Schlagwort: Uganda

Eine Petition wurde abgewiesen, mit der der Bau einer umstrittenen Rohölpipeline von Uganda nach Tansania im Wert von 4 Mrd. $ gestoppt werden sollte. Ein fünfköpfiges Gerichtsgremium (EACJ) in Arusha entschied, dass die Klage zu spät eingereicht wurde und daher verjährt ist. Die 1.443 km lange East Africa Crude Oil Pipeline (Eacop), die von den Regierungen Ugandas und Tansanias zusammen mit TotalEnergies und der China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) gebaut wird, stößt auf den Widerstand lokaler Gemeinden sowie von Rechts- und Umweltgruppen.

Rund 30 Millionen Menschen sind vom drittgrößten See der Welt abhängig, aber der See droht zu ersticken–durch wuchernde Wasserhyazinthen und Plastikmüll. Von den täglich 500 Tonnen Müll aus Uganda, besonders der Hauptstadt Kampala, wird nur wenig recycelt, sondern landet im See. Vor einigen Jahren hat die Organisation ONE-EARTH-ONE-OCEAN (OEOO) die Uganda Junior Rangers animiert, den Müll aus dem See zu sammeln und unterstützt sie mit Katamaran, Müllpresse und Generator. Die Rangers setzen sich täglich ein, auch unter Gefahren, den See zu säubern. Sie bilden junge Taucher aus und sensibilisieren künftige Generationen durch Bildung zum Thema Müll.

Nordkorea teilte mit: “dass es strategische Maßnahme ergriffen hat, um die Anzahl der Botschaften in Afrika, einschließlich Uganda, zu reduzieren, um die Effizienz der externen Institutionen des Landes zu erhöhen.“ Nach der Unabhängigkeit Ugandas vom Vereinigten Königreich im Jahr 1962 nahm Nordkorea diplomatische Beziehungen auf. Pjöngjang unterstützte Idi Amin, als dieser 1971 die Macht ergriff, und versorgte seine Streitkräfte mit Ausbildung und Waffen. Nordkorea versicherte: „Unsere gute Freundschaft wird fortbestehen und weiter gestärkt und entwickelt werden.“

Uganda und die Demokratische Republik Kongo sind übereingekommen, gegenseitig die Visumpflicht abzuschaffen, um den visumfreien Reiseverkehr zwischen beiden Ländern zu ermöglichen. Das Abkommen zielt darauf ab, den Personenverkehr zu erleichtern und den Handel zwischen den beiden Ländern zu stärken. Sowohl ugandische als auch kongolesische Staatsangehörige haben sich in der Vergangenheit über hohe Visagebühren an den Grenzübergängen beschwert.

Die ugandischen Gesetzgeber haben einen Vorschlag der Regierung abgelehnt, 15-jährigen Mädchen den Zugang zu Antibabypillen zu ermöglichen, um die hohe Zahl der Schwangerschaften zu senken. Fast ein Viertel der 15- bis 19-jährigen Mädchen in Uganda ist entweder schwanger oder bereits Mutter. Die Rate ist  während der fast zweijährigen Covid-Schließung stark angestiegen. Uganda ist eine zutiefst religiöse Gesellschaft; eine Gruppe religiöser Führer hat sich ebenfalls gegen den Vorschlag ausgesprochen, da sie der Meinung sind, dass Teenager einfach auf Sex verzichten sollten.

Mehr als 900 Gläubige der freikirchlichen „Phaneroo Ministries“ haben mit dem Klatsch – Rekord „Clap for Jesus“ mit 3 Stunden und 16 Minuten den längsten Applaus der Welt geliefert. Diese Leistung ging in die Organisation Guinness World Records. Für den gültigen Rekord musste die Gemeinde durchgehend eine Lautstärke von über 80 Dezibel halten. Sie schaffte im Durchschnitt 88 Dezibel. Die Kirche ist für ihre lebhaften Versammlungen bekannt und konnte den bisherigen Rekord aus England um mehr als eine Stunde übertreffen. In Zeiten, in denen viele wegen verschiedenen Lebensumständen zu kämpfen haben, wollte der Kirchenführer Grace Lubeca „die Menschen an einem Ort der Dankbarkeit und Feier versammeln“.

Uganda gibt sich kämpferisch, nachdem die Weltbank wegen eines Anti-LGBTQ-Gesetzes die Finanzierung eingestellt hat Präsident Museveni sagt, das Land werde die Kreditaufnahme reduzieren und dem Druck ausländischer Institutionen nicht nachgeben. Er kritisiert Entscheidung der Weltbank, neue Finanzmittel für Uganda als Reaktion auf ein strenges Anti-LGBTQ-Gesetz auszusetzen, und hat versprochen, alternative Kreditquellen zu finden. Museveni sagte, wenn Uganda Kredite aufnehmen müsse, könne es andere Quellen anzapfen, und die Ölförderung, die bis 2025 anlaufen soll, werde zusätzliche Einnahmen bringen. Menschenrechtsorganisationen haben das im Mai verabschiedete Anti-LGBTQ-Gesetz, das die Todesstrafe für „schwere Homosexualität“ vorsieht, eine Straftat, die auch die Übertragung von HIV durch homosexuellen Sex einschließt, und 20 Jahre Gefängnis für die „Förderung“ von Homosexualität, weitgehend verurteilt.

Nach 18 Jahren Tätigkeit in Kampala wird das Büro der Menschenrechtsmission der Vereinten Nationen geschlossen, da die ugandische Regierung ihr Mandat beendet hat. Die Unterbüros in Gulu und Moroto in Norduganda wurden bereits geschlossen. Die Schließung erfolgt, nachdem Uganda gegen den Rat lokaler und internationaler Menschenrechtsgruppen, darunter auch der UN, einige der weltweit schärfsten Anti-LGBT-Gesetze verabschiedet hat. Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türke, erklärte, die meisten der 54 NRO, die 2021 „willkürlich suspendiert“ wurden, blieben geschlossen, und das geänderte ugandische Gesetz über Computermissbrauch könnte die freie Meinungsäußerung noch mehr einschränken. Er äußerte sich auch sehr besorgt über die bevorstehenden Wahlen im Jahr 2026 und erklärte, dass Menschenrechtsverteidiger, zivilgesellschaftliche Akteure und Journalisten in Uganda in einem zunehmend feindseligen Umfeld agieren würden.

Tausende von Ugandern drängten auf dem Palastgelände des größten Königreichs Buganda und trotzten dem Regen, während sie tanzten und jubelten, um das 30-jährige Jubiläum der Krönung von König Ronald Muwenda Mutebi II. zu feiern. In traditioneller Kleidung – die Männer trugen eine weiße Tunika, „kanzu“ genannt, und die Frauen „bitenge“-Kleider – beteten die Feiernden für den 68-jährigen Monarchen, dessen Vorfahren eine Region regierten, die Ugandas heutige Hauptstadt Kampala umfasst. Der König, der als Kabaka bekannt ist, hat eine weitgehend zeremonielle Rolle inne, ist aber in der Vergangenheit mit der Regierung von Präsident Yoweri Museveni aneinandergeraten.

Anatoli Kirigwajjo ist der Gründer und CEO von Yunga, einem lokalen digitalen Sicherheitsnetzwerk, das die Sicherheit zwischen Nachbarn erhöht. Yunga verbindet Nachbarn untereinander und mit der Polizei in einem Umkreis von 20 km – über ein physisches Gerät, eine Smartphone-App oder einen SMS-Dienst – und bietet so Sicherheit zu geringen Kosten. Bislang hat Yunga mehr als 180 Fälle von Straftaten in der Community verhindert, und es ist geplant, auf weitere afrikanische Märkte wie Ghana, Kenia und Nigeria zu expandieren. Kirigwajjo wurde mit dem „Africa Prize for Engineering Innovation“ ausgezeichnet, der der Förderung afrikanischer Innovatoren gewidmet ist.

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