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Präsident Yoweri Museveni erklärt, seine Regierung werde angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten nicht in die derzeitige Wirtschaftslage eingreifen. Die Preise für Erdölprodukte, importierte Rohstoffe und Lebensmittel sind auf Grund des Krieges in der Ukraine gestiegen. Museveni riet den Bürgern, teuren Weizen durch lokal verfügbare Nahrungsmittel wie Hirse, Mais, grüne Bananen und Maniok zu ersetzen. Der größte Teil Ugandas ist sehr produktiv und viele Familien sind auf Subsistenzlandwirtschaft angewiesen. Die Preise für lokal produzierte Lebensmittel sind vor allem, wegen der Transportkosten, in den Städten gestiegen.

Wohltätigkeitsorganisationen – darunter die Initiative für soziale und wirtschaftliche Rechte, Unwanted Witness und die Health Equity and Policy Initiative – verklagen die ugandische Regierung wegen des Ausschlusses gefährdeter Gruppen von potenziell lebensrettenden Diensten aufgrund von Mängeln bei der Einführung des nationalen Personalausweises. Die 3 Wohltätigkeitsorganisationen schätzen, dass 7 Jahre nach Einführung des Systems bis zu 1/3 der Erwachsenen keinen biometrischen Personalausweis besitzen. Es sind vor allem die Armen und Ausgegrenzten, wie z. B. ältere Menschen, die keine Sozialhilfe beantragen können, sowie schwangere Frauen, die von Gesundheitszentren abgewiesen wurden. Das Fehlen eines nationalen Personalausweises hindert viele, ein Bankkonto zu eröffnen, eine SIM-Karte für ein Mobiltelefon zu kaufen, sich an einer Hochschule einzuschreiben, eine formale Beschäftigung zu finden und einen Reisepass zu erhalten. Schätzungen der Weltbank zufolge haben weltweit 1 Milliarde Menschen – 40 % davon in Afrika – keinen offiziellen Identitätsnachweis, was ihren Zugang zu Gesundheits-, Bildungs- und Finanzdienstleistungen stark einschränkt.

Uganda und Tansania unterzeichnen Sicherheitsabkommen für Ölpipeline-Projekt. Die geplante Rohölexportpipeline im Wert von 3,5 Mrd. USD soll 1 445 km lang sein und in Hoima im Westen Ugandas beginnen und in Tanga in Tansania enden. Das Abkommen soll den Austausch von Informationen und nachrichtendienstlichen Erkenntnissen sowie die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Bedrohungen wie Terrorismus, Waffen- und Drogenhandel, Handel mit Jagdtrophäen, Cybersicherheit, Illegalität und anderen erleichtern. Die Unterzeichnung erfolgt ein Jahr, nachdem die beiden Länder und die internationalen Ölfirmen, die französische Total E&P und die chinesische Cnooc, vier wichtige Vereinbarungen zur Kommerzialisierung der geplanten East African Crude Oil Pipeline (EACOP) unterzeichnet haben.

Mehr als 35 000 Menschen, die im Bezirk Kiryandongo ohne Entschädigung von ihrem Land vertrieben wurden, sind in ihrer Existenz bedroht. Die Opfer, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen aus zehn Dörfern, wurden im Jahr 2020 von ihrem Land ausgewiesen, das etwa 9.300 Hektar groß ist und auf dem sie seit Generationen siedelten. Die Bewohner haben sich mit drei Unternehmen gestritten, die ebenfalls Anspruch auf das Land erheben und angeblich in betrügerischer Absicht Landtitel erworben haben. Bei den Unternehmen handelt es sich um Kiryandongo Sugar Limited, Agilis Partners Limited und Great Seasons SMC Limited. Sie haben auf dem Land verschiedene Investitionen getätigt, darunter Zuckerrohranbau, Sojabohnen, Sonnenblumen, Mais und Kaffee.

So nennt die Gründerin und Chefin Divine Nabaweesi ihr Unternehmen. Sie produziert Briketts aus Bambus, um die Abholzung und den Klimawandel in ihrem Land einzudämmen. 90% der Bevölkerung Ugandas brauchen Feuerholz und Holzkohle zum Kochen. Eine Alternative ist der sehr schnell wachsende Bambus. So pflanzt die Firma Bambus, der nach 3 Jahren geerntet werden kann. Der getrocknete Bambus wird karbonisiert, gemahlen, gemischt und in Brikett Formen gefüllt. Bambuskohle hat einen höheren Brennwert als Holzkohle und setzt weniger Schadstoffe frei. Dazu absorbiert ein Bambuswald 30% mehr CO2 als ein Wald aus Hartholzbäumen.

Witness Radio gehört zu den 54 Organisationen, die am 20. August 2021 von Ugandas Nationalem Büro für NROs (Nichtregierungsorganisationen) suspendiert wurden. Die Auswirkungen dieser Suspendierung bekamen Gemeinden, die von Landraub betroffen, besonders zu spüren. In den letzten 7 Monaten, wurden über 300.000 Menschen von ihrem Land vertrieben und hatten keinen Zugang zu spezialisierter und schneller Rechtshilfe. Zu den am stärksten betroffenen Bezirken gehören Kyankwanzi, Mubende, Kassanda, Hoima, Buikwe, Wakiso, Kikuube und Bulambuli. „Mubende ist eines der am schnellsten wachsenden Gebiete, was auf Gold- und Mineralienreichtum sowie auf die fruchtbaren Böden zurückzuführen ist. Derzeit ist es einer der Hotspots für Vertreibungen.

Gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) haben Tausende zur Flucht ins benachbarte Uganda gezwungen. Rund 10 000 Menschen haben im südwestlichen Distrikt Kisoro Zuflucht gefunden; sie kommen aus dem Gebiet Rutchuru in der Demokratischen Republik Kongo, das weniger als 10 Kilometer vom Grenzübergang Bunagana in Kisoro entfernt liegt.

Ugandische Aktivisten haben Papst Franziskus getroffen; sie baten ihn um Hilfe, um zu verhindern, dass die East African Crude Pipline (EACOP) gebaut wird. Eine beheizte Rohölpipeline, die von Hoima in Uganda zum Hafen von Tanga in Tansania verlaufen soll. Das geplante Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 1.443 Kilometern und verläuft in der Nähe von Afrikas größtem Süßwasserreservat – dem Viktoriasee. Das Projekt stellt eine enorme Bedrohung für die Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt in der Region dar. Mehr als 100.000 Menschen sollen von ihrem Land vertrieben werden und sind von Enteignung bedroht. Im Februar unterzeichneten der französische TotalEnergies und China National Offshore den Vertrag; er zielt auf die Erschließung von Erdölreserven unter dem Albertsee an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ab. Sollte dieses Projekt verwirklicht werden, wäre es die längste beheizte Rohölpipeline der Welt.

Diese Auszeichnung erhielt der prominente Satiriker und Schriftsteller Kakwenza Rukirabashaya  von dem internationalen Autorenverband PEN. Zu Hause jedoch wurde er für seinen journalistischen Mut festgenommen und gefoltert. Nun musste er sogar aus seinem Heimatland fliehen, weil er Präsident Museveni als „Dieb“ und seinen Sohn Muhoozi als „Dickschädel“ bezeichnet hatte. Letzterer gilt als Nachfolger von Museveni, der das Land seit 36 Jahren mit harter Hand regiert.

Der Gesundheitsausschuss des Parlaments will den Gesetzentwurf 2021 zur Änderung des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit (Public Health (Amendment) Bill 2021) ändern und eine Impfpflicht einführen. Das neue Gesetz sieht ein Bußgeld von 4 Millionen ugandischen Schilling (1.139 USD) oder eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten vor, für jene, die sich nicht impfen lassen. Bei einer Bevölkerung von 45 Millionen Menschen sind bisher nur etwa 16 Millionen geimpft. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in dem Land rund 163.000 COVID-19-Fälle und 3.500 Todesfälle verzeichnet. Uganda hat seine Wirtschaft im vergangenen Monat wieder vollständig geöffnet, nachdem fast 2 Jahre lang Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ergriffen wurden, darunter Ausgangssperren, die Schließung von Geschäften und Schulen, die Schließung von Grenzen und andere Maßnahmen.

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