Schlagwort: Uganda

Die Bewohner des Unterbezirks Rushasha im Distrikt Isingiro haben im Rahmen des Programms zur Förderung des sozialen Zusammenhalts zwischen Flüchtlingen und Gastgemeinden (Uganda Support to Municipal Infrastructure Development USMID) vom Ministerium für Landbesitz endlich Eigentumsrechte an Grundstücken erhalten. „In Isingiro haben wir ein Problem mit dem Landbesitz zwischen den Flüchtlingen und den Einheimischen, die um Land kämpfen, aber mit der Ausstellung dieser Landtitel wird dieses Problem gelöst werden“, sagte Byarugaba. Die Zahl der Begünstigten beläuft sich auf insgesamt 730 Personen, von denen 455 bereits ihre Landtitel erhalten haben, nachdem einige mehr als zwei bis vier Jahrzehnte ohne Landtitel verbracht hatten.

Die USA haben Sanktionen gegen hochrangige ugandische Beamte verhängt, die der Verwicklung in Korruption und Menschenrechtsverletzungen beschuldigt werden. Das Einreiseverbot kommt nur einen Monat nachdem auch das Vereinigte Königreich ähnliche Sanktionen gegen den Vorsitzenden der Nationalversammlung und zwei Ex-Minister angekündigt hat. Gegen die Parlamentspräsidentin Anita Among wurden Sanktionen verhängt, weil sie in „erhebliche Korruption“ verwickelt war, die mit ihrer Führung des ugandischen Parlaments zusammenhing. Mary Goretti Kitutu und Agnes Nandutu, die früher als Ministerinnen für die isolierte und verarmte ugandische Grenzregion Karamoja zuständig waren, wird vorgeworfen im Rahmen eines von der Regierung finanzierten Projekts für die Armen bestimmtes Dachmaterial gestohlen und an Politiker und deren Familien weitergeleitet zu haben. Peter Elwelu, ehemaliger stellvertretender Chef der ugandischen Volksverteidigungskräfte (UPDF), wird „wegen seiner Beteiligung an schweren Menschenrechtsverletzungen“ genannt; sowie der ehemalige Finanzminister Amos Lugolobi. Die USA verhängen außerdem Sanktionen gegen die Ehemänner von Among und Goretti, Moses Hashim Magogo bzw. Michael George Kitutu, sowie gegen Lugolobis Frau Evelyne Nakimera, denen die Einreise in die USA untersagt wird.

Einige Bauern in Uganda haben bewaffnete Männer angeheuert, um ihren Kakao zu schützen, da Diebe versuchen, vom gestiegenen Wert der Ernte zu profitieren. Die weltweiten Kakaopreise haben den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt erreicht, da die Trockenheit die Landwirtschaft in Ghana und der Elfenbeinküste, den größten Kakaoproduzenten der Welt, behindert. Etwa 30 % der in Uganda produzierten Kakaobohnen werden gestohlen.

Einer Studie zufolge haben wilde Schimpansen im Budongo-Wald Fledermauskot aus einer Baumhöhle gefressen, der mit Viren belastet war, nachdem der Tabakanbau ihre übliche Nahrungsquelle ausgelöscht hatte. Fledermauskot Guano ist eine „alternative Quelle für wichtige Mineralien“ für die Tiere, nachdem die Palmen, die sie einst verzehrten, „bis zum Aussterben abgeholzt“ wurden. Die Bäume werden auch von den Einheimischen zum Trocknen von Tabakblättern verwendet, die dann an internationale Unternehmen verkauft wurden. Unter den 27 Viren, die in dem von Schimpansen, Antilopen und Affen gefressenen Guano gefunden wurden, war auch ein Virus, das mit Covid-19 in Verbindung steht. Den Forschern zufolge wirft dieser Befund ein Licht darauf, wie sich neue Viren von Wildtieren auf den Menschen übertragen können.

Die weiblichen Abgeordneten des ugandischen Parlaments haben die Einrichtung eines eigenen Friseursalons im Parlament gefordert. Seit kurzem verfügt das Parlament über ein eigenes Fitnessstudio, aber die weiblichen Abgeordneten sagen, dass ihr Haar durch das intensive Training unordentlich wird, so dass nur wenige Abgeordnete bereit sind, die Einrichtung zu nutzen. Die Staatsministerin für Wasser und Umwelt, Beatrice Anywar, sagte: „ein Schönheitssalon würde dazu beitragen, die Bedürfnisse der weiblichen Abgeordneten vor den Parlamentssitzungen zu erfüllen“.

Bandmitglieder sind wegen „Beleidigung“ Musevenis verhaftet, weil sie, in der lokalen Sprache Runyankole, „Rutabandana Waturusya Rugahamuzindaro“ gesagt haben, was frei übersetzt so viel bedeutet wie „Wir sind müde, verlass das Mikrofon“. Die Rede war sehr lang. Präsident Yoweri Museveni sprach während der Feierlichkeiten zum 50. Hochzeitstag des ehemaligen Premierministers Amama Mbabazi und seiner Frau Jacqueline Mbabazi. Die Aussage wurde als Beleidigung des Präsidenten verstanden.

Auf Pastor Aloysius Bugingo, ein offener Anhänger von Präsident Yoweri Museveni, wurde ein Attentat verübt, bei dem sein Leibwächter getötet und er verletzt wurde.  Pastor Bugingo ist eine umstrittene Figur in Uganda; er ist Leiter der House of Prayer Ministries – eine der einflussreichsten Pfingstkirchen im Land. Bugingo hat auch seine eigenen Fernseh- und Radiosender, die er nutzt, um Museveni, der Uganda seit 1986 regiert, bedingungslos zu unterstützen. Pastor Bugingos Unterstützung für den Präsidenten – und neuerdings auch für dessen Sohn – zieht regelmäßig den Zorn der Opposition auf sich, die der Pastor wiederum in Predigten offen kritisiert.

Uganda gehört nicht mehr zu den Begünstigten des „African Growth and Opportunity“ Act (Agoa). Die Vereinigten Staaten haben auch drei andere afrikanische Länder, die Zentralafrikanische Republik, Gabun und Niger, mit Wirkung vom 1. Januar aus dem Agoa gestrichen. Der Erlass von US-Präsident Joe Biden vom 29. Dezember wird Kampala die Möglichkeit nehmen, bestimmte Waren ohne zusätzliche Steuern in die USA zu exportieren. Dies könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die ugandische Wirtschaft haben, die seit der Einführung des Programms im Jahr 2000 erheblich davon profitiert hat.

Eine Petition wurde abgewiesen, mit der der Bau einer umstrittenen Rohölpipeline von Uganda nach Tansania im Wert von 4 Mrd. $ gestoppt werden sollte. Ein fünfköpfiges Gerichtsgremium (EACJ) in Arusha entschied, dass die Klage zu spät eingereicht wurde und daher verjährt ist. Die 1.443 km lange East Africa Crude Oil Pipeline (Eacop), die von den Regierungen Ugandas und Tansanias zusammen mit TotalEnergies und der China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) gebaut wird, stößt auf den Widerstand lokaler Gemeinden sowie von Rechts- und Umweltgruppen.

Rund 30 Millionen Menschen sind vom drittgrößten See der Welt abhängig, aber der See droht zu ersticken–durch wuchernde Wasserhyazinthen und Plastikmüll. Von den täglich 500 Tonnen Müll aus Uganda, besonders der Hauptstadt Kampala, wird nur wenig recycelt, sondern landet im See. Vor einigen Jahren hat die Organisation ONE-EARTH-ONE-OCEAN (OEOO) die Uganda Junior Rangers animiert, den Müll aus dem See zu sammeln und unterstützt sie mit Katamaran, Müllpresse und Generator. Die Rangers setzen sich täglich ein, auch unter Gefahren, den See zu säubern. Sie bilden junge Taucher aus und sensibilisieren künftige Generationen durch Bildung zum Thema Müll.

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