Länder
Rückkehr des Schiffsverkehrs im Suezkanal
Der Suezkanal wird wieder befahren. Seit Anfang Februar wurden 47 Schiffe vom Kap der Guten Hoffnung zum Kanal umgeleitet. Seit November 2023 greifen die vom Iran unterstützten Houthi-Milizen Schiffe im Roten Meer an und zwingen sie, längere und teurere Routen rund um Afrika zu nehmen. Präsident Abdel Fattah al-Sisi schätzt, dass die Störungen Ägypten im Jahr 2024 bis zu 7 Milliarden Dollar an entgangenen Einnahmen aus dem Suezkanal gekostet haben können.
Kirchenführer drängen auf Friedensgespräche
„Wir, die beiden Kirchen, die katholische und die protestantische, versuchen, die ganze Welt an einen Tisch zu bringen“, sagte Monsignore Donatien Nshole, Generalsekretär der katholischen Bischofskonferenz (CENCO), in einem Interview in Nairobi, wo er mit Präsident William Ruto zusammentraf, um zu erörtern, wie regionale Vermittlungsbemühungen mit nationalen kombiniert werden können. Die von der Kirche geleitete Diplomatie ist der jüngste Vorstoß für eine Lösung, nach dem Aufflammen des seit langem schwelenden Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Präsident Tshisekedi müsste seine Weigerung aufgeben, sich mit den Rebellen zusammenzusetzen, die er als Terroristen bezeichnet. Da die M23 nach der Eroberung der beiden größten Städte im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter auf dem Vormarsch ist, geben sich die an den Bemühungen Beteiligten hoffnungsvoll.
Ab und zu ohne Strom
Der Minister für Elektrizität und Energie, Dr. Kgosientsho Ramokgopa, hat den Südafrikanern versichert, dass das Land die derzeitige Krise des Stromabschaltens "load shedding" bis Ende der Woche überwinden wird. Eskom erklärte, dass in den Kraftwerken Camden, Majuba und Medupi mehrere Blöcke ausgefallen waren.
Hitzewelle schließt Schulen
Im Südsudan bleiben alle Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Grund dafür ist die anhaltende extreme Hitzewelle es werden Temperaturen bis zu 42° erwartet. Öffentliche Einrichtungen werden in den nächsten zwei Wochen halbtags arbeiten. Dies ist das zweite Mal, dass das Land solche Maßnahmen ergreift. Im März letzten Jahres wurden die Schulen für einen ähnlichen Zeitraum geschlossen, als die Temperaturen über 40° stiegen. Der Südsudan ist eines der jüngsten Länder der Welt und durch die Auswirkungen der Klimakrise besonders gefährdet.
Parallelregierung
Nach knapp zwei Jahren Bürgerkrieg im Sudan haben die RSF-Miliz und mit ihr verbündete und bewaffneten Gruppen in Nairobi eine Charta zur Bildung einer Parallelregierung „Regierung des Friedens und der Einheit“ unterzeichnet. Die RSF kontrolliert weite Teile von Darfur und Kordofan, stößt aber auf den erbitterten Widerstand der sudanesischen Armee. In der neuen Charta wird ein säkularer, demokratischer Staat gefordert, wobei die bewaffneten Gruppen weiterhin aktiv bleiben dürfen. Die RSF wird des Völkermords und anderer Gräueltaten beschuldigt. Die Parallelregierung strebt demnach zudem ein Ende des Bürgerkriegs und den ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe an.
Größter Kupferlieferant für China
China erntet die Früchte seiner massiven Bergbauinvestitionen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in Form eines sprunghaften Anstiegs der Importe von physischem Kupfer. Die Lieferungen von raffiniertem Kupfer aus dem zentralafrikanischen Land sind im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 71 % auf 1,48 Millionen Tonnen gestiegen. Die Demokratische Republik Kongo ist mit einigem Abstand der größte Lieferant von raffiniertem Metall für den größten Abnehmer der Welt. Chinesische Unternehmen dominieren den Kupfergürtel des Landes, und die Metallströme zwischen den beiden Ländern entwickeln sich zu einer neuen strukturellen Dynamik auf dem Weltmarkt.
Filmemacher Souleymane Cissé
Der bekannte malische Filmemacher und Regisseur Souleymane Cisse, der als eine der Säulen des afrikanischen Kinos gilt, starb im Alter von 84 Jahren in einer Klinik in Bamako. Cissé war der erste schwarzafrikanische Regisseur, der 1987 bei den Filmfestspielen von Cannes für Yeelen (Brightness), einen von Bambara-Legenden inspirierten Film, einen Spielfilmpreis gewann. In Anerkennung seiner mutigen und einflussreichen Beiträge zum Kino wurde er 2023 mit dem Carrosse d'Or ausgezeichnet.
EU setzt Sanktionen außer Kraft
Die Europäische Union (EU) hat Zimbabwe Defence Industries (ZDI) von der Liste der sanktionierten Unternehmen gestrichen, das Waffenembargo gegen das Land jedoch beibehalten. Die Europäische Union hatte 2002 Sanktionen gegen die simbabwische Rüstungsindustrie wegen Wahlbetrugs und Menschenrechtsverletzungen im Land verhängt.
USA brüskieren Treffen
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat den G20-Außenministern erklärt, dass ein Bekenntnis zum Multilateralismus und zum Völkerrecht für die Lösung globaler Krisen unerlässlich sei. Seine Äußerungen folgen auf die wachsende Besorgnis über die „America-First“-Politik der Trump-Administration. So boykottierte US-Außenminister Marco Rubio das Treffen und Finanzminister Scott Bessent erklärte, er werde nächste Woche nicht am Treffen der G20-Finanzminister teilnehmen. Der G20 gehören neben der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) 19 Länder an, auf die mehr als 80 % der Weltwirtschaft und zwei Drittel der Weltbevölkerung entfallen.
Freiwillige Repatriierung
Die Regierungen von Tschad und Nigeria haben gemeinsam mit dem UNHCR, ein Abkommen unterzeichnet, um einen strukturierten Rahmen für die freiwillige Rückführung der nigerianischen Flüchtlinge zu schaffen, die derzeit im Tschad untergebracht sind.