Schlagwort: Uganda

Synthetisches Haar für Verlängerungen und Perücken ist auf dem Vormarsch, weil es erschwinglicher ist als menschliches Haar, aber das Material ist nicht biologisch abbaubar und schadet der Umwelt. Eine nachhaltige Kunsthaaralternative sind Bananenfasern, die in einem  arbeitsintensiven Prozess aus Bananenstauden extrahiert werden. Jede Staude trägt nur einmal Frucht und muss dann den neuen Stauden weichen. Statt Abfall gibt es Profit. Die ugandische Entwicklungsexpertin Juliet Tumusiine müht sich leidenschaftlich um die Nutzung von Bio-Produkten. Das ugandische Startup TexFad, (Gründer Kimani Muturi) produziert überwiegend Teppiche aus Bananenfasern, hofft aber in Zukunft auch Kleidung herzustellen. Bananenfasern sind vielfältig verwendbar –  bis zur Bananenfaser Weihnachtskrippe. Sie gehören zu den stärksten Naturfasern, sind unglaublich haltbar und biologisch abbaubar. Uganda ist der größte Bananenproduzent in Sub Sahara Afrika.

2 Wochen vor Ende des Schuljahres schließen landesweit die Schulen, um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen. Dies steht im Widerspruch zu der offiziellen Aussage der Regierung, dass alles unter Kontrolle sei. In den vergangenen zwei Monaten sind 55 Menschen an dem Virus gestorben – und es gab 22 wahrscheinliche Ebola-Todesfälle, bevor der Ausbruch am 20. September offiziell erklärt wurde.

Künstlerin Harshinder Sirah floh als Kind aus Uganda in das Vereinigte Königreich. Nun hat sie eine Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Ankunft ugandischer Asiaten im Vereinigten Königreich organisiert. Sie will an die Ereignisse von 1972 erinnern, als Idi Amin rund 80.000 Asiaten aus Uganda vertrieb. Die Ausstellung in Bristol würdigt auch die Leistungen der ugandischen Asiaten, die ins Vereinigte Königreich kamen.

Total und die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) unterzeichneten ein 10-Milliarden-Dollar-Abkommen über die Erschließung ugandischer Ölfelder und die Verschiffung von Rohöl durch eine 1445 km lange Pipeline zum tansanischen Hafen Tanga am Indischen Ozean. Menschenrechtsaktivisten und Umweltgruppen sagen, es bedroht die Lebensgrundlage von Zehntausenden von Menschen und die empfindlichen Ökosysteme in der Region. In dem Bericht von Friends of the Earth und der Nichtregierungsorganisation Survie (Überleben) heißt es, die Pipeline würde „bis zu 34 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Atmosphäre ausstoßen – weit mehr als die Treibhausgasemissionen von Uganda und Tansania zusammen“. Das Europäische Parlament äußerte sich in einer Entschließung besorgt über „Menschenrechtsverletzungen“ und dass mehr als 100 000 Menschen von der Pipeline bedroht sind. Die Polizei in Kampala nahm, bei einer Demonstration gegen das Projekt, mehrere ugandische Studenten fest.

Das Land kämpft mit einem Ebola-Ausbruch, der bisher 19 Menschenleben gefordert hat, darunter eines in der Hauptstadt Kampala. Als jüngste Maßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung der Krankheit hat Präsident Yoweri Museveni traditionelle Heiler und Kräuterkundige angewiesen, keine Menschen zu behandeln, die an Ebola erkrankt sind. Auch Reverend Daniel Tokens Wejuli stimmt dem Präsidenten zu. Er sagt: „Man kann für jemanden aus der Ferne beten, oder sogar aus der Ferne mit Hilfe von Technologie. Religiöse Führer haben die Verantwortung, ihre Gläubigen zu schützen. Kulturelle und religiöse Praktiken können die Krankheit verbreiten.“ In Uganda unterstützen sich die beiden Gesundheitssysteme gegenseitig – wenn das eine nicht funktioniert, hilft vielleicht das andere.

Nach Angaben der Afrikanischen Zentren für Seuchen- und Präventionkontrolle wird Uganda ein Ministertreffens über den Ausbruch des Ebola-Virus einberufen. Der Ausbruch hat in der ostafrikanischen Region Alarm ausgelöst. Sierra Leone, Guinea und Liberia, die 2014-16 unter dem verheerenden Ebola-Ausbruch in Westafrika litten, werden ebenfalls zu dem Treffen am 12. Oktober eingeladen. Der Ausbruch wird auf den Sudan-Stamm des Ebola-Virus zurückgeführt, für den es keinen bewährten Impfstoff gibt.

Die Gesundheitsbehörden des Südsudan untersuchen Personen, um festzustellen, ob sie sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Die Verdachtsfälle wurden in 3 regionalen Bundesstaaten entdeckt, die an das benachbarte Uganda und die Demokratische Republik Kongo grenzen. Uganda hat derzeit mit einem Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers zu kämpfen. Bisher wurden 34 Fälle bestätigt und 9 Todesfälle verzeichnet.

Eine Gruppe von Witwen aus dem ugandischen Distrikt Bushenyi hat eine gute Verwendung für den von ihnen gesammelten Elefantenmist gefunden. Fatuma Barughare und die anderen Mitglieder der Katara-Frauengruppe verarbeiten den Elefantenmist zu Gegenständen wie Taschen und Bilderrahmen.

Die Klimaaktivistin Vanessa Nakate wurde zur UNICEF-Botschafterin des guten Willens ernannt und versprach bei ihrer Ernennung, sich weiterhin für die Schwächsten einzusetzen. Diese Anerkennung ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Liste von Natakes Erfolgen. In den letzten 4 Jahren hat sie eine Plattform namens Rise Up Movement gegründet, um afrikanischen Klimaaktivisten zu helfen, ihre Stimme zu erheben. Sie hat eine Initiative gegen die Abholzung der afrikanischen Regenwälder ins Leben gebracht und das Vash Greens Schools Project gegründet, das darauf abzielt, in abgelegenen Gebieten ihres Heimatlandes Uganda Solaranlagen zu installieren.

Mit steigender Alphabetisierung merken auch immer mehr Menschen, dass ihre Sehtüchtigkeit eingeschränkt ist. Um einen Augenarzt aufzusuchen, fehlt meist das Geld. So führt die 2016 gegründete Organisation WAZI VISION viele Sehtestcamps in schwer zugänglichen Gebieten durch und versorgt durch ein Subventionsprogramm die Sehbehinderten mit von ihnen hergestellten Brillen zu erschwinglichen Preisen. Werkstatt und Augenklinik in Kampala haben lange Öffnungszeiten. Neu ist, dass die von dem Unternehmen hergestellten Brillenfassungen aus recyceltem Kunststoff sowie aus lokal verfügbaren Materialien, wie Kuhhörner und Bambus, nun Rahmen anfertigt, die für afrikanische Gesichtszüge geeignet sind. Für besser Betuchte gibt es inzwischen auch eine Designerlinie von Brillenrahmen.

Länder