Schlagwort: Uganda

Diese Auszeichnung erhielt der prominente Satiriker und Schriftsteller Kakwenza Rukirabashaya  von dem internationalen Autorenverband PEN. Zu Hause jedoch wurde er für seinen journalistischen Mut festgenommen und gefoltert. Nun musste er sogar aus seinem Heimatland fliehen, weil er Präsident Museveni als „Dieb“ und seinen Sohn Muhoozi als „Dickschädel“ bezeichnet hatte. Letzterer gilt als Nachfolger von Museveni, der das Land seit 36 Jahren mit harter Hand regiert.

Der Gesundheitsausschuss des Parlaments will den Gesetzentwurf 2021 zur Änderung des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit (Public Health (Amendment) Bill 2021) ändern und eine Impfpflicht einführen. Das neue Gesetz sieht ein Bußgeld von 4 Millionen ugandischen Schilling (1.139 USD) oder eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten vor, für jene, die sich nicht impfen lassen. Bei einer Bevölkerung von 45 Millionen Menschen sind bisher nur etwa 16 Millionen geimpft. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in dem Land rund 163.000 COVID-19-Fälle und 3.500 Todesfälle verzeichnet. Uganda hat seine Wirtschaft im vergangenen Monat wieder vollständig geöffnet, nachdem fast 2 Jahre lang Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ergriffen wurden, darunter Ausgangssperren, die Schließung von Geschäften und Schulen, die Schließung von Grenzen und andere Maßnahmen.

Die USA haben eine Belohnung von 5 Millionen US-Dollar für Hinweise auf Joseph Kony, den Anführer der Lord’s Resistance Army, ausgesetzt, damit er sich für die von ihm und seinen Anhängern in Norduganda begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten kann. In den 1990er Jahren führte Kony einen Krieg gegen die Regierung. In diesem Konflikt wurden Tausende von Nordugandanern getötet, verstümmelt und aus ihrer Heimat vertrieben. Mehr als 2 Millionen Menschen wurden während des zwei Jahrzehnte andauernden Aufstands der Lord’s Resistance Army in Lagern für Binnenflüchtlinge in Norduganda gefangen gehalten.

… wir essen sie“. Für Ugander ist Rolex keine Schweizer Uhr, sondern ein beliebtes Street Food. Der Snack, an allen Straßenständen zu finden, besteht aus einem Gemüse Omelett, eingewickelt in einen Chapati. Er wird inzwischen auch in Restaurants angeboten und über die Grenzen beliebt. Man nimmt an, dass die Rolex Delikatesse zuerst von einem Lebensmittelhändler populär gemacht wurde, der sie an die Studenten der berühmten Makerere – Universität in Kampala verkaufte. Kürzlich hat Ugandas riesige Rolex sogar einen Guinness Weltrekord aufgestellt. Sie wog 2104,6 Kilogramm und war 2,32 Meter lang. Es brauchte ein Team von 60 Leuten in einer Außenküche in Kampala, um die 1200 Eier und restlichen Zutaten zu mischen, zu kneten, zu schneiden und zu braten. Nicht nur Kochkünste sondern sogar Physik waren gefragt. Die größte Rolex der Welt machte den Leckerbissen überall bekannt.

Am 1. Februar 2022 unterzeichneten die französische Total und die chinesische CNOOC ein Abkommen über 10 Milliarden US-Dollar mit dem Ziel, die Erdölreserven unter dem Albertsee an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu erschließen.  Geologen schätzen, dass von den 6,5 Milliarden Barrel im Boden 1,4 Milliarden Barrel förderbar sind. Umweltgruppen warnen, dass die Pipeline verheerende Auswirkungen auf die Tierwelt und die Menschen entlang der Strecke haben wird.

Uganda hat die längste Schulschließung der Welt beendet. Rund 15 Millionen Schüler haben in Uganda seit März 2020 keine Schule mehr besucht, als die Klassenzimmer geschlossen wurden, als COVID-19 über die Welt hereinbrach. Bildungsminister John Muyingo sagte, dass alle Schüler automatisch ein Jahr höher eingestuft werden, als sie aufgehört haben und dass alle Privatschulen, die höhere Gebühren als vor der Pandemie verlangen, sanktioniert werden würden.

Nach den Terroranschlägen in Kampala, wo drei Selbstmordattentäter Sprengstoff detonierten und sich und 3 weitere Menschen töteten, ist auch Kenia in Alarmbereitschaft, besonders da 3 wegen terroristischen Anschlägen Verurteilte aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Nairobi geflohen sind. Gerade zu der Zeit war der US Außenminister Antony Blinken zu regionalen Sicherheitsgesprächen mit Präsident Uhuru Kenyatta in Kenia.

Die Regierung arbeitet einen Gesetzentwurf aus, in dem das Anspruchsalter für monatliche Sozialhilfezuschüssen (Sage) für ältere Bürger gesenkt werden soll. Derzeit haben nur Bürger ab 80 Jahren Anspruch auf die monatliche Beihilfe von 25.000 Shs (ca. € 6, 25). Es ist an eine schrittweise Senkung gedacht, erst 75, dann 70 und schließlich 65 Jahre. 1l Milch kostet ca. 0,53 €, 1 Laib Brot (500g) ca. 0,86 €, 1 kg Tomaten ca.0.78 €, 12 Eier ca.1.84 €. Ein Lehrer verdient monatlich ca. 80 €.

Umweltschützer haben die Verhaftung von 6 ugandischen Menschenrechtsaktivisten als koordinierten Versuch verurteilt, Kritiker des umstrittenen Energieprojekts des französischen Ölriesen Total zum Schweigen zu bringen. Im April unterzeichneten die Regierungen von Uganda und Tansania eine Vereinbarung mit Total und der chinesischen CNOOC, die den Weg für den Bau einer 1 400 Kilometer langen Pipeline durch die ostafrikanischen Staaten ebnete. Das Rohöl soll von den Ölfeldern in der Region des Albertsees im Westen Ugandas durch Tansania bis zum Indischen Ozean gepumpt werden. Umweltgruppen erklärten, das Projekt habe dazu geführt, dass Zehntausende von Landwirten den Zugang zu ihrem Land verloren hätten, und warnten vor ökologischer Zerstörung, falls die Pipeline in der artenreichen Region gebaut würde.

Das ugandische Verfassungsgericht hebt ein umstrittenes Anti-Pornografie-Gesetz auf, das unter anderem ein Verbot des Tragens von Miniröcken in der Öffentlichkeit vorsah. Die Gesetzgebung kriminalisierte jede Aktivität, die als pornografisch angesehen wurde, vom Tragen kurzer Röcke bis zum Schreiben gewagter Lieder, und führte zu einer verstärkten öffentlichen Schikane von Frauen, die zu freizügige Kleidung trugen. In dem neuen Urteil heißt es, dass das Gesetz aus dem Jahr 2014, das als „Anti-Minirock-Gesetz“ bezeichnet wurde, „mit der Verfassung der Republik Uganda unvereinbar ist oder gegen sie verstößt“. Die Entscheidung wurde von Frauenrechtlern begrüßt.

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