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Die Trump-Regierung hat heimlich neun Personen nach Kamerun abgeschoben, obwohl viele von ihnen vor US-Gerichten Schutz vor solchen Maßnahmen genießen und keiner von ihnen aus diesem afrikanischen Land stammt. Unter ihnen Personen aus Simbabwe und Ghana. Mehrere der Männer und Frauen, die am 14. Januar mit einem Flug aus Alexandria, Louisiana, nach Kamerun gebracht wurden, kannten ihr Ziel nicht, bis sie in einen Flug des Heimatschutzministeriums gesetzt und mit Handschellen und Ketten gefesselt wurden. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat keine Vereinbarung bekannt gegeben, in der Kamerun sich bereit erklärt hätte, Deportierte aus anderen Ländern aufzunehmen. Die Gruppe wird in einem staatlichen Komplex in Yaoundé festgehalten. Die örtlichen Behörden verweigern ihnen die Ausreise, sofern sie nicht einer Rückkehr in ihre ursprünglichen Heimatländer zustimmen.

Die Türkei hat ihr Tiefsee-Bohrschiff Cagri Bey nach Somalia entsandt, um im Curad-1-Bohrloch vor der somalischen Küste nach Öl und Gas suchen. Es ist die erste Offshore-Explorationsmission Ankaras außerhalb seiner Seegebiete. Die türkische Marine eskortiert die Cagri Bey und soll während den Bohrungen Schutz bieten. Im Jahr 2024 wurde ein Energieabkommen zwischen Ankara und Mogadischu abgeschlossen.

Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bekannt gegeben, dass zwei Nigerianer identifiziert wurden, die im laufenden Konflikt für Russland gekämpft haben und dabei ums Leben gekommen sind. In ihrer Mitteilung an die nigerianischen Behörden legten ukrainische Beamte Bilder der Personen in Tarnuniformen sowie Dokumente vor, die angeblich ihre Vertragsdetails enthalten. Der russische Botschafter in Nigeria, Andrey Podyolyshev, hat diese Behauptungen zurückgewiesen und erklärt, dass es keine von der Regierung unterstützten Programme zur Rekrutierung von Nigerianern für den Krieg gebe. Ein Bericht der Investigativgruppe All Eyes on Wagner vom Februar 2026 schätzt, dass mindestens 36 Nigerianer für den Krieg rekrutiert wurden, von denen bisher fünf als getötet bestätigt sind. Insgesamt sollen über 1.400 Afrikaner aus 35 Ländern in russischen Diensten stehen.

Bewaffnete Männer auf Motorrädern haben bei Überfällen in drei Dörfern (Tunga-Makeri, Konkoso und Pissa) im Nordwesten Nigerias Dutzende Menschen getötet. Die bewaffneten Männer erschossen Einheimische, zündeten Häuser an und entführten eine unbekannte Anzahl von Menschen im Bundesstaat Niger.

Die Grenze Kenias zu Somalia wird im April wieder geöffnet, fast 15 Jahre nachdem sie aufgrund von Angriffen der islamistischen Miliz al-Shabab geschlossen wurde. Die in Somalia ansässige Gruppe hat eine Reihe tödlicher Anschläge in Kenia verübt. Darunter 2013 einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum Nairobi, bei dem 67 Menschen ums Leben kamen, und einen auf eine Universität in Garissa zwei Jahre später, bei dem 148 Menschen starben. Die Absicht, zwei Grenzübergänge wieder zu öffnen, folgt auf jahrelange Sicherheitsbewertungen. Sicherheitskräfte werden in großer Zahl eingesetzt, um den Grenzübergang zu sichern.

Der Zyklon hat mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Zyklon „Gezani“, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h. über die Insel gefegt. Die zweitgrößte nordöstliche Hafenstadt Toamasina mit rund einer halben Million Einwohnern wurde verwüstet.  90 % aller Häuser sind beschädigt. Laut offiziellen Angaben sind geschätzt mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. 

Die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika hat eine kritische Phase erreicht. Die nationale Regierung hat offiziell mehrere Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt.  Teile von Johannesburg sind seit mehr als zwei Wochen ohne Wasserversorgung. Schulen und Unternehmen wurden geschlossen. Auch Soweto meldet kritisch niedrige bis leere Stauseen. Melville, westlich von Johannesburg gelegen, geht in die dritte Woche ohne Wasser. Der Ferienort Knysna mit mehr als 100.000 Einwohnern (türkisfarbenes Wasser, Sandstrände und angenehmes Wetter) hat den Katastrophenzustand ausgerufen, es könnte bald trocken sein. Kapstadt hat die Einwohner aufgefordert, ihren Verbrauch zu drosseln, da die Pegelstände der Stauseen weiter sinken. Beamte haben gewarnt, dass die Stadt ohne nachhaltige Einsparungen Bedingungen näherkommen könnte, die an den Day Zero erinnern.

Die nigerianischen Gesetzgeber haben eine Kehrtwende vollzogen und nach einer Welle öffentlicher Kritik die elektronische Live-Veröffentlichung der Wahlergebnisse genehmigt. Erst letzte Woche hatte der Senat einen Vorschlag abgelehnt, der die Wahllokale dazu verpflichtet hätte, die Ergebnisse in Echtzeit hochzuladen, was landesweit Empörung ausgelöst hatte. Nach einer Dringlichkeitssitzung gab der Senat nun bekannt, dass er einstimmig die elektronische Übermittlung der Ergebnisse genehmigt hat. Nigeria hat etwa 176.000 Wahllokale.  Experten argumentieren, dass die sofortige Veröffentlichung der Ergebnisse auf einer zentralen öffentlichen Plattform dazu beitragen könnte, das Vertrauen in ein System wiederherzustellen, das von umstrittenen Ergebnissen und endlosen Gerichtsverfahren geplagt ist. Das Vertrauen schwindet seit Jahren, nur 27 % haben 2023 gewählt, die niedrigste Wahlbeteiligung seit 1999. Nigeria steuert auf allgemeine Wahlen Anfang 2027 zu.

Das Kabinett von Simbabwe hat umfassende Verfassungsänderungen gebilligt, um die Amtszeit des 83-jährigen Präsidenten Emmerson Mnangagwa bis 2030 zu verlängern. Die gebilligten Änderungen umfassen die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und die Wahl des Präsidenten durch das Parlament anstelle der Bürger. Oppositionspolitiker und Analysten betonten, dass hierfür die Zustimmung von 2/3 beider Kammern des Parlaments, sowie ein nationales Referendum erforderlich seien. Versuche, gegen diesen Plan zu demonstrieren, wurden von der Polizei mit Härte bekämpft, wodurch zahlreiche Menschen inhaftiert wurden. Die verfassungsmäßige Begrenzung auf zwei fünfjährige Amtszeiten für den Präsidenten wurde 2013 eingeführt.

Kongolesische Anwälte und Menschenrechtsaktivisten klagen ein „Mineralien-für-Sicherheit”-Abkommen an, das im Dezember zwischen der Regierung von Präsident Félix Tshisekedi und den Vereinigten Staaten unterzeichnet wurde. Kritiker argumentieren, dass das Abkommen die erforderliche Zustimmung des Parlaments umgangen habe und gemäß der kongolesischen Verfassung sogar ein nationales Referendum erforderlich machen könnte. Das Abkommen gewährt den USA bevorzugten Zugang zu wichtigen Mineralien wie Kobalt und Coltan, die für die Herstellung von Batterien, Elektronik und Rüstungsgütern unverzichtbar sind. Während Washington behauptet, das Abkommen werde den Osten der DR Kongo stabilisieren und die Abhängigkeit der USA von ausländischen Lieferanten verringern, argumentieren Rechtsexperten, dass das Abkommen gegen verfassungsrechtliche Protokolle verstößt.

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