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Präsident Julius Maada Bio sagte in einer Ansprache an die Nation: „Ich bitte Sie nur darum, dass unsere Nation in Ihrer Zeit und auf Ihre Weise die Gnade findet, vollständig zu heilen, ihre Würde wiederherzustellen und gemeinsam voranzuschreiten.“ Sierra Leone feierte seinen ersten Nationalen Gedenktag zu Ehren der Opfer des zehnjährigen Bürgerkriegs. Der Krieg gilt als einer der brutalsten in der jüngeren Geschichte. Er begann 1991, als die Kämpfe aus dem benachbarten Liberia übergriffen und Rebellen mit den Streitkräften Sierra Leones zusammenstießen. Der Konflikt forderte etwa 120.000 Menschenleben und hinterließ Tausende Verletzte und Verstümmelte, bevor er am 18. Januar 2002 offiziell beendet wurde.

In Rabat wurde Senegal zum zweiten Mal in seiner Fußball Geschichte Afrikameister. In einem spannenden Finale des TotalEnergies Africa Cup of Nations (AFCON) gewann Senegal nach Verlängerung mit 1:0 gegen Gastgeber Marokko. In Casablanca, im Spiel um den dritten Platz, besiegte Nigeria Ägypten mit 4:2 im Elfmeterschießen, nachdem es in der regulären Spielzeit zu einem torlosen Unentschieden gekommen war.

Außergewöhnlich starke Regenfälle führen im südlichen Afrika zu schweren Überschwemmungen. Besonders dramatisch ist die Lage in Mosambik. Mehr als 200.000 Menschen sind von den Unwettern betroffen. In Maputo wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Auch im benachbarten Simbabwe und dem nordöstlichen Südafrika wurden ganze Landstriche überschwemmt. Häuser sind nicht mehr bewohnbar, Ernten zerstört, sauberes Trinkwasser knapp. Große Teile des weltberühmten Krüger-Nationalparks stehen ebenfalls unter Wasser. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen weitere sintflutartige Regenfälle voraus.

Präsident Yoweri Kaguta Museveni wurde zum Sieger der Präsidentschaftswahlen 2026 erklärt. ER erhielt 7.946.772 Stimmen 71,65 % der gültigen Stimmen entspricht.  Sein stärkster Konkurrent, Robert Kyagulanyi Ssentamu, bekannt als Bobi Wine, der für die National Unity Platform (NUP) kandidierte, wurde mit 2.741.238 Stimmen (24,72 Prozent) Zweiter; Nathan Nandala Mafabi vom Forum for Democratic Change (FDC) belegte mit 209.039 Stimmen (1,88 Prozent) den dritten Platz. Insgesamt waren insgesamt 21.649.067 Wähler registriert, die Wahlbeteiligung lag bei 52,50 %.  2,42 % der abgegebenen Stimmen wurden für ungültig erklärt. Bobi Wine erklärte „von einem sicheren Ort aus” , dass er die Ergebnisse ablehnte. Nach Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Wählern wurde der Tod mehrerer Menschen gemeldet.

In Harare haben anhaltende Regenfälle zu Überschwemmungen in mehreren tief gelegenen Vororten geführt, insbesondere in Mbare, Highfield, Waterfalls, Warren Park, Budiriro und Glen Norah. Während der aktuellen Regenzeit mit wird mit tropischen Wirbelstürmen gerechnet.

In Korbol, in der Region Moyen-Chari, kam es zu Zusammenstößen zwischen der tschadischen Armee und den Rebellen der MPRD (Mouvement Patriotique pour le Renouveau de la Démocratie), bei denen mindestens sechs Menschen getötet wurden. Das Militär hatte kürzlich seine Präsenz in der Region, die an die Zentralafrikanische Republik grenzt, verstärkt. Die MPRD hat eine ganz klare Forderung: den Sturz des derzeitigen Systems. Präsident Mahamat Idriss Déby Itno, wurde 23. Mai 2024 nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen offiziell vereidigt. Nach dem Tod seines Vaters (2021), leitete Idriss Déby zunächst einen Militärrat, bevor er zum Übergangspräsidenten wurde und schließlich die Wahl gewann, wodurch die 34-jährige Herrschaft seiner Familie fortgesetzt wurde. 

Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema, Kündigte in seiner Neujahrsansprache an, dass die Bürger darüber entscheiden werden, ob für sogenannte „Ritualmorde“ künftig die Todesstrafe verhängt wird. Die Todesstrafe wurde in Gabun 2010 abgeschafft. Ritualmorde kommen in Gabun seit langem vor, sodass es sogar eine Vereinigung zur Bekämpfung von Ritualverbrechen gibt, die bereits 2013 einen Protestmarsch organisiert hatte. In Letzter Zeit nahmen die Ritualmorde zu und lösten soziale Unruhen aus.

Ugandas Kommunikationsbehörde hat alle Dienstleister angewiesen, den Internetzugang vor den Parlamentswahlen am Donnerstag zu sperren. Sie begründete diese Entscheidung mit der öffentlichen Sicherheit, um „Fehlinformationen, Desinformation im Internet sowie die Anstiftung zu Gewalt“ zu verhindern. Bei den letzten Wahlen im Jahr 2021, bei denen es zu weitreichenden Protesten mit Dutzenden Toten kam, wurde das Internet für mindestens eine Woche gesperrt.

Die Namibia University of Science and Technology (NUST) hat die ersten Studiengänge des Landes im Bereich künstliche Intelligenz (AI) eingeführt. Sie positioniert sich damit als Vorreiter in der AI-Ausbildung in Namibia. Es gibt Bachelor-Studiengänge in künstlicher Intelligenz (BA und BA Honours). Laut NUST sollen die Studiengänge die Integration von AI in verschiedenen Sektoren unterstützen und Absolventen mit den Fähigkeiten ausstatten, die für die Teilnahme an einer sich schnell entwickelnden digitalen Wirtschaft erforderlich sind. NUST gab außerdem bekannt, dass sie Kurzkurse im Bereich Künstliche Intelligenz entwickelt, die eine breitere Kompetenzentwicklung im ganzen Land unterstützen soll. 

Präsident Faustin-Archange Touadéra sieht sich nur wenige Tage nach Beginn seiner dritten Amtszeit mit erneuten Gewalttaten im abgelegenen Südosten des Landes konfrontiert. Touadéra steht in der Präfektur Haut-Mbomou vor einer bewaffneten Herausforderung. Es kam zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und der Miliz Azandé Ani Kpi Gbè (AAKG), die ursprünglich mit russischer Unterstützung gegründet wurde. Am 28. Dezember startete die AAKG eine Offensive auf die Grenzstadt Bambouti, angeblich mit Unterstützung aus dem benachbarten Südsudan. Bei den Zusammenstößen sollen Dutzende Menschen getötet und Tausende aus ihren Häusern vertrieben worden sein. Am 6. Januar flohen die Menschen in die katholische Mission, die nun einem provisorischen Flüchtlingslager gleicht, oder suchten Zuflucht im örtlichen Krankenhaus. Die UN-Mission Minusma gab an, dass etwa 2.500 Menschen, also der Großteil der Bevölkerung von Bambouti, in die Demokratische Republik Kongo geflohen sind.

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