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Uganda – Sicherheitskräfte bewachen den Hauptcampus in Kampala, nachdem Präsident Museveni die Schließung angeordnet hatte. Bei einem Protest gegen den Streik der Dozenten gerieten Studenten gestern in Konflikt mit der Polizei, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. Die Dozenten verweigern Vorlesungen, weil sie acht Monate nicht bezahlt wurden. Viele der 40,000 Studenten der Uni in verschiedenen Colleges haben den Campus verlassen.

Uganda – Die Süßkartoffel ist eins der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Uganda. Eine nahrhaftere Form als die herkömmliche weiße Sorte ist die orangenfarbene Kartoffel (OSFP), die Beta-Carotin enthält und so Vitamin A Mangel vorbeugt. Sie ist nicht heimisch in Afrika, aber ugandische Wissenschaftler sind dabei, sie durch Biofortifikation allgemein erhältlich zu machen. Schon jetzt bauen tausende Haushalte sie an; in zwei Jahren hofft man, dass 237.000 Familien sie pflanzen und essen. Die Kartoffel ist gesund, schmackhaft und ertragreich: 3-4 Ernten im Jahr. Neben dem Sättigungspotential ist sie eine starke Waffe im Kampf gegen den Vitamin A Mangel, an dem 43 Mio. Kinder in Afrika leiden.

Uganda – Die parasitäre Krankheit Onchocerciasis (Flussblindheit) wird durch Stiche der schwarzen Fliege übertragen. 99% aller Krankheitsfälle sind in sub-Sahara Afrika. In Uganda haben jetzt Fliegenfänger, finanziert von wohltätigen Organisationen, die Aufgabe, die Fliegen zu fangen, Proben in ein Labor in Kampala zu schicken, Medizin an die Bevölkerung zu verteilen und die Flüsse mit umweltfreundlichen Chemikalien zu sprühen. Der Erfolg bleibt nicht aus; die Flussblindheit geht zurück.

Uganda – Ugandische Handwerker haben eine jahrtausendalte Tradition wieder aufgenommen. Sie ernten die Rinde des tropischen Feigenbaums, der an den Hängen des Viktoriasees wächst, und verbinden die Wunde mit Palmblättern für neues Wachstum. Die Rinde wird gekocht und mit Holzhämmern bearbeitet bis sie fit ist für Weiterverarbeitung in Stoff, Teppiche, Wand- und Deckenverkleidung usw. Der manuelle Herstellungsprozess des Rindentuchs – Bark Cloth – ist kunstvoll und nachhaltig; er wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und 2012 auch für den Bundespreis Eco Design nominiert.

Uganda – Mit Unterstützung des Lehrkörpers und auch der Studierenden streikten landesweit die Angestellten der Hochschulen fast drei Wochen lang, um die Auszahlung ausstehender Gehälter und eine Lohnerhöhung durchzusetzen. Verantwortlich für das Bildungsministerium ist Janet Museveni, die Gattin des Präsidenten. Dieser versprach die Zahlungsprobleme innerhalb der nächsten drei Monate zu lösen.

Uganda – Simon Lokodo, ehemaliger Priester und Minister für Ethik und Integrität, will öffentliche Manifestationen von Homosexuellen unterbinden und sie durch ein Rehabilitierungsprogramm zu einem „normalen“ Leben verhelfen. Homosexualität ist strafbar. Eine Gesetzesvorlage, die Todesstrafe auf homosexuelle Akte einzuführen, wurde 2013 auf Druck der USA zurückgezogen.

Uganda – Seit 1. Juli sollen Reisende nach Uganda ihren Visaantrag elektronisch einreichen. Die ugandische Botschaft in Berlin prüft ihn auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Der an die E-Mail des Antragstellers gesandte Ausdruck „Entry Permit“ reicht dann zur Einreise. Die Visagebühr bleibt bei 100 US Dollar.

Uganda – Zum ersten Mal in über 30 Jahren betrat gestern ein israelischer Staatschef wieder afrikanischen Boden. Er nutzte den 40. Jahrestag der Geiselbefreiung durch israelische Spezialeinheiten in Entebbe, bei der sein eigener Bruder umkam, als Einstieg zu seinem Afrikabesuch, der ihn auch nach Kenia, Ruanda und Äthiopien führen soll. Netanyahu ist bemüht, die politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen mit afrikanischen Ländern zu stärken. Im Austausch für Hilfe bei Gesundheit, Technologie, Landwirtschaft und Wassermanagement und – was Afrika im Kampf gegen den Terror besonders braucht – Sicherheitstechnologien – erwartet Netanyahu Afrikas Unterstützung bei UNO-Resolutionen.

Uganda – Nach 30 Jahren an der Spitze, hat Yoweri Museveni am 12. Mai nach einer umstrittenen Wahl eine weitere Amtszeit angefangen, seinen politischen Gegner hinter Gitter gebracht und sein Kabinett aufgestellt. Die meisten sind alte Gesichter, aber das Ministerium für Bildung und Sport gab er seiner Frau Janet Museveni. Es ist ein beliebtes Portfolio, weil die Sorge um die Jugend meist reichlich finanziert wird. Kritik wegen Vetternwirtschaft wies ein Regierungssprecher zurück; Museveni wisse um die starke Leistung der Ernannten.

Uganda – Erst als Hoffnungsträger umjubelt, hat sich Ugandas Präsident Yoweri Museveni zum Autokraten entwickelt. Nach 30 Jahren an der Spitze hat er jetzt seine dritte Amtszeit angefangen, mit ominösen Entscheidungen: der mediale Blackout, die Inhaftierung seines unterlegenen Gegners Besigye wegen Hochverrats und die Einladung des vom Strafgerichtshof gesuchten al-Bashir zu seiner Amtseinführung. Das größte Erstaunen erregte die Ernennung seines Sohnes als Generalmajor, eine Art Vorbereitung für seine dynastische Nachfolge.

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