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Das Innenministerium und das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) haben gemeinsam 49 Flüchtlinge aus der DR Kongo bei der Rückkehr in ihr Heimatland unterstützt. Die Flüchtlinge kehren in die Hauptstadt Kinshasa und die Stadt Lubumbashi im Südosten des Landes zurück, Gebiete, die als sicher für Flüchtlinge gelten. Das UNHCR geht davon aus, dass im Jahr 2022 bis zu 400 Flüchtlinge aus Südafrika repatriiert werden, gegenüber 275 im Jahr 2021.

Der Tycoon Carlos de Sao Vicente stand zwei früheren Präsidenten nahe. Er war Schwiegersohn des ersten angolanischen Präsidenten Agostinho Neto, und in der Amtszeit von Jose Eduardo dos Santos erhielt er das Monopol, die lukrative staatlich kontrollierte Ölindustrie des Landes zu versichern. Ihm wird  Unterschlagung, Steuerbetrug und Geldwäsche vorgeworfen, Anschuldigungen, die er bestreitet. Gegen die Haftstrafe von 9 Jahren will sein Verteidiger Berufung einlegen. Die radikale Anti-Korruptionskampagne des jetzigen Präsidenten Joao Lorenco ist sehr erfolgreich, wurde aber wiederholt als politische Waffe kritisiert.

Weil es auf der Straße zwischen der Hauptstadt Abuja und der nördlich gelegenen Stadt Kaduna so viele Entführungen gibt, fahren viele Pendler lieber mit dem Zug. Jetzt haben bewaffnete Entführer einen Zug mit fast 1000 Passagieren durch Sprengsätze auf den Gleisen zum Anhalten gebracht, eine unbekannte Anzahl von Reisenden entführt, sieben getötet und viele andere verletzt. Rettungskräfte konnten die Verletzten bergen. Es ist der zweite Angriff auf einen Zug in 6 Monaten. Entführungen für Lösegeld sind im Norden Nigerias alltäglich geworden, und die Banditen werden immer dreister. Am Wochenende griffen sie sogar den internationalen Flughafen von Kaduna an.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat damit gedroht, Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus Simbabwe auszuweisen. Der Präsident sagte, dass NRO die sich der Politik seiner Regierung widersetzen, aus dem Land gejagt werden. Mnangagwas Äußerungen kommen im Gefolge der Gesetzesänderung über Private Freiwillige Organisationen (PVO). Die Gesetzesänderung soll nach Angaben der Regierung die Geldwäsche eindämmen. Es enthält jedoch Bestimmungen, die darauf abzielen, die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen zu kriminalisieren, indem sie harte Strafen vorschlagen, darunter Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr für vermeintliche Verstöße. Das Verbot von NROs wird sich auf die bevorstehenden Wahlen auswirken, da es die Fähigkeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen untergräbt, die Wahlen zu beobachten, darüber zu berichten und sie zu überwachen.

Der 44-jährige Italiener Christian Carlassare wurde kurz nach seiner Ernennung zum Bischof von Rumbek von Einbrechern viermal ins Bein geschossen. Sechs  Personen, darunter auch ein Mitglied des Klerus, stehen noch vor Gericht. Carlassare selbst hat sich nach mehreren Operationen bereit erklärt, in den Südsudan zurückzukehren. Nun fand die Bischofsweihe statt. Kardinal Gabriel Zubeir Wako, emeritierter Erzbischof von Khartum, leitete die Feierlichkeiten. Der Italiener ist der erste Europäer, der von einem afrikanischen Kardinal im Südsudan zum Bischof geweiht wurde.

Ugandische Aktivisten haben Papst Franziskus getroffen; sie baten ihn um Hilfe, um zu verhindern, dass die East African Crude Pipline (EACOP) gebaut wird. Eine beheizte Rohölpipeline, die von Hoima in Uganda zum Hafen von Tanga in Tansania verlaufen soll. Das geplante Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 1.443 Kilometern und verläuft in der Nähe von Afrikas größtem Süßwasserreservat - dem Viktoriasee. Das Projekt stellt eine enorme Bedrohung für die Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt in der Region dar. Mehr als 100.000 Menschen sollen von ihrem Land vertrieben werden und sind von Enteignung bedroht. Im Februar unterzeichneten der französische TotalEnergies und China National Offshore den Vertrag; er zielt auf die Erschließung von Erdölreserven unter dem Albertsee an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ab. Sollte dieses Projekt verwirklicht werden, wäre es die längste beheizte Rohölpipeline der Welt.

Das Ministerium für territoriale Verwaltung und Dezentralisierung hat eine nationale Konferenz über die politische Zukunft Guineas initiiert, mit dem Ziel, einen "neuen institutionellen Rahmen" zu schaffen. Dies geschah, nachdem das Militär im September 2021 die Macht von dem bisherigen Präsidenten Alpha Condé übernommen hatte. Seitdem wurde von der regionalen Organisation ECOWAS Druck ausgeübt, das Land wieder unter zivile Herrschaft zu stellen. Oberst Mamady Doumbouya erklärte sich im Oktober desselben Jahres zum Interimspräsidenten. Mehrere Verbände und Organisationen haben Bedingungen für ihre Teilnahme an diesen Treffen festgelegt. Die Vereinigung der Opfer von Camp Boiro, zum Beispiel, ist der Meinung, dass der Bericht 2016 aktualisiert werden muss, um die gesamte Gewalt im Land von 1958 bis heute zu berücksichtigen.

Eine geschnitzte Maske aus Zentralafrika, die aus dem 19. Jahrhundert stammt, wurde in Frankreich für 4,2 Millionen Euro verkauft, obwohl gabunische Demonstranten im Auktionshaus die "Rückgabe" des Objekts forderten und es als "kolonialen unrechtmäßigen Gewinn" bezeichneten. Die seltene hölzerne "Ngil"-Maske, die bei Zeremonien des Fang-Volkes in Gabun verwendet wird, übertraf bei der Auktion in der südfranzösischen Stadt Montpellier den Schätzwert von 300 000 bis 400 000 Euro.

Central African Renewable Energy Corp. aus Sambia wandelt derzeit pro Tag 1,5 Tonnen Altreifen und weggeworfenes Plastik zu 600-700 Litern Diesel und Benzin um. Geschäftsführer Mulenga hofft, „dass wir in der Lage sein werden, 20-30 % des derzeit im Land verbrauchten Kraftstoffs zu produzieren". Wie "grün" solche Projekte sind, ist umstritten. Es wird viel Energie benötigt, um den Abfall in Brennstoff umzuwandeln, und die Produkte geben bei der Verbrennung immer noch CO2 an die Luft ab. Auf der anderen Seite, „Wir säubern die Umwelt, indem wir all diese Abfälle entsorgen und in Energie umwandeln", so Mulenga.

Macky Sall, Senegals Staatschef und derzeitiger Vorsitzende der AU, hat Putin in einem Gespräch aufgefordert, einen nachhaltigen Waffenstillstand in der Ukraine zu schaffen. Das Völkerrecht, die territoriale Integrität und die nationale Souveränität der Ukraine müsse unbedingt respektiert werden. Die internationale Gemeinschaft war überrascht, dass der Senegal, der starke Beziehungen zum Westen unterhält, sich in einer Abstimmung der UNO-Generalversammlung am 2. März seiner Stimme enthielt, als Russlands Krieg angeprangert wurde. Dakar zeigte auch Unmut über Kiew wegen Rekrutierungen aus dem Senegal. 36 Senegalesen waren schon angeworben, um im Krieg gegen Russland zu helfen.

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