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Uganda – Immer mehr Farmer steigen von Mais auf den Anbau von Chia Samen um. Das aus Südamerika stammende Getreide ist reich an Proteinen und ungesättigten Fettensäuren. Die Pflanze braucht wenig Wasserund keine Düngemittel. In Europa und den USA gibt es für Chia Samen einen wachsenden Markt.

Uganda – Schon vor zwölf Jahren hat Ugandas Präsident Yoweri Museveni die Begrenzung von Amtszeiten aus der Verfassung streichen lassen, um im Amt zu bleiben. Jetzt plant er wieder eine Verfassungsänderung, die die Altersgrenze für Kandidaten fürs Präsidentenamt aufheben soll, damit er in 2021 wieder zur Wahl antreten kann. Zu dem Zeitpunkt wird der der jetzt 72-Jährige 35 Jahre an der Macht sein. Man verlässt den Bananenhain nicht, den man angelegt und gepflegt hat, wenn die Früchte reifen, sagt er. Es stimmt, dass sich Uganda unter Museveni stabilisiert hat und ein markantes Wirtschaftswachstum aufweisen kann, doch seine Kritiker gehen gegen den Despoten auf die Straße.

Uganda – Messen, entwerfen, schneiden, nähen, anziehen. Alles macht der ugandische Mode Zauberer in vier Minuten. Latif Madoi hat eine einmalige Marke von „flotter Mode“ geschaffen. Er strebt immer neue Rekorde und neue ethnische Designs an. Weltweit veranstaltet er „Mode-Konzerte“, kürzlich in Paris, bei denen er in zwei Stunden 15 Kleider kreiert, jedes in Minuten und einmalig von einem Stück Stoff. Latif hat auch eine Mode Schule gegründet, um die nächste Generation von Modeschöpfern zu inspirieren.

Uganda – In einer Nachwahl erhielt der als Bobi Wine bekannte Sänger die meisten Stimmen. Heute ist seine Vereidigung. Er will kein Politiker sein, aber für sein Volk einstehen. Mehrere Texte seiner Lieder sind ein Aufruf an Ugander, eine aktive Rolle im Kampf gegen Korruption und Ungerechtigkeit in ihrem Land zu spielen.

Uganda – Mehrere Kleinbauern haben sich auf die Produktion von Chia-Samen umgestellt. Das wirft erstaunliche Profite ab, sogar auf kleinen Feldern, und lässt immer mehr Bauern von traditionellen Getreidesorten umsteigen. Chia, Grundnahrungs – und Heilmittel der alten Maya, erobert zurzeit den Gesundheitsmarkt Europas als Superfood und Schlankheitsmittel. In Deutschland wurden 2016 Chia-samen und Goji-Beeren für 42.6 Mio. Euro verkauft. 2014 lag der Umsatz bei nur 1,5 Millionen Euro.

Uganda – In ihrem Dorf Kabimbiri sprach man nicht viel über Mariam Nabatanzi Babirye bis die Presse „Daily Monitor“ von Kampala kam. Dann ging ihre Geschichte um die Welt. Mariam wurde mit 12 Jahren von ihren Eltern verheiratet. Sie war auf eine normale Familie eingestellt, doch durch eine „genetisch bedingte Kondition“ kamen 6 Zwillinge, 4 Drillinge, 3 Vierlinge und zwei Einzelkinder, das älteste 23 Jahre, das jüngste und letzte 4 Monate alt. Der Vater kümmerte sich kaum; Mariam ernährt die Familie von ihrem Feld und durch ihre Heilkräuterkunst und schickt alle in die Schule.

Uganda – Über 383.000 Südsudanesen sind seit Juli nach Uganda geflohen, etwa 2.400 pro Tag, im Ganzen etwa 600.000. Uganda soll weltweit mit die großzügigste Flüchtlingspolitik haben. Viele Ugander waren selbst mal Flüchtlinge und fühlen sich verpflichtet, zu helfen. Flüchtlinge dürfen arbeiten, genießen Sozialleistungen und können ein kleines Stück Land bebauen. Mit Flüchtlingen aus Burundi, Ruanda, Somalia und dem Kongo kommt die Zahl auf 900.000; so ist Uganda das drittgrößte Aufnahmeland in Afrika, nach Äthiopien und Kenia. Unter Einheimischen rührt sich Unwille, dass es den Neuankömmlingen besser geht als ihnen selbst. Das Land kommt an seine Grenzen und, obwohl Land und Rationen reduziert werden müssen, können die Flüchtlinge überleben.

Uganda – Über 9000 Südsudanesen kommen täglich über die Grenze, um in Uganda Schutz vor Krieg und Hunger zu suchen, aber für die mehr als 50.000 Vertriebenen im Rhino Lager wurde das Wasser knapp. Nun hat das Internationale Rote Kreuz eine Wasserversorgung eingerichtet: eine Flotte von 30 Tanker, extra angelegte Straßen, ein System von Rohren, Pumpen, Filter-, Chlorung- und Teststellen und Verteilertanks. Für die Flüchtlinge wächst mit dem Wasser vom Nil der Mut zum Überleben.

Uganda – Als die ugandische Regierung in 2007 Plastik Beutel bannte, war es Rusia Orikiriza, Studentin an der Makerere Universität, klar, was sie tun wollte. Beim Abschluss ihres Studiums hatte sie bereits 80 Mitarbeiter beschäftigt, die umweltfreundliche Tüten und Kartons aus landwirtschaftlichen Abfällen, Altpapier und Naturfasern entwarfen, produzierten und vermarkteten. Heute ist sie erfolgreiche Chefin von Oribags Innovations Ltd und international ausgezeichnet. Rusia sieht es als eine Verpflichtung, junge Frauen zum Unternehmertum zu animieren und zu unterstützen.

Uganda – Yoweri Museveni, seit 30 Jahren an der Macht, hat seinen 42jährigen Sohn Muhoozi Museveni für den Posten bestimmt, nachdem dieser nach seiner militärischen Ausbildung im britischen Sandhurst schon eine steile Karriere als Brigadier und Oberstgeneral absolviert hat. Beobachter glauben, dass Museveni seinen Sohn für die Nachfolge im Präsidentenamt vorbereiten will, möglicherweise bei den nächsten Wahlen in 2021. Muhoozi hat von seinem Vater erstaunliche militärische Erfahrungen gesammelt; jetzt soll er sich in Politik und Staatsführung einüben.

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