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Mehr als 6.000 Menschen sind nach der senegalesischen Militäroperation aus ihren Häusern in Gambia und Senegal geflohen. Ca. 700 Menschen flüchteten nach Gambia dem Land mit etwa 2 Millionen Einwohnern, das fast vollständig von Senegal umschlossen ist. Vor einigen Wochen startete das senegalesische Militär eine Operation gegen Rebellen in der Casamance-Region, die an Gambia grenzt.

Am Sonntag startete Malawi die erste Runde einer Massenimpfkampagne gegen Polio für Kinder unter fünf Jahren, nachdem im vergangenen Monat der erste Fall des Polio-Wildvirus (Typ 1) seit 30 Jahren aufgetreten war. Mosambik, Tansania und Sambia, die drei Nachbarländer Malawis, werden ebenfalls am Donnerstag mit der ersten Runde der Impfkampagnen beginnen. In der ersten Phase der Kampagne werden 9,4 Millionen Kinder in den vier Ländern geimpft. Drei weitere Runden sind für April, Juni und Juli angesetzt, mit einem Ziel von mehr als 23 Millionen Kindern.

In einem Naturschutzabkommen zwischen Südafrika und dem Mangrovenwiederaufforstungs-Spezialisten „Blue Forest“ sollen etwa hundert Millionen Bäume in Mosambiks schwindenden Mangroven, besonders im Sofala-Delta, gepflanzt werden. Naturereignisse und die wachsende Bevölkerung sind für die Abholzung verantwortlich. Jetzt soll massiv gepflanzt werden, um die Auswirkung von Klimawandel, Zyklonen und Überschwemmungen zu mildern. Neben dem Küstenschutz kann das Projekt etwa 200.000 Tonnen Co2 pro Jahr ausgleichen, so viel wie das gleiche Areal von Amazona-Regenwald. Der Gründer von „Blue Forest“ erklärte auch, dass der Erlös aus dem Verkauf von Kohlenstoffprojekten die Kosten des Projekts decken könnte.

Als ein Privatmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Namibia 22 Elefanten,  die zuvor in freier Wildbahn lebten, für einen Safaripark nahe Dubai ersteigert hatte, protestierten Tierschützer heftig. Elefanten-Export verstoße gegen das Artenschutzabkommen CITES, da wildlebende Tiere nicht außerhalb ihres natürlichen Lebensraums gebracht werden dürfen. Die Regierung kann sich nicht aus der Verantwortung ziehen, da ihre Zustimmung für den Export notwendig war. Die diese Woche in Lyon tagende 74. Sitzung des Ständigen CITES-Ausschusses soll die Rechtmäßigkeit überprüfen. Bei einer Bevölkerung von knapp 2,5 Millionen finden Namibier, dass 23.000 Elefanten zu viel für ihr Land sind, da die Konflikte zwischen Mensch und Dickhäutern wegen den dramatischen Trockenheiten der vergangenen Jahre immer häufiger vorkommen.

Diese Auszeichnung erhielt der prominente Satiriker und Schriftsteller Kakwenza Rukirabashaya  von dem internationalen Autorenverband PEN. Zu Hause jedoch wurde er für seinen journalistischen Mut festgenommen und gefoltert. Nun musste er sogar aus seinem Heimatland fliehen, weil er Präsident Museveni als „Dieb“ und seinen Sohn Muhoozi als „Dickschädel“ bezeichnet hatte. Letzterer gilt als Nachfolger von Museveni, der das Land seit 36 Jahren mit harter Hand regiert.

Nach fast einem Jahr „Home Office“ hat die simbabwische Regierung wegen des Abflauens der Pandemie Regierungsangestellte aufgefordert, sofort an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch nur wer geimpft ist darf arbeiten und wird bezahlt. Mehr als 500.000 Angestellte wurden im September 2021 angewiesen, sich impfen zu lassen. Jetzt müssen Ungeimpfte mit Disziplinarverfahren rechnen.

Malis regierende Junta, seit August 2020 an der Macht, hat die französischen Sender RFI und France 24 aus dem Verkehr gezogen, weil sie ihrer Meinung nach die Armee fälschlicherweise beschuldigt hatten, Missstände zu begehen. Malische Nachrichten-Websites, Zeitungen und den nationalen Radio- und Fernsehsendern wurde die Ausstrahlung und/oder Veröffentlichung von Programmen und Nachrichtenartikeln von RFI und France 24 untersagt. RFI (Radio France Internationale) und France 24 berichten ausführlich über Afrika und haben eine große Anhängerschaft in der ehemaligen französischen Kolonie. Es ist das erste Mal, dass Mali große ausländische Nachrichtenmedien vom Netz nimmt.

Präsident Cyril Ramaphosa hat Prinz Misuzulu Sinqobile Zulu als offiziellen König der Zulu anerkannt. Traditionelle Führer werden in Südafrika nach jahrhundertealten Bräuchen gewählt, aber die zum König gewählte Person muss vom Präsidenten anerkannt werden, damit sie als gültig gilt.

Mehr als tausend Gemeindemitglieder im Norden Tansanias haben sich versammelt, um gegen den Plan der Regierung zu protestieren, die Bewohner von Loliondo von ihrem angestammten Land zu vertreiben. Nach Angaben der International Land Coalition-Africa sind mehr als 73.000 indigene Völker aus Loliondo und etwa 90.000 im Ngorongoro-Schutzgebiet von der Vertreibung bedroht, um Platz für Elitetourismus und Trophäenjagd zu schaffen

Berichten zufolge verbietet Israel äthiopischen Pilgern, die während des diesjährigen Osterfestes in das Land pilgern wollen, die Einreise, weil sie befürchten, nicht nach Hause zurückzukehren.

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