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Der David- und Goliath-Kampf der Klimaaktivisten gegen die Pläne von Shell ist wieder im Gange. 3 Richter am Obersten Gerichtshof in Gqeberha entscheiden über die Frage, ob eine Entscheidung des Ministeriums für Bodenschätze und Energie, dem Erdölriesen ein seismisches Explorationsrecht zu erteilen, überprüft und aufgehoben werden soll. Im Februar 2022 wies der Oberste Gerichtshof in Makhanda den Antrag des Ölgiganten und des Ministers für Mineralressourcen und Energie, Gwede Mantashe, auf Zulassung einer Berufung gegen ein Urteil ab, mit dem eine seismische Untersuchung vor der Wild Coast in der Provinz Ostkap vorübergehend gestoppt wurde.

Der Bischof von Fort Portal, Robert Kisaija Muhiirwa, ermutigte die Gläubigen, auch angesichts aktueller Probleme, wie dem zunehmenden Mangel an Grundnahrungsmitteln und wachsender Not infolge auch von Kriegen und Konflikten, auf Gott zu vertrauen und die Herausforderungen anzunehmen. Präsident Yoweri Museveni forderte alle Ugander dazu auf, den Grundsätzen der Gerechtigkeit zu folgen und ermutigte sie, nach den Grundsätzen ihrer Religionen zu leben. Namugongo ist Wallfahrtsort für Christen verschiedener Denominationen. Karl Lwanga und 21 Gefährten erlitten Ende des 19. Jahrhunderts am damaligen Hof des Königs von Buganda das Martyrium. Unter den Tausenden Pilgern aus ganz Uganda waren auch Christen aus dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, und Tansania.

Der verheerende Anschlag auf die St.-Franz-Xaver-Kirche in Owo im Bundesstaat Ondo hat 50 Menschenleben gefordert. Als Motiv für den Anschlag werden die schon länger bestehenden Konflikte zwischen christlichen Bauern und nomadisch lebenden, muslimischen Fulani-Hirten vermutet. Der Überfall ereignete sich genau 1 Woche, nachdem das Oberhaupt der Methodistenkirche in Nigeria zusammen mit zwei anderen Geistlichen im Südosten des Landes entführt und nach Zahlung von 240.000 190.000 Pfund freigelassen worden war. Vor 2 Wochen wurden zwei katholische Priester in Katsina, dem Heimatstaat von Präsident Buhari im Norden des Landes, entführt. Sie wurden bisher nicht freigelassen. Unter Präsident Muhammadu Buhari haben sich die Sicherheitsprobleme des Landes verschlimmert.

Ausrangiertes industrielles Fischereigerät macht nach Angaben des WWF etwa 10 % der mehr als 12 Millionen Tonnen Plastikmüll aus, die jedes Jahr in den Weltmeeren landen. Es ist auch "die tödlichste Form " von Plastik im Meer, da es sich ungewollt in wild lebenden Tieren verfängt und Meeressäugetiere, Seevögel, Meeresschildkröten und Haie verstrickt, so dass sie einen langsamen und schmerzhaften Tod durch Erschöpfung und Ersticken erleiden. Um dieser globalen Herausforderung zu entgegentreten, wurde eine neue Partnerschaft zwischen einem seychellischen Unternehmen „Seychellois company Brikole", der französischen “ Orthongel“ und spanischen „ OPAGAC“  Thunfischfanggruppen vereinbart. Ausgediente Fanggeräte und Netze werden eingesammelt und in einer örtlichen Anlage recycelt.

Mitte Mai wurde nach 10 Jahren Planungs- und Bauarbeiten, die neue zweispurige 163 Meter lange Magbele-Brücke, die über den Fluss Rokel führt, in Betrieb genommen. Die EU finanzierte das 4,9 Millionen € teure Projekt, das auch über einen Fußweg mit Solarleuchten verfügt, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, die von und nach Freetown reisen. Sie ist Teil des transwestafrikanischen Straßennetzes, das die regionale Integration, den Handel und die Wirtschaft, insbesondere zwischen Sierra Leone und Guinea, fördern soll. Während Präsident Julius Maada Bio, von der Sierra Leone People's Party (SLPP) die Rolle seiner Partei lobte, warf er der der Opposition, der All People's Congress (APC) vor, das Projekt verzögert zu haben. Die Brücke wurde in Adikali Modu 111-Brücke umbenannt, nach einem Stammeshäuptling, der die alte Brücke vor 66 Jahren eröffnet hatte und der einer der Gründungsväter der SLPP und später ein Dorn im Auge von Präsident Stevens' APC war. Sierra Leone zählt trotz seiner Bodenschätze zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Führung des Multi-Stakeholder-Forums [MSF], nehmen mit großer Sorge die falschen Behauptungen zur Kenntnis, die der Regierungssprecher Alpheous Nxumalo in den Medien über eine so genannte "Winterrevolution" verbreitet, die angeblich von internationalen Organisationen und einigen Swasi geplant wird. Thulani Rudolf Maseko, der Vorsitzende des MSF, sagt, „Wir halten dies für Fake News, Verleumdungskampagnen und Rufmord an den Führern der Demokratischen Massenbewegung [MDM] im Stil der Apartheid, um sie als Anstifter zur Gewalt darzustellen und das Image der MDM und ihrer Führung zu beschädigen. Diese Anschuldigungen könnten Panik auslösen und das Land in weitere Instabilität stürzen. Sie könnten von der Regierung als Rechtfertigung für die Entfesselung ihrer Sicherheitskräfte benutzt werden, um Gewalt gegen unschuldige und unbewaffnete Bürger auszuüben. Wir möchten noch einmal betonen, dass die MDM friedliche und gewaltfreie Mittel einsetzt, um die Krise im Land zu lösen, und dass sie keine Wiederholung dessen wünscht, was im Juni 2021 geschah, als eine noch nie dagewesene Zahl von Swasi durch die Hand des Staates ihr Leben verlor. Wir verurteilen auf das Schärfste alle Gewaltakte, die von Personen oder Institutionen gegen Bürgerinnen und Bürger und insbesondere gegen Aktivistinnen und Aktivisten begangen werden".

Der Vertreter der Polisario-Front bei den Vereinten Nationen, Sidi Mohamed Omar, betonte, dass die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts durch das saharauische Volk "die einzige Option" zur Lösung des Westsahara-Konflikts bleibe, und warnte vor dem marokkanischen Vorhaben, "den demografischen Charakter des Gebiets durch intensive Siedlungspolitik, sowie durch die Zerstörung des kulturellen Erbes und die Plünderung der natürlichen Ressourcen des saharauischen Volkes zu verändern". Für den saharauischen Diplomaten ist es unerlässlich, "die Grundsätze der internationalen Gesetzlichkeit zu verteidigen und den Prozess der Entkolonialisierung der Westsahara durch den freien, echten und demokratischen Ausdruck des souveränen Willens des saharauischen Volkes in Ausübung seines unveräußerlichen und nicht verhandelbaren Rechts auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu vollenden.“

Das UN-Menschenrechtsbüro OHCHR begrüßt Sambias Zusage, die Todesstrafe abzuschaffen. Seit 1997, als die letzte Hinrichtung stattfand, wurde ein Moratorium für die Todesstrafe aufrechterhalten. Das OHCHR forderte die Regierung und das Parlament auf, die Zusage des Präsidenten durch konkrete Rechtsreformen zu untermauern, einschließlich einer Änderung des Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung. Etwa 170 Länder haben die Todesstrafe abgeschafft oder ein Moratorium eingeführt.

Nach 5monatigen Beratungen erklärte Justizminister Dawda Jallow, die Empfehlungen der Kommission für Wahrheit, Versöhnung und Wiedergutmachung umzusetzen; bis auf 2 sind alle 265 Empfehlungen der Kommission akzeptiert.  Ein Sondergericht wird die mutmaßlichen Täter, darunter hochrangige Beamte und den ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh, strafrechtlich zu verfolgen. Jammeh, der seit Januar 2017 im Exil in Äquatorialguinea lebt, regierte mit eiserner Faust. Er setzte ein paramilitärisches Killerkommando namens "Junglers" ein, das dazu beitrug : dass mindestens 103 Menschen verschwanden, illegale Hinrichtungen vollzogen wurden,  die rechtswidrige Tötung des ehemaligen Finanzministers Ousman Koro Ceesay, die Tötung von mindestens 17 Verkehrsteilnehmern, die Tötung von 15 Studenten, die Ermordung der Journalistin Deyda Hydara, die Ermordung von 67 westafrikanischen Migranten, 41 Todesfälle im Rahmen des alternativen Aids-Behandlungsprogramms des Präsidenten und 41 Todesfälle durch Hexenjagd.

Die Zukunft der Flüchtlinge in den Kamps Kakuma und Dadaab ist immer noch nicht geklärt. Mehr als 400 000 Menschen, hauptsächlich aus den Nachbarländern Somalia, Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo harren einer ungewissen Zukunft entgegen. Im März 2021 ordnete die kenianische Regierung die rasche Schließung von Kakuma und Dadaab an. Als Reaktion darauf legte das UNHCR Kenia Lösungen für die seit langem andauernde Vertreibung der Flüchtlinge vor; unter anderem freiwillige Rückführung, Ausreise in Drittländer und Vereinbarungen auf alternative Aufenthaltsmöglichkeiten in Kenia. Schließlich einigten sich das Flüchtlingshilfswerk und die kenianischen Behörden auf einen Fahrplan, der die Schließung beider Lager bis zum 30. Juni 2022 vorsieht. Wenige der Versprechen sind erfüllt und die Menschen leben in Ungewissheit.

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