Länder
Baubeginn: Trans-Saharan Gas Pipeline
Niger und Algerien verkünden nach Pipeline-Gesprächen in Algier den Baubeginn (nach dem Ramadan) der Trans-Saharan Gas Pipeline. Die neue Pipeline verläuft von Algerien nach Nigeria und wird das Gebiet von Niger durchqueren. Die 4.128 km lange Trans-Sahara-Gaspipeline wird in Nigeria gefördertes Gas nach Algerien transportieren und ist seit mehr als 15 Jahren in der Planung. Ziel ist es afrikanischem Erdgas nach Europa zu exportieren, um die Abhängigkeit von russischen Lieferungen weiter zu verringern. Das Projekt ist mit 13 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Angepasste Lösung
Außerhalb von Nairobi in der Schneiderei von Mary Mwangi können Brustkrebsüberlebende farbenfrohe, weiche und erschwingliche gestrickte Prothesen kaufen. Es hilft Frauen das Stigma nach einer Mastektomie zu überwinden. Die Prothesen sind in verschiedenen Größen und Farben erhältlich und werden mit Garn gefüllt, bevor sie in speziell angepasste BHs mit Taschen eingesetzt werden. Die gestrickten Prothesen kosten etwa 11 US-Dollar (€ 9) während Silikonbrüste etwa 170 $(€144) kosten und damit für viele unerschwinglich sind. Mehr als 6.700 kenianische Frauen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs; diejenigen, die sich einer Mastektomie unterziehen müssen, kämpfen sowohl mit physischen als auch mit psychischen Narben.
Großprojekt für Airbusbau- und Wartung
Safran Landing Systems (eine Tochtergesellschaft des französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Safran) hat einen Vertrag mit Marokko, über die Errichtung eine 280 Millionen Euro teuren Fahrwerksfabrik in der Nähe von Casablanca, unterzeichnet. In Nouaceur sollen Komponenten für die Airbus A320-Familie hergestellt werden. Im Oktober 2025 wurden bereits Vereinbarungen über ein neues Triebwerks-Industriezentrum getroffen. Zusätzlich entsteht ein Wartungs- und Reparaturzentrum (MRO), das ab 2027 jährlich bis zu 150 Triebwerke instand setzen wird. Seit über 25 Jahren ist Safran ist in Marokko präsent. An 10 Standorten werden fast 5.000 Mitarbeiter beschäftig. Die neuen Deals sind ein weiterer Schritt Marokkos, seine Position in den globalen Lieferketten der Luft- und Raumfahrtindustrie zu stärken. Mit 150 Unternehmen beschäftigt der Luft- und Raumfahrtsektor Marokkos 25.000 Menschen.
USA schieben Personen nach Kamerun ab
Die Trump-Regierung hat heimlich neun Personen nach Kamerun abgeschoben, obwohl viele von ihnen vor US-Gerichten Schutz vor solchen Maßnahmen genießen und keiner von ihnen aus diesem afrikanischen Land stammt. Unter ihnen Personen aus Simbabwe und Ghana. Mehrere der Männer und Frauen, die am 14. Januar mit einem Flug aus Alexandria, Louisiana, nach Kamerun gebracht wurden, kannten ihr Ziel nicht, bis sie in einen Flug des Heimatschutzministeriums gesetzt und mit Handschellen und Ketten gefesselt wurden. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat keine Vereinbarung bekannt gegeben, in der Kamerun sich bereit erklärt hätte, Deportierte aus anderen Ländern aufzunehmen. Die Gruppe wird in einem staatlichen Komplex in Yaoundé festgehalten. Die örtlichen Behörden verweigern ihnen die Ausreise, sofern sie nicht einer Rückkehr in ihre ursprünglichen Heimatländer zustimmen.
Türkei entsendet Tiefsee-Bohrschiff
Die Türkei hat ihr Tiefsee-Bohrschiff Cagri Bey nach Somalia entsandt, um im Curad-1-Bohrloch vor der somalischen Küste nach Öl und Gas suchen. Es ist die erste Offshore-Explorationsmission Ankaras außerhalb seiner Seegebiete. Die türkische Marine eskortiert die Cagri Bey und soll während den Bohrungen Schutz bieten. Im Jahr 2024 wurde ein Energieabkommen zwischen Ankara und Mogadischu abgeschlossen.
Nigerianer kämpfen für Russland
Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bekannt gegeben, dass zwei Nigerianer identifiziert wurden, die im laufenden Konflikt für Russland gekämpft haben und dabei ums Leben gekommen sind. In ihrer Mitteilung an die nigerianischen Behörden legten ukrainische Beamte Bilder der Personen in Tarnuniformen sowie Dokumente vor, die angeblich ihre Vertragsdetails enthalten. Der russische Botschafter in Nigeria, Andrey Podyolyshev, hat diese Behauptungen zurückgewiesen und erklärt, dass es keine von der Regierung unterstützten Programme zur Rekrutierung von Nigerianern für den Krieg gebe. Ein Bericht der Investigativgruppe All Eyes on Wagner vom Februar 2026 schätzt, dass mindestens 36 Nigerianer für den Krieg rekrutiert wurden, von denen bisher fünf als getötet bestätigt sind. Insgesamt sollen über 1.400 Afrikaner aus 35 Ländern in russischen Diensten stehen.
Motorradbanden überfallen Dörfer
Bewaffnete Männer auf Motorrädern haben bei Überfällen in drei Dörfern (Tunga-Makeri, Konkoso und Pissa) im Nordwesten Nigerias Dutzende Menschen getötet. Die bewaffneten Männer erschossen Einheimische, zündeten Häuser an und entführten eine unbekannte Anzahl von Menschen im Bundesstaat Niger.
Wiedereröffnung der Grenze nach 15 Jahren
Die Grenze Kenias zu Somalia wird im April wieder geöffnet, fast 15 Jahre nachdem sie aufgrund von Angriffen der islamistischen Miliz al-Shabab geschlossen wurde. Die in Somalia ansässige Gruppe hat eine Reihe tödlicher Anschläge in Kenia verübt. Darunter 2013 einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum Nairobi, bei dem 67 Menschen ums Leben kamen, und einen auf eine Universität in Garissa zwei Jahre später, bei dem 148 Menschen starben. Die Absicht, zwei Grenzübergänge wieder zu öffnen, folgt auf jahrelange Sicherheitsbewertungen. Sicherheitskräfte werden in großer Zahl eingesetzt, um den Grenzübergang zu sichern.
Zyklon Gezani verwüstet Toamasina
Der Zyklon hat mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Zyklon „Gezani“, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h. über die Insel gefegt. Die zweitgrößte nordöstliche Hafenstadt Toamasina mit rund einer halben Million Einwohnern wurde verwüstet. 90 % aller Häuser sind beschädigt. Laut offiziellen Angaben sind geschätzt mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen.
Landesweite Wasserkrise
Die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika hat eine kritische Phase erreicht. Die nationale Regierung hat offiziell mehrere Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt. Teile von Johannesburg sind seit mehr als zwei Wochen ohne Wasserversorgung. Schulen und Unternehmen wurden geschlossen. Auch Soweto meldet kritisch niedrige bis leere Stauseen. Melville, westlich von Johannesburg gelegen, geht in die dritte Woche ohne Wasser. Der Ferienort Knysna mit mehr als 100.000 Einwohnern (türkisfarbenes Wasser, Sandstrände und angenehmes Wetter) hat den Katastrophenzustand ausgerufen, es könnte bald trocken sein. Kapstadt hat die Einwohner aufgefordert, ihren Verbrauch zu drosseln, da die Pegelstände der Stauseen weiter sinken. Beamte haben gewarnt, dass die Stadt ohne nachhaltige Einsparungen Bedingungen näherkommen könnte, die an den Day Zero erinnern.

