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Mehr als 35 000 Menschen, die im Bezirk Kiryandongo ohne Entschädigung von ihrem Land vertrieben wurden, sind in ihrer Existenz bedroht. Die Opfer, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen aus zehn Dörfern, wurden im Jahr 2020 von ihrem Land ausgewiesen, das etwa 9.300 Hektar groß ist und auf dem sie seit Generationen siedelten. Die Bewohner haben sich mit drei Unternehmen gestritten, die ebenfalls Anspruch auf das Land erheben und angeblich in betrügerischer Absicht Landtitel erworben haben. Bei den Unternehmen handelt es sich um Kiryandongo Sugar Limited, Agilis Partners Limited und Great Seasons SMC Limited. Sie haben auf dem Land verschiedene Investitionen getätigt, darunter Zuckerrohranbau, Sojabohnen, Sonnenblumen, Mais und Kaffee.

Präsident Uhuru Kenyatta teilte mit, dass der Mindestlohn des Landes sofort um 12 % angehoben wird. Der aktuelle Mindestlohn in Kenia beträgt 13 500 Kenia-Schilling pro Monat, ca.110€.; seit 3 Jahren ist er nicht mehr überprüft worden. Im vergangenen Monat war das Land von Kraftstoffknappheit betroffen. In einigen Teilen Nairobis kam der Verkehr zum Erliegen, da sich die Autofahrer in langen Schlangen vor den Tankstellen anstellten.  Wie in anderen Ländern der Region haben die Kenianer, bedingt durch den Krieg in der Ukraine, mit einem Preisanstieg bei Lebensmittel und Treibstoff zu kämpfen.

Frauenministerin Pauline Tallen erklärte, dass Nigeria die meisten Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bis 2030 nur dann erreichen kann, wenn es sich mit dem Problem der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) auseinandersetzt. Nigeria hat die meisten Fälle von Genitalverstümmelung in der Welt.  Frau Tallen sagte, dass die 2030-Ziele in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum nur erreicht werden können, wenn FGM in dem Land abgeschafft wird. Über 200 Millionen Mädchen und Frauen sind in 30 Ländern, darunter Nigeria, der Praxis der Genitalverstümmelung ausgesetzt.

Die Tatsache, dass die USA wegen des Ukraine Krieges russische Steine auf die Sanktionsliste stellen - Russland ist der größte Produzent - könnte für Botswana, den zweitgrößten Produzenten, eine große Chance sein. Vor 50 Jahren gehörte Botswana noch zu den 25 ärmsten Ländern der Welt, jetzt zur oberen Mittelschicht. In 2021 verkaufte die Debswana Mine Diamanten im Wert von 3,5 Milliarden US  Dollar. Während Bodenschätze in anderen Ländern Afrikas eher ein Fluch waren, hat Botswana klug gehandelt. Die Regierung hat von Anfang an das Einkommen von den Diamanten für Schulen, Straßen sowie medizinische und andere Entwicklungen verwendet. Anders als Blutdiamanten, gelten Botswanas Steine als ethisch einwandfrei und sollten dem Land noch mehr Wohlstand bringen.

Aus ethischen Gründen will Italien seit Kriegsanfang sich vom russischen Gas lösen. Neben den von Regierungschef Mario Draghi ausgehandelten Verträgen mit Algerien und Katar war jetzt ein italienisches Team zu Besuch in der Republik Kongo und in Angola. Von der Republik Kongo sollen von 2023 an jährlich  4. 5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas (LNG) nach Italien kommen. Ähnliche Verträge gibt es mit Angola. Bisher hat Russland 45% des in Italien verbrauchten Erdgases geliefert. Jetzt sichert und diversifiziert Italien seine Energiequellen.

Arbeitslosigkeit und Armut im ölproduzierenden Nigerdelta haben die illegale Rohölverarbeitung zu einem attraktiven Geschäft gemacht - mit tödlichen Folgen. Das Rohöl wird aus einem Netz von Pipelines abgezapft, die großen Ölgesellschaften gehören, und in behelfsmäßigen Tanks zu Produkten raffiniert. Bei einer Explosion in einem illegalen Ölraffinerie-Depot im nigerianischen Bundesstaat Rivers sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Der Brandausbruch ereignete sich in einer illegalen Bunkeranlage und betraf mehr als 100 Menschen, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden.

Die Nobelhotels von Kapstadt rangieren ihre Bettlaken aus, lang bevor sie abgenutzt sind. Dank Danolene Johanneson und ihrem Team finden Sie in der Nähwerkstatt ein neues Leben als frische, weiße Schulhemden für die ärmsten Kinder der Stadt. Schuluniformen sind in Südafrikas öffentlichen Schulen obligatorisch, u. a.  weil sie helfen, die große soziale Kluft zu überbrücken. Jedes Jahr machen die fleißigen Helfer aus 1.800 Laken 10.000 Hemden. Seit Beginn des Unternehmens „Restore SA“ in 2015 haben sie fast hunderttausend Kinder mit alter Wäsche eingekleidet. So können Sie die Kinder in der Schule halten, ihr Selbstwertgefühl stärken und Ihnen weitere Bildungschancen ermöglichen.

Weil wegen der extremen anhaltenden Dürre neben den Nutztieren der Hirten auch Wildtiere in den Nationalparks zu Hunderten umkamen, hat der „Kenya Wildlife Service“ (KWS) Heu bereitgestellt, Bohrlöcher gebohrt und Wasserpfannen gefüllt, um einige Tiere zu retten. Tierärzte sind in den Parks unterwegs, um kranke und schwache Tiere zu identifizieren und zu behandeln. Auch führen Sie Obduktionen an Kadavern durch. In den letzten Tagen gab es erhebliche Regenfälle, eine Erleichterung für Pflanzenfresser, die über Monate in der trockensten Jahreszeit seit 40 Jahren von Wasser und Laubmangel betroffen waren.

Als kürzlich Dutzende junge Männer sich vor der russischen Botschaft in Addis Abeba versammelten und sagten, sie wollten bei den Kriegsanstrengungen in der Ukraine helfen, kamen Gerüchte über Rekrutierung auf, die Russland heftig dementierte. Auch würde die Botschaft keine Bewerbungen entgegennehmen. Sie dankte jedoch der äthiopischen Regierung für ihre Unterstützung bei der UNO Abstimmung über den Ukraine Krieg.  Äthiopien hatte die Sitzung verpasst.

In den frühen Morgenstunden zum Gründonnerstag ist im östlichen Simbabwe ein Bus mit über hundert Menschen von der Straße abgekommen und  einen Abhang heruntergestürzt. 35 Menschen sind tot; 71 verletzt, 13 davon schwer. Die Mitglieder der Zionistischen Kirchengemeinde wollten in Chipinge einen Ostergottesdienst feiern. Der 60-Sitzer  war klar überladen. Auch hatte die Polizei vor Nachtfahrten gewarnt.

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