DR Kongo – Das Finanzministerium hat den Haushaltplan der Regierung für 2020 um 50% von 10.59 auf 5.45 MillionenDollar reduziert. Als Grund wird der Preiskollaps für Kobalt auf dem Weltmarkt angegeben. Kobalt wird für die Produktion von Batterien gebraucht und Kongo ist der weltweit größte Produzent. Auch der Internationale Währungsfonds IWF, der dem Kongo kürzlich einen Kredit von 368 Millionen gewährt hatte, kritisierte den Haushaltsplan als unrealistisch. Damit sind Pläne von Präsident Tschisekedi, die Gebühren für Grundschulen abzuschaffen, vorerst gescheitert.
Somalia – Abiy Ahmed Äthiopiens Ministerpräsident, bemüht sich um Frieden im Nachbarland Somalia: Auf seine Initiativ trafen sich Somalias Regierungschef Mohamed Abdullahi Farmajo und Somalilands Präsident Muse Bihi Abdi in Addis Abeba. Farmajo drückte sein bedauern aus und bat seine nördlichen Brüder um Entschuldigung. „Wir sind jetzt hier. Was wir brauchen, ist, wohin wir von hier aus gehen, es geht in Richtung Gerechtigkeit. Was benötigt wird, ist die Anerkennung, um Vergebung für die schlechten Dinge zu bitten, die geschehen sind, um das dunkle Kapitel in unserer Geschichte zu korrigieren, was bedeutet, Bedauern für das Leiden im Norden auszudrücken. Im Bürgerkrieg 1991 trennte Somaliland sich von Somalia. Es ist zwar international nicht anerkannt, hat aber eine unabhängige Regierung, Währung und ein Sicherheitssystem. Somalia versteht Somaliland als Teil seines Territoriums.
Sudan – Der Sudan erteilte Israel die Genehmigung seinen Luftraum zu überfliegen. Netanyahu bestätigte, dass das erste israelische Flugzeug am Samstag den Sudan in Richtung Südamerika überflog. Der neue Luftkorridor verkürzt die Strecke um 3 Stunden. Israel diskutiert eine rasche Normalisierung der Beziehungen zu seinem ehemaligen Feind.
Sudan – Der gestürzte Präsident Omar al-Bashir soll an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert werden. Gegen ihn liegt seit 2009 ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Armee und verbündete Milizen hatte 2003 in der Region Dafur etwa 300.000 Bewohner getötet und 2 Millionen vertrieben.
Kenia – Daniel Arap Moi, der Kenia 24 Jahre lang regierte, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Im Kalten Krieg war er ein enger Verbündeter des Westens. Internationaler Druck zwang ihn 1991 ein Mehrparteiensystem einzuführen. Vor allem die letzten Jahre seiner Amtzeit waren von Korruption, Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft geprägt.
Simbabwe – Simbabwe nimmt Land wieder in Besitz. Präsident Emmerson Mnangagwa hat erklärt, Mugabe und seine Familie besitzen mindestens 16 Farmen. Da dies ist nicht im Einklang mit der "Eine-Familie-eine-Farm-Politik" der Regierung ist, werden die Besitze zurückgenommen. Auch ehemaligen Ministern wurden kürzlich Räumungsbefehle ausgestellt. Es sind dies, die ehemalige First Lady Grace Mugabe, einstiger Minister Jonathan Moyo, Saviour Kasukuwere und Mugabes Neffe Patrick Zhuwao, alle leben im Exil.
Aegypten – Ägyptens Bevölkerung ist auf 100 Millionen angewachsen. Das Land ist die bevölkerungsreichste arabische Nation und das drittbevölkerungsreichstes Land Afrikas hinter Nigeria und Äthiopien. Die Regierung will die Geburtenrate bis Ende 2020 auf durchschnittlich 3,1 Kinder pro Frau und bis Ende 2030 auf durchschnittlich 2,4 Kinder senken.
Kenia – Kenia‘ s Überlandbusse sind ein beliebtes Verkehrsmittel. Man ist aber in Not, wenn in einem vollbesetzten Bus der Ruf der Natur ertönt. Sobald der Fahrer hält und die Türen sich öffnen rennen die Menschen in verschiedene Richtungen, denn die Behörden sahen beim Bau des Verkehrsnetzes keine öffentlichen Toiletten vor. Nun verklagte Mr. Njenga die Behörden mit der Begründung, sie hätten gegen die Verfassung verstoßen, weil sie es versäumt hätten, entlang der öffentlichen Straßen kostenlose Toiletteneinrichtungen bereitzustellen. Ein Richter gab ihm recht und wies die Behörden an, eine Politik für die Bereitstellung von Toiletten und anderen sanitären Einrichtungen entlang des kenianischen Straßennetzes zu schaffen und umzusetzen.
Südafrika-Angola – Bei ihrem Besuch in Südafrika hat die Bundeskanzlerin Unterstützung für den Ausbau von Berufsschulen und bei der Transformation der auf Kohleenergie basierenden Volkswirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung zugesagt. Südafrika ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Afrika. Zwei Drittel aller deutschen Investitionen in Afrika fließen in die Kaprepublik. Auch in Angola ist die neue Regierung von Präsident Joao Lourenço, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger konsequent gegen Korruption vorgeht, an einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland interessiert.
Kongo-Simbabwe – Viele Länder Afrikas sind hochverschuldet. Bei der Suche nach neuen Krediten entwickeln einige Regierungen eine große Phantasie. Die nicht gerade für seine gute Regierungsführung bekannte Republik Kongo hat einen „Versteckten Schulden“-Skandal. Die Regierung hat von den im Land tätigen großen Ölfirmen Vorauszahlungen angenommen, das Öl dann aber nicht herausgerückt, weil sie schon Anderen Zugriff auf seine wichtigste Ressource gewährt hatte. Die Regierung von Präsident Mnangagwa hat einen Verfassungszusatz ins Parlament eingebracht, welcher die Bestimmung, dass Kreditverträge das Land erst dann binden, wenn das Parlament sie gebilligt hat, außer Kraft setzen würde. So kann die Regierung sich ungehindert noch mehr verschulden.