Schlagwort: Afrika – Länder

2,7 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zum Internet, in Afrika sind es 60 % der Bevölkerung. In Addis Abeba, zum ersten Mal in Afrika, findet das jährliche UN-Forum zur Verwaltung des Internets statt. Ziel ist es, Lösungen für eine offene, freie, und sichere digitale Zukunft für alle zu finden. UN-Generalsekretär António Guterres sagt: „Mit den richtigen Maßnahmen kann die digitale Technologie der nachhaltigen Entwicklung einen noch nie dagewesenen Schub geben, insbesondere für die ärmsten Länder….Wir hören oft, dass die Zukunft digital sein wird. Aber die Zukunft des Digitalen muss auf den Menschen ausgerichtet sein.“ Guterres betonte, dass der von ihm vorgeschlagene Globale Digitale Pakt (GDP) auf den Menschenrechten basiert. Er geht davon aus, dass der GDP von den Regierungen auf dem Zukunftsgipfel 2024 vereinbart wird.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Namen der Viruskrankheit „Affenpocken“, mit der englischen Bezeichnung Mpox ersetzt. Der Erreger wurde erstmals 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen – daher der Name Affenpocken. Die eigentlichen Überträger sind Nagetiere in West- und Zentralafrika. Durch Kontakt mit infizierten Nagetieren, über Bisse, Sekrete, Urin und Kot kann der Virus der Gattung Orthopoxvirus auch Monkeypox virus (MPXV) auf Menschen übertragen werden. Im Frühjahr 2003 kam es zum ersten Nachweis von Affenpocken beim Menschen außerhalb Afrikas. Als Ursache wurde der Import von Nagetieren aus Ghana in die USA identifiziert. In Deutschland sind im Mai 2022 erstmals Fälle von Affenpocken identifiziert worden. Mit Stand 29.11.2022 sind 3.671 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI übermittelt worden.

Die Staats- und Regierungschefs der afrikanischen französischsprachigen Länder haben auf der Insel Djerba ein Gipfeltreffen abgehalten, um über die wachsende Instabilität in den frankophonen Ländern Afrikas zu diskutieren. Die Leiterin der Gruppe, Louise Mushikiwabo, sagte, es habe lange Debatten über die wichtigsten Konfliktzonen gegeben. Premierminister, Jean-Michel Sama Lukonde (Demokratischen Republik Kongo), weigerte sich, für ein Gruppenfoto neben Präsidenten Paul Kagame (Ruanda) zu stehen. Kinshasa hat ihn beschuldigt, die im Osten der DR Kongo kämpfenden M23-Rebellen zu unterstützen.

Äquatorialguinea plant, die Todesstrafe bis Ende 2022 aus seinem Strafgesetzbuch zu streichen und ist damit das 24. Land auf dem Kontinent, dass die Todesstrafe abschafft. Sierra Leone wird mit einem neuen Strafgesetzbuch ähnlich handeln. Die Zentralafrikanische Republik hat die Todesstrafe für alle Verbrechen im Juni 2022 abgeschafft. In Burkina Faso sind Hinrichtungen nur noch nach einer Verurteilung wegen Kriegsverbrechen möglich. Kenia, Malawi, Uganda und Simbabwe haben zwar die Todesstrafe nicht abgeschafft, aber in letzter Zeit keine Hinrichtungen durchgeführt. Die Zahl der registrierten Todesurteile auf dem gesamten Kontinent ist dennoch im Jahr 2021 um 22 % gestiegen. In 2021 wurden in Ägypten wurden 83 Menschen hingerichtet.

Nur wenige afrikanische Fans werden in Katar ihre Mannschaften (Marokko, Kamerun, Tunesien, Senegal, Ghana) anfeuern, dies hat vor allem finanzielle Gründe. Die Corona-Pandemie und die weltweite Inflation bremsen die Reiselust. In Ghana betrug die Inflation 37 %, die Währung Zedi verlor 40% ihres Wertes. Die Ticketpreise stiegen um 30% im Vergleich zur WM in Russland. Übernachtungs- Reise- und Visakosten verursachen weitere erhebliche Kosten.  

Präsident Emmanuel Macron hat das Ende der Barkhane-Mission zur Bekämpfung von Milizen in Afrika nach über einem Jahrzehnt angekündigt und erklärt, dass gemeinsam mit den afrikanischen Partnern eine neue Strategie ausgearbeitet werde. Die französischen Streitkräfte wurden von einigen, die sie als ineffektive Besatzungstruppen einer ehemaligen Kolonialmacht betrachten, zunehmend angefeindet. Macron zog sie in diesem Jahr aus Mali ab, da sich die Beziehungen zu den militärischen Machthabern des Landes verschlechterten. Er führte weiter aus, Frankreich plane auch, seine Partnerschaften und Operationen in Afrika zu erneuern, wo seine Streitkräfte seit zehn Jahren versuchen, lokalen Regierungen bei der Eindämmung islamistischer Aufstände in der Sahelzone zu helfen.

Mehrere afrikanische Länder haben zahlreiche Abkommen mit Handelsblöcken wie der Europäischen Union (EU) unterzeichnet. In  Kenia beschweren sich jedoch die Fischer von Lamu darüber, dass Trawler, die vermutlich aus China, Spanien und Südkorea stammen, nachts in flachen Gewässern illegal operieren. Die Financial Transparency Coalition berichtet, dass in Afrika 48,9 % der identifizierten industriellen und halbindustriellen Schiffe in illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei (IUU) verwickelt sind – 40 % davon allein in Westafrika, das sich zu einem globalen Epizentrum für diese Aktivitäten entwickelt hat.

Südafrika, Lesotho, Eswatini, Namibia, Simbabwe, Mosambik und Tansania sind die Länder der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC), die sich bei der Abstimmung der Vereinten Nationen (UN) zur Verurteilung der Annexion von Teilen der Ukraine durch Russland der Stimme enthalten haben. Insgesamt enthielten sich 35 Länder der Stimme, darunter 19 afrikanische Länder. Die anderen afrikanischen Länder waren die Zentralafrikanische Republik, Äthiopien, Eritrea, Algerien, Südsudan, Sudan, Kongo, Guinea, Mali, Uganda, Togo und Burundi. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die afrikanischen Länder versuchen, in einem Szenario einer gespaltenen Welt, das zu einer Welt im Krieg eskalieren könnte, eine eher blockfreie Haltung einzunehmen.

Die US Botschafterin bei der UNO sagte auf einer Sitzung des Sicherheitsrats, dass russische Söldner – die berüchtigte Wagner-Gruppe – die natürlichen Ressourcen der Zentralafrikanischen Republik (CAR), Mali und Sudan ausbeuten, um Russlands Krieg in der Ukraine sowie die kriegerischen Tätigkeiten in Afrika und im Nahen Osten zu finanzieren. Moskau hat den Vorwurf als „antirussische Wut“ zurückgewiesen und jede Verbindung zur Wagner-Gruppe bestritten. In Wirklichkeit ist die Gruppe seit 2016 in Libyen aktiv, wo sie General Haftar gegen die Regierung in Tripolis unterstützte. In 2017 wurde sie in die CAR zur Überwachung der Diamantenminen angeheuert und im Sudan soll sie die Goldminen schützen. Die Menschen in Afrika zahlen einen hohen Preis für die Ausbeutungspraktiken und Menschenrechtsverletzungen der Wagner-Gruppe

Nach Angaben der Afrikanischen Zentren für Seuchen- und Präventionkontrolle wird Uganda ein Ministertreffens über den Ausbruch des Ebola-Virus einberufen. Der Ausbruch hat in der ostafrikanischen Region Alarm ausgelöst. Sierra Leone, Guinea und Liberia, die 2014-16 unter dem verheerenden Ebola-Ausbruch in Westafrika litten, werden ebenfalls zu dem Treffen am 12. Oktober eingeladen. Der Ausbruch wird auf den Sudan-Stamm des Ebola-Virus zurückgeführt, für den es keinen bewährten Impfstoff gibt.

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