500.000 Einwohner nur einen Psychiater geben – hundert mal weniger als die WHO – Empfehlung. Diese Wenigen arbeiten in städtischen Gebieten. Gerade vor dem Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober wurde eine Social-Media-Suizidpräventionskampagne auf dem Kontinent gestartet, um das Bewusstsein zu schärfen und zum Handeln anzuregen.

Nach Angaben der Afrikanischen Zentren für Seuchen- und Präventionkontrolle wird Uganda ein Ministertreffens über den Ausbruch des Ebola-Virus einberufen. Der Ausbruch hat in der ostafrikanischen Region Alarm ausgelöst. Sierra Leone, Guinea und Liberia, die 2014-16 unter dem verheerenden Ebola-Ausbruch in Westafrika litten, werden ebenfalls zu dem Treffen am 12. Oktober eingeladen. Der Ausbruch wird auf den Sudan-Stamm des Ebola-Virus zurückgeführt, für den es keinen bewährten Impfstoff gibt.

Afrikanische Start-ups haben in der ersten Hälfte dieses Jahres eine Rekordsumme von 3,5 Mrd. USD an Risikokapitalinvestitionen angezogen und sich damit gegen die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen gestemmt. Nach Angaben der African Private Equity and Venture Capital Association (AVCA), die sich für die Förderung privater Investitionen auf dem Kontinent einsetzt, bedeuten die von 300 verschiedenen Unternehmen aufgebrachten Mittel ein Wachstum von 133 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlungsverkehrsplattform MFS Africa, das kenianische Fintech- und Solarunternehmen M-Kopa und das E-Commerce-Unternehmen Wasoko sicherten sich im Berichtszeitraum Finanzierungen in Höhe von 75 bis 125 Millionen US-Dollar.

Dschibuti und Sudan wurden von den regionalen Qualifikationsturnieren für den Afrikanischen Nationen-Cup der unter 17-Jährigen ausgeschlossen, nachdem bei Scans der Handgelenke festgestellt wurde, dass einige ihrer Spieler die Altersgrenze überschritten hatten. Der Weltverband Fifa begann 2009 bei der U17-Weltmeisterschaft in Nigeria mit der Durchführung von MRT-Untersuchungen der Handgelenke der Spieler, um deren Alter zu ermitteln. 6 Länder werden nun am Cecafa-Turnier teilnehmen, das am Montag in Addis Abeba begann. Gastgeber Äthiopien, Tansania und Somalia spielen in der Gruppe A, während die Gruppe B aus Uganda, Burundi und Südsudan besteht.

Fast jede zweite Afrikanerin leidet Gewalt, wird aber von den Tätern mundtot gemacht. Die Frau hat provoziert oder sich aufgelehnt und ist deshalb schuldig. Geschlechtsspezifische Gewalt (englisch: gender based violence GBV) geschieht meist im Verborgenen. Rund 44% der afrikanischen Frauen haben sie erlebt. Weltweiter Durchschnitt ist laut UNO Angaben etwa 30%. Der Missbrauch umfasst körperliche, sexuelle und emotionale Gewalt sowie Genitalverstümmlung und Menschenhandel. Darüber sprechen dürfen die Betroffenen nicht; auch Scham hindert sie daran. Dazu kommt das „victim blaming“; sobald die Opfer sprechen, werden sie verantwortlich gemacht. Deshalb leiden sie still.

Jurastudenten aus ganz Afrika reisen nach Botswana, um am größten Wettbewerb für Scheinprozesse, „African Human Rights Moot Court Competition“ teilzunehmen. Die Wettstreiter vertreten die besten juristischen Fakultäten ihrer jeweiligen Länder und debattieren jedes Jahr ein neues Thema. In Gaborone liegt der Schwerpunkt auf den Rechten von Flüchtlingen. Die Argumente werden von praktizierenden Anwälten beurteilt.

250 ukrainischen Soldaten der UN-Friedensmission sind nach Hause zurückgekehrt, um den Kampf gegen die russischen Streitkräfte zu unterstützen. Der Abzug der ukrainischen Luftwaffeneinheit bedeutet eine Schwächung der UN- Friedensmission. Die 8 ukrainischen Hubschrauber machen etwa 1/3 der UN-Flotte aus und sind im Kampf gegen die verschiedenen Rebellengruppen in den dichten Wäldern im Osten der DR Kongo von entscheidender Bedeutung. Seit der russischen Invasion im Februar hatte die Ukraine ihre Truppen bereits aus der anderen UN-Friedensmission abgezogen, in der sie stationiert waren.

Der senegalesische Präsident Macky Sall, derzeitiger Vorsitzender der Afrikanischen Union, hat in seiner Rede vor der 77. UN-Generalversammlung in New York die Aufhebung der Sanktionen gegen Simbabwe gefordert, da sie die Leiden der Bevölkerung verschlimmern. Die USA und die Europäische Union halten die Sanktionen gegen Simbabwe aufrecht und begründen dies mit mangelnden Fortschritten bei den demokratischen und menschenrechtlichen Reformen sowie mit der Einschränkung der Pressefreiheit. Die Sanktionen richten sich sowohl gegen bestimmte Personen als auch gegen Unternehmen – darunter auch Präsident Emmerson Mnangagwa.

Fernsehsender unterbrachen ihre Programme, um den Tod der Königin bekannt zu geben. Elisabeth hat einige Schlüsselmomente auf dem afrikanischen Kontinent erlebt. In Kapstadt feierte sie ihren 21. Geburtstag und hielt die berühmte Rede, in der sie ganzes Leben „lang oder kurz“ in den Dienst der Krone und der Völkergemeinschaft stellen würde. Viel später verband sie eine warme Freundschaft mit Nelson Mandela. In Kenia wurde sie Königin als sie in der Treetop Lodge die Nachricht vom Tod ihres Vaters erhielt. 20 afrikanische Länder hat sie besucht. 14 Länder erhielten in ihrer Amtszeit die Unabhängigkeit. Das Leid, die Ausbeutung und Ungerechtigkeit der Kolonialzeit werden kaum erwähnt. Dafür aber gibt es Kondolenzbücher, Gottesdienste und Flaggen auf halbmast, um ihren 70jährigen Dienst, ihre bedingungslose Hingabe, Disziplin und Verbindlichkeit zu ehren.

Beamte aus Kamerun und Kongo-Brazzaville haben sich darauf geeinigt, ihre 100 Jahre alte Grenze zu demarkieren, um die Streitigkeiten zwischen den Grenzgemeinden über die Forstwirtschaft und die Tierwelt zu verringern. Die Vereinbarung folgt auf ähnliche Abkommen mit Gabun im Mai und der Zentralafrikanischen Republik im Juni. Naturschützer sind der Ansicht, dass besser definierte Grenzen dazu beitragen werden, die Wilderei, die das Kongobecken geplagt hat, zu bekämpfen.

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