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Soumana Boura ein führendes Mitglied des Islamischen Staates in der Westsahara, wurde nach Angaben der französischen Armee bei einem Drohnenangriff getötet. Er steht im Zusammenhang mit der Ermordung von 6 Mitglieder der Nichtregierungsorganisation ACTED, die im August 2020 als sie den Koure-Nationalpark besuchten, ein Wildtierreservat 65 km von Nigers Hauptstadt Niamey entfernt, getötet wurden. Frankreich hat Tausende von Soldaten in der Sahelzone stationiert, die von einem sich verschärfenden Konflikt geplagt wird. Die Unruhen begannen 2012, als ein Aufstand von Tuareg-Rebellen im Norden Malis schnell von Al-Qaida-nahen Kämpfern unterwandert wurde. Die Präsenz tausender ausländischer Truppen konnte die Gewalt nicht eindämmen, die sich auch auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger ausbreitet, wobei die Gruppen die Armut der marginalisierten Gemeinschaften ausnutzen und die Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen anheizen.

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Zentralnigeria wurden mindestens 45 Bauern getötet. Nach Angaben der örtlichen Polizei brach die Gewalt aus, als bewaffnete Fulani-Hirten Dorfbewohner der ethnischen Gruppe der Tiv angriffen, nachdem ein Verwandter getötet worden war, wofür sie die Tiv-Bauern verantwortlich machten. Der interne Konflikt hat in den letzten Jahren eine ethnische und religiöse Dimension angenommen. Die Fulani-Hirten sind Muslime, die Bauern sind überwiegend Christen.

Lesotho hat seine Sicherheitskräfte angewiesen, dafür zu sorgen, dass alle Bürger, die im benachbarten Südafrika arbeiten und über die Feiertage nach Hause zurückgekehrt sind, gegen das Coronavirus geimpft sind.  Alle die zur Arbeit gehen müssen einen Impfnachweis vorzeigen, ansonsten können sie ab dem 1. Januar keine Dienstleistungen mehr in Anspruch nehmen. In dem Bergkönigreich wurden bisher mehr als 25 500 Covid-19-Fälle bestätigt, und 665 der Erkrankten sind gestorben. Die Rate der positiven Tests stieg von 0,9 % in der Vorwoche auf 13 % am 19. Dezember, so Sekatle (Gesundheitsminister).

Das Biotechnologieunternehmen Afrigen Biologics and Vaccines in Kapstadt will die beiden derzeit zugelassenen mRNA-Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer so bearbeiten, dass der Impfstoff  keine Kühllagerung erfordert – Afrigen wird deshalb von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN Medicines Patent Pool (MPP) sowie der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) unterstützt. Der neue Impfstoff soll kostenlos lizenziert werden.

Die die in Kenia geborene Wissenschaftlerin Patricia Kingori ist die jüngste schwarze Professorin an der Universität Oxford, sogar eine der jüngsten Frauen, die in der 925-jährigen Geschichte der Universität jemals eine volle Professur erhalten haben. Professorin Kingori ist medizinisch spezialisierte Soziologin, die bereits die WHO,  „Save the Children“ und „Ärzte ohne Grenzen“ beraten hat. Sie bedankte sich bei den vielen Menschen, die ihr Inspiration und Unterstützung gaben. Zur Zeit sind unter den 23.000 Universitätsprofessoren Großbritanniens nur 155 Schwarze.

Das Oberste Gericht von Makhanda wird am Freitag über den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zur Unterbindung der Untersuchung von seismischen Untersuchungen von Shell vor der Wild Coast entscheiden. Ein früherer Versuch von internationalen und lokalen Umweltschützern, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, war Anfang des Monats gescheitert. Der amtierende Richter Avinash Govindjee vom Makhanda High Court entschied, dass die Behauptungen über die schädlichen Auswirkungen der Untersuchung auf die Umwelt und die Meeresfauna "bestenfalls spekulativ" seien und die Antragsteller keine begründete Befürchtung eines irreparablen Schadens nachgewiesen hätten. Die Antragsteller behaupten jedoch, dass die Untersuchung das Meeresleben zerstören wird.

Das sagte Mpho Phalatse nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin von Johannesburg. Sie ist die erste Frau in diesem Amt, eine Schwarze, alleinerziehende  Mutter von 3 Kindern und Ärztin. Ihre Vision ist eine sichere, friedliche Stadt, viele Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum und Sorge für Bedürftige. Sie will keine Müllberge an allen Ecken, keine Straßen mit Schlaglöchern, ausgehende Lichter und trockene Wasserhähne. Sie will kriminelle Gruppen eliminieren, die Korruption stoppen, den Fremdenhass beenden und Einwanderer als Bereicherung sehen. Ihre Stadt Johannesburg ist, besonders seit dem Auftreten der Omikron-Variante, das Epizentrum der Pandemie. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt rasant, und nur jeder vierte Südafrikaner ist voll geimpft. Die Ärztin umwirbt die Impfgegner in der Überzeugung, dass nur weitverbreitete Impfung Krankenhauseinweisungen und Lockdowns verhindern kann. Fünf Jahre werden nicht reichen, um alle Probleme zu lösen, aber viele Bürger sehen mit der Wahl von Mpho Phalatse einen politischen Aufbruch für ein besseres Leben in Südafrikas Millionenstadt.

Der Oberste Gerichtshof des Landes ordnete an, dass der ehemalige Staatschef Jacob Zuma ins Gefängnis zurückkehren muss, um seine 15-monatige Haftstrafe abzusitzen. Die Entscheidung, ihn auf medizinische Bewährung freizulassen, ist aufgehoben.  Die Anwälte des ehemaligen Präsidenten legen gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung ein.

5 Flüchtlinge haben versucht, ihre Abschiebung durch das botsuanische Ministerium für Verteidigung, Justiz und Sicherheit vor Gericht anzufechten. Sie waren 2008 mit der Begründung ins Land gekommen, sie seien vor der politischen Gewalt während der Jahre von Robert Mugabe geflohen. Sie hatten sich mit einer Petition an den UNHCR-Hauptsitz in Genf gewandt, nachdem im Januar 2020 der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), erklärte dass die Flüchtlinge nicht mehr gefährdet seien, und damit den Weg für Botsuana ebnete, etwa 300 simbabwischen politischen Flüchtlingen und einigen Deserteuren der Armee die Rückkehr in ihre Heimat zu gestatten, damit sie sich für eine freiwillige Rückführung registrieren lassen können. Botsuana erkennt nun keine politischen Flüchtlinge aus Simbabwe mehr an.

Am 9. Dezember 1961 wurde Tanganjika unabhängig, etwas später auch Sansibar; die beiden bilden nun den Staat Tansania. Die Staatspräsidentin Hassan sowie Politiker und Bürger würdigten den Frieden im Landesinnern und mit den Nachbarn, das weite Netz von Beziehungen und Partnerschaften, die erstaunliche Entwicklung zu einem Land „mit einem niedrigen mittleren Einkommen“ und die Verbesserung von Infrastruktur und sozialen Diensten. Die offizielle Staatsfeier fand im Uhuru National Stadion in Daressalam statt unter Teilnahme der Nachbarpräsidenten aus Kenia, Ruanda, Mosambik und den Komoren und vielen Ehrengästen. Über 300 Tansanier stellten die Pilgerfahrt auf den Kilimandscharo nach, denn vor 60 Jahren wurde die Uhuru-Fackel als Symbol der Befreiung auf den höchsten Berg des Landes gebracht.

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