Länder
Marsgestein für 4,3 Millionen Dollar ersteigert
Im November 2023 wurde in einer abgelegenen Region des Niger ein „unglaublich seltenes“ Stück vom Mars, das größte, das je auf der Erde gefunden wurde, entdeckt. Der Meteorit mit der Bezeichnung NWA 16788 wiegt 24,5 kg und ist fast 38,1 cm lang. Das Auktionshaus Sotheby's versteigerte das Marsgestein und bezeichnete den Meteoriten, ein rötlich-braunes Gestein, als „unfassbar selten“. Nur etwa 400 Marsmeteoriten wurden jemals auf der Erde gefunden. Durch zusätzliche Steuern und Gebühren erhöhte sich der Gesamtpreis des Steins auf etwa 5,3 Mio. $.
USA -Schwerverbrecher abgeschoben
Fünf inhaftierte Einwanderer aus Vietnam, Laos, Jamaika, Kuba und Jemen, die wegen Verbrechen von Kindesvergewaltigung bis hin zu Mord verurteilt sind, wurden nach Eswatini im deportiert. In einer Erklärung teilte die Regierung von Eswatini mit, dass die fünf Inhaftierten in einem örtlichen Gefängnis festgehalten werden und dass sie ihre Rückführung in ihre Herkunftsländer veranlasst. Eswatini, früher Swasiland genannt, ist ein Land mit etwa 1,2 Millionen Einwohnern. Es ist eine der letzten verbliebenen absoluten Monarchien der Welt und die letzte in Afrika. König Mswati III. regiert seit 1986 per Dekret. Politische Parteien sind de facto verboten, und pro-demokratische Gruppen behaupten seit Jahren, dass Mswati III. politische Meinungsverschiedenheiten unterdrückt, manchmal auch gewaltsam.
Al-Shabab-Kämpfer nehmen zentrale Stadt ein
Al-Shabab-Aufständische haben die Stadt Tardo in der zentralen somalischen Region Hiiran eingenommen. Tardo ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen größeren städtischen Zentren. Nach somalischen Angaben sind mindestens 12 500 Familien aus Tardo und der nahe gelegenen Stadt Muqokori geflohen. Die Gruppe ist dabei, in andere Gebiete der Region vorzudringen. Etwa 100 somalische Soldaten wurden eingesetzt, um den von lokalen Clan-Kämpfern geführten Gegenangriff zu verstärken.
Islamische Prediger gegen Hass in den sozialen Medien
Fast 250 Imame und islamische Prediger nahmen an einer nationalen Sensibilisierungsveranstaltung gegen Hassreden im Internet teil, nachdem die extremistische Gewalt in Burkina Faso zugenommen hatte. Bei dem von der Föderation der islamischen Verbände Burkina Fasos (FAIB) veranstalteten Workshop wurde den Teilnehmern ein Leitfaden für Prediger ausgehändigt, der die Verwendung islamischer Reden zur Störung der Stabilität, einschließlich beleidigender und gewalttätiger Rhetorik, verbietet. Die Missachtung des neuen Online-Verhaltenskodex kann disziplinarische oder sogar strafrechtliche Sanktionen nach sich ziehen, einschließlich eines Verbots der Predigttätigkeit von bis zu zwei Jahren.
Erfolgreiche Kampagne gegen Trachom
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat offiziell bekannt gegeben, dass Burundi das Trachom als öffentliches Gesundheitsproblem eliminiert hat. Das Trachom, das durch das Bakterium Chlamydia trachomatis verursacht wird, verbreitet sich durch persönlichen Kontakt, kontaminierte Oberflächen und Fliegen. Wiederholte Infektionen können zu Narbenbildung, nach innen gekehrten Augenlidern und schließlich zur Erblindung führen. Die Krankheit betrifft nach wie vor einige der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Welt, insbesondere dort, wo der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen eingeschränkt ist. In 2010 wurde eine Eliminierungskampagne gestartet unterstützt von Partnern wie der CBM Christoffel Blindenmission, dem END Fund, Geneva Global und der WHO. Pfizer hat über die Internationale Trachom-Initiative das Antibiotikum Azithromycin gespendet. Die Kampagne wurde in 12 Gesundheitsbezirken durchgeführt und erreichten etwa 2,5 Millionen Menschen. Diese Bemühungen orientierten sich an der von der WHO empfohlenen SAFE-Strategie - Chirurgie, Antibiotika, Sauberkeit im Gesicht und Verbesserung der Umwelt. Das Trachom stellt nach wie vor eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit in 32 Ländern dar, wobei schätzungsweise 103 Millionen Menschen noch immer eine Behandlung benötigen. In der afrikanischen Region der WHO ist die Belastung mit 90% der gefährdeten Bevölkerung weltweit am höchsten.
Visumfreies Reisen für viele afrikanische und karibische Länder
Kenia hat die Visumspflicht für alle afrikanischen und die meisten karibischen Staaten offiziell abgeschafft. Das bedeutet, dass Bürger aus diesen Gebieten keine elektronische Reisegenehmigung (ETA) mehr benötigen, keine umfangreichen Formulare ausfüllen müssen und nicht verpflichtet sind, Visagebühren zu zahlen. Darüber hinaus können Reisende, die diese Voraussetzungen erfüllen, ohne Probleme an der Grenze einreisen. Dieses Privileg gilt jedoch nicht für Libyen und Somalia, da die Regierung Sicherheitsbedenken anmeldet.
Überfall auf das Priesterseminar in Ivhianokpodi
Drei Seminaristen wurden bei dem bewaffneten Überfall in Ivhianokpodi, im Bundesstaat Edo, verschleppt. Der Wachmann wurde getötet. Das Priesterseminar wurde bereits am 27. Oktober 2024 von Bewaffneten angegriffen Der Rektor des Seminars, Pater Thomas Oyode, wurde verschleppt, nachdem er sich als Geisel im Austausch für die jungen Seminaristen angeboten hatte. Oyode kann nach elf Tagen wieder frei.
Biologische Schonzeit
Entlang der togolesischen Küste werden wieder Fischernetze eingesetzt. Seit dem 10. Juli 2025 ist die Kleinfischerei nach einer einmonatigen Schonzeit offiziell wieder aufgenommen worden. Die jährliche Pause dient dem Schutz der Meeresressourcen und der langfristigen Nachhaltigkeit des Fischereisektors. Die industrielle Fischerei bleibt jedoch bis zum 31. August im Einklang mit den geltenden Vorschriften des Landes ausgesetzt. Die biologische Schonzeit ist Teil des umfassenderen Engagements Togos zur Bekämpfung der Überfischung im Golf von Guinea und zur Förderung einer verantwortungsvollen Bestandsbewirtschaftung.
Grenze offen
Nach vier Jahren der Schließung hat Uganda seine Grenzübergänge zur Demokratischen Republik Kongo (DRK) in Bunagana und Mupaka wieder geöffnet. Die Grenze war im Juni 2022 aufgrund der Aktivitäten der M23-Rebellen in der DRK geschlossen worden. Ismail Ndayambaje, Bürgermeister von Bunagana, rief die Wirtschaft dazu auf, die Handelsaktivitäten entlang der Grenzlinie rasch wieder aufzunehmen.
Aufnahme venezolanischer Abgeschobener abgelehnt
Der nigerianische Außenminister Yusuf Tuggar hat erklärt, dass sein Land von der US-Regierung zunehmend unter Druck gesetzt wird, venezolanische Deportierte aufzunehmen. Der Minister sagte, dass die Weigerung Nigerias der Grund für die Verhängung von 10 % Zoll gegen das Land gewesen sein könnte. „Man muss auch bedenken, dass die USA beträchtlichen Druck auf afrikanische Länder ausüben, damit sie Venezolaner aufnehmen, die aus den USA abgeschoben werden sollen, einige davon direkt aus dem Gefängnis“, sagte Tuggar und betonte, dass sein Land „genug eigene Probleme“ habe. Donald Trump hat sich am 9.7.2025 mit fünf afrikanischen Staatsoberhäuptern getroffen. Der nigerianische Präsident Bola Tinubu war bei dem Treffen nicht dabei. Bei dem Treffen kündigte Trump einen Zoll von 10 % auf nigerianische Waren an, die in die USA exportiert werden - ein Schritt, den Analysten als Vergeltung für Nigerias Teilnahme am BRICS-Gipfel in Rio ansehen.