Länder
Erste Frau als Präsidentin
Am 35. Unabhängigkeitstages des Landes übergab der scheidende Staatschef Mbumba die Macht an Nandi-Ndaitwah. Sie wurde als erste weibliche Präsidentin Namibias vereidigt, nachdem sie die Wahlen gewonnen hatte. Sie war zuvor ein Jahr lang Vizepräsidentin und ist eine Veteranin der South West Africa People's Organisation (SWAPO), die das dünn besiedelte und uranreiche Land 1990 in die Unabhängigkeit von der südafrikanischen Apartheid geführt hat und das Land seit 35 regiert.
M23-Rebellen weiter auf dem Vormarsch
Von Ruanda unterstützte M23-Rebellen sind in die Außenbezirke der Stadt Walikale (15.000 Einwohnern) im Ostkongo eingedrungen. Walikale liegt in der Provinz Nord-Kivu, es ist reich an Mineralienvorkommen, darunter auch Zinn. Die M23 Gruppe ist somit am weitesten westlich vorgedrungen. Sie sind bis auf 400 Kilometer an Kisangani, die viertgrößte Stadt des Kongo, herangerückt.
Milliarden-Abkommen zum Bau des größten Flughafens
Die Ethiopian Airlines Group und die Afrikanische Entwicklungsbank werden gemeinsam einen neuen Flughafen bauen, dessen Kosten auf 140 Milliarden Euro geschätzt werden. Es soll der größte Afrikas sein. Der neue Flughafen mit dem Namen Bishoftu wird in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba liegen. Bishoftu wird es Äthiopien ermöglichen, die jährliche Passagierkapazität von derzeit 17 Millionen auf mehr als 60 Millionen im Jahr 2040 zu erhöhen.
Austritt von der Internationalen Organisation der Frankophonie
Im Dezember suspendierte die Organisation internationale de la Francophonie (OIF) Niger aus allen ihren Gremien, und kurz darauf kündigten die neuen nigrischen Behörden die Aussetzung jeglicher Zusammenarbeit mit der Organisation an. Nach Niger, einem Gründungsmitglied der OIF könnte nun Burkina Faso folgen, das seinen Austritt offiziell mitgeteilt hat. Auch Mali könnte diesem Beispiel folgen. Die OIF ist eine Institution, die sich seit 1970 der Förderung der französischen Sprache und der politischen, erzieherischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den 93 Mitgliedsländern der widmet. Schätzungsweise sprechen über 321 Millionen Menschen auf fünf Kontinenten Französisch.
Pinguine gewinnen
In einem bahnbrechenden Sieg für den Naturschutz haben BirdLife Südafrika und die Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) einen gerichtlichen Vergleich zum Schutz des stark gefährdeten Afrikanischen Pinguins durch die Einrichtung von Fangverbotszonen erreicht. Die Verfügung sieht die Ausweisung von Fangverbotszonen für die kommerzielle Sardinen- und Sardellenfischerei um sechs wichtige Brutkolonien des Afrikanischen Pinguins vor, die in Küstengebieten liegen, in denen kommerzielle Fischerei betrieben wird. Die Vereinbarung, die vom Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt (DFFE) gebilligt wurde, verbietet die kommerzielle Sardinen- und Sardellenfischerei in diesen biologisch kritischen Futtergebieten für die nächsten zehn Jahre und soll den Rückgang der Art bis zum Jahr 2035 umkehren.
Ausweisung von drei chinesischen Öl-Beamten
Die Junta von Niger hat die in Niger ansässigen Direktoren, der China National Petroleum Corporation (CNPC), der West African Oil Pipeline Company (WAPCo) und des Joint Ventures Ölraffinerie SORAZ aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden, das Land zu verlassen. Dies ist der jüngste Schritt der Junta, um eine größere Kontrolle über die Ressourcen zu erlangen. Unabhängig davon hat das nigrische Tourismusministerium in der vergangenen Woche einem von Chinesen betriebenen Hotel in Niamey die Lizenz entzogen und dies mit diskriminierenden Praktiken begründet.
Angriffe auf Schiffe im Roten Meer intensiviert
Als Reaktion auf die tödlichen größte US-Militäroperation auf den Jemen, bei denen am 15. März 2025 mindestens 53 Menschen getötet wurden, hat die jemenitische Gruppe erklärt, sie werde erneut US-Schiffe im Roten Meer angreifen. Außerdem erklärten sie, dass sie die Angriffe auf israelische Schiffe, die das Rote Meer durchqueren, wieder aufnehmen würden, wenn Israel die Blockade der Hilfslieferungen nach Gaza nicht aufhebt. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte, dass die monatlichen Einnahmeverluste des Suezkanals aufgrund der regionalen „Situation“ rund 800 Millionen Dollar betragen. Die vom Iran unterstützten Houthis haben seit November 2023 Schiffe im Roten Meer angegriffen, um die Palästinenser in Gaza zu unterstützen.
KwaZulu-Natal Katastrophengebiet
Die Regierung hat KwaZulu-Natal (KZN) zum „Katastrophengebiet“ erklärt, nachdem katastrophale Überschwemmungen mehrere Menschenleben gefordert und weitreichende Zerstörungen verursacht haben, darunter weggespülte Straßen und Brücken.
Dammbruch stellt Partnerschaft mit China auf die Probe
Durch den katastrophalen Bruch eines Absetzbeckens in der Chambishi-Mine von Sino Metals im sambischen Copperbelt, sind über 50 Millionen Liter saures Abwasser in den Mwambashi-Fluss gelangt. Das Leck vergiftete Fische und Krokodile, verwüstete Ackerland und verseuchte wichtige Wasserquellen, wovon über 700.000 Einwohner in Kitwe und den umliegenden Städten betroffen sind. Der Kafue-Fluss, einer wichtigen Wasserstraße in Sambia wurde auch verschmutzt. Das Unternehmen Sino Metals, ist in der sambisch-chinesischen Wirtschafts- und Handelskooperationszone tätig. Es ist die erste von China finanzierte Sonderwirtschaftszone Afrikas, die durch Steuererleichterungen und vereinfachte Genehmigungsverfahren, einschließlich Umweltgenehmigungen, Investitionen anziehen soll. Sambias ehrgeiziges Ziel, die Kupferproduktion bis 2033 mehr als zu verdreifachen, hängt in hohem Maße von chinesischen Investitionen ab, die sowohl für die wirtschaftliche Erholung als auch für die laufenden Umschuldungsverhandlungen entscheidend sind. Die Katastrophe von Chambishi unterstreicht jedoch die Risiken, die mit dieser Abhängigkeit verbunden sind.
Cholera breitet sich aus
In der äthiopischen Region Gambella sind im vergangenen Monat mindestens 31 Menschen an erkrankt. In mehreren Regionen Äthiopiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land Afrikas mit rund 120 Millionen Einwohnern, kommt es zu Choleraausbrüchen, wobei Amhara - die zweitgrößte Region des Landes - am stärksten betroffen ist. Die Situation verschlimmert sich durch die Flüchtlinge von Südsudan.