Länder
160.000-Tonnen-Schwimmkraftstoff-Terminal geplant
Ab August 2025 wird in Lomé ein schwimmendes Terminal mit einer Kapazität von 160.000 Tonnen stehen, das von der United Petro Group (UPG) betrieben wird. Das Unternehmen ist in über 16 Ländern in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika tätig. Diese neue Erdölinfrastruktur wird 60.000 Tonnen Benzin und 100.000 Tonnen Diesel umfassen, die auf einem vor der Küste verankerten Schiff gelagert werden. Sie soll die ununterbrochene Versorgung der wichtigsten Märkte im westlichen und südlichen Afrika, darunter Ghana, Südafrika und Mosambik, sicherstellen. Das Projekt ist umstritten, da es die Rentabilität jeder Raffinerie in Subsahara-Afrika untergrabe. Togo betont jedoch die Effizienz des Seehandels.
Todesfälle durch Lassa- Fieber steigen
Das nigerianische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (NCDC) hat im Jahr 2025 bisher 811 Fälle und 152 Todesfälle von Lassa-Fieber in drei Bundesstaaten bestätigt. Menschen infizieren sich mit dem Lassa-Virus in der Regel durch den Kontakt mit Lebensmitteln oder Haushaltsgegenständen, die mit Urin oder Kot infizierter Mastomys-Ratten kontaminiert sind. Die Krankheit ist in Teilen Westafrikas (Benin, Ghana, Guinea, Liberia, Mali, Sierra Leone, Togo und Nigeria) endemisch.
Strenge Regeln für Fans in den Fußballstadien
Fans, die die Afrikanische Nationenmeisterschaft (CHAN) verfolgen wollen, dürfen die Stadien nicht mit Vuvuzelas, Trillerpfeifen, Lautsprechern oder Megafonen betreten. Dies sind einige der verbotenen Gegenstände, die das lokale Organisationskomitee (LOC) im Vorfeld der kontinentalen Meisterschaften, die vom 3. bis 30. August in Kenia stattfinden, aufgelistet hat. Das Turnier wird auch in Uganda und Tansania ausgetragen. In jüngster Zeit haben Kenianer Veranstaltungen als Plattform genutzt, um ihre Unzufriedenheit mit der Regierung auszudrücken, indem sie regierungsfeindliche Slogans skandierten. Kabinettssekretär für Inneres, Kipchumba Murkomen, rief die Kenianer auf, sich zu benehmen und ihre schmutzige Wäsche nicht in der Öffentlichkeit zu waschen, da das Land Besucher aus nah und fern empfängt.
Nigerias Frauen Afrikameister
Nigerias, Super Falcons, besiegten Gastgeber Marokko mit 3:2 und holten sich in Rabat den 10. TotalEnergies CAF Women's Africa Cup of Nations (WAFCON).
Parallelregierung ausgerufen
Eine Koalition unter Führung der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) hat im Sudan eine Parallelregierung ausgerufen. Sie kontrollieren weite Teile des westlichen Sudan, auch die Region Darfur. Der RSF-Führer General Mohamed Hamdan Dagalo, genannt Hemeti, ist Chef der neuen Parallelregierung. Abdel Aziz al-Hilu, Chef der SPLM-N - einer der größten Rebellengruppen des Landes - sein Stellvertreter. Das Land könnte vor einer Spaltung stehen.
Attacke von Islamisten in Ituri
In der ostkongolesischen Provinz Ituri attackieren die ugandischen Rebellen der islamistischen Allied Democratic Forces (ADF) Geschäfte und metzelten etwa 20 Menschen in der katholischen Kirche nieder. Weitere Leichen seien in niedergebrannten Häusern und Geschäften unweit der Kirche gefunden worden.
Proteste gegen Zementierung der Macht
Eine neue Verfassung, die es Togos langjährigem Staatschef Faure Gnassingbé ermöglicht, in eine neue Rolle als allmächtiger Premierminister zu wechseln - und sich dem Zwang der präsidialen Amtszeitbeschränkung zu entziehen - hat auf den Straßen der Hauptstadt Lomé für Aufruhr gesorgt. In den letzten Wochen sind mindestens fünf Demonstranten bei Auseinandersetzungen mit offiziellen Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Kritiker sehen in der neuen Verfassung lediglich ein Mittel, um die Herrschaft der Gnassingbé-Dynastie aufrechtzuerhalten - ein Regime, das von regionalen westafrikanischen Medien als „republikanische Monarchie“ und „legalistischer Autoritarismus“ bezeichnet wird.
Veränderungen in der Medienlandschaft
Das südafrikanische Wettbewerbsgericht hat das Übernahmeangebot des französischen Unternehmens Canal+ (CAN.L) für den Fernsehsender MultiChoice (MCGJ.J) in Höhe 2 Mrd. USD genehmigt. Die Übernahme stellt einen Wendepunkt in der afrikanischen Medienlandschaft dar und könnte das Rundfunksystem des Kontinents umgestalten. Sie signalisiert eine strategische Konsolidierung, die darauf abzielt, globalen Streaming-Giganten wie Netflix entgegenzutreten. Für Canal+ ist die Übernahme im Rahmen seiner Expansion in Afrika, insbesondere in den englischsprachigen Regionen, von großer Bedeutung, während MultiChoice dadurch das dringend benötigte Kapital erhält, um seine lokalen Inhalte und Innovationen zu verbessern.
Portugal unterstützt Marokkos Autonomieplan für die Westsahara
Portugal hat sich wie andere westliche Länder positiv zum marokkanischen Autonomievorschlag für die umstrittene Region Westsahara geäußert. Der Plan sieht die Einrichtung einer lokalen Legislativ-, Exekutiv- und Justizbehörde für die Westsahara vor, die von den Einwohnern gewählt wird, während Rabat die Kontrolle über Verteidigung, Außenpolitik und Religion behält. In dem Streit, der auf das Jahr 1975 zurückgeht, stehen sich Marokko, das die Souveränität über die Westsahara beansprucht, und die von Algerien unterstützte Polisario-Front gegenüber, die dort einen unabhängigen Staat anstrebt.
Massenkundgebung für Palästina
Marokkaner veranstalteten in Rabat eine große Kundgebung zur Unterstützung des Gazastreifens und verurteilten die Verbrechen des zionistischen Regimes in der Enklave. Die Demonstranten verurteilten auch die Politik des Aushungerns der Bewohner des Gazastreifens und die israelischen Angriffe.