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Südsudan – Die Zahl der Jungens, die zum Kriegsdienst gezwungen werden, steigt ständig. Diesmal soll eine mit der Regierung liierte Milz, die Shilluk, verantwortlich sein. Der UNICEF Vertreter fürchtet, dass der Weg der Kinder von der Klasse gleich an die Front geht.

Südsudan – Das Kinderhilfswerk UNICEF berichtet, dass in der Nähe von Malakal in der Upper Nile Provinz 89 Jungen von einer bewaffneten Gruppe entführt wurden. Es war zur Examenszeit, als die Männer bei einer Haus zu Haus Suche alle Jungen über 12 Jahre mitnahmen. Es ist noch nicht klar, welche der Konfliktparteien verantwortlich ist, aber befürchtet wird, dass die Kinder als Soldaten missbraucht werden. UNICEF schätzt, dass 12,000 Kindersoldaten im südsudanesischen Bürgerkrieg eingesetzt sind.

Südsudan – Nur eine Woche nach den letzten Verhandlungen haben Rebellen Stellungen der Regierungstruppen in der Ölstadt Bentiu bombardiert. Diese feuerten zurück. In Bentiu haben 53,000 Zivilisten in einem Lager der Vereinten Nationen Schutz gesucht. Die UNO wirft beiden Gruppen schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Seit Beginn des Bürgerkrieges wurden Zehntausende getötet und bis zu zwei Mio. vertrieben. Inzwischen braucht fast die Hälfte der 12 Mio. Bevölkerung dringend Hilfe.

Südsudan – 280 Kinder sind von südsudanesischen Milizen in die Freiheit entlassen worden. Laut UNICEF sollen weitere 2,700 minderjährige Kämpfer bald frei kommen. Das UN- Kinderhilfswerk verhandelt weiter mit den Rebellen. Der UNICEF Leiter im Südsudan sagte, dass diese Kinder „gezwungen wurden, zu tun und zu sehen, was kein Kind je erleben sollte“. Die Kinder werden jetzt versorgt und psychologisch betreut, aber wegen der millionenfachen Vertreibung im Land und in Nachbarländer ist eine Zusammenführung mit ihren Familien nicht möglich. Tausende Kinder, möglicherweise 12,000, kämpfen noch immer in den Reihen der Aufständischen.

Südsudan – Seit einem Jahr tobt der Bürgerkrieg, und Rebellen planen jetzt schon, die für Mai-Juli angesetzten Wahlen zu boykottieren, obwohl Kiir eine Amnestie gewähren will. Doch Machar, früherer Vize und jetziger Gegenspieler, ist sich „keines Verbrechens bewusst“. Auch könne die Abstimmung niemals glaubwürdig sein. Zehntausende kamen in den Kämpfen um und, laut UN-Angaben, wurden 1.9 Mio. zu Vertriebenen.

Südsudan – Heute jährt sich der Ausbruch des Konflikts. Menschenrechtler warnen, dass der Bürgerkrieg mit seiner extremen Gewalt und wachsendem Hunger im zweiten Jahr noch schlimmer wird. Heute soll es in Juba und Nachbarländern Gedenkfeiern und Kerzenlicht Wachen geben, und die Namen der zigtausend Toten sollen am Rundfunk gelesen werden. Die Lage sei düsterer als vor der Unabhängigkeit. An einen baldigen Frieden glauben wenige, aber alle hoffen, dass es kein zweites Somalia wird.

Libyen – Schlepperbanden nutzen das politische Chaos im Land aus, um möglichst viele Migranten auf See zu bekommen. Von den 250 Passagieren auf dem vor Tajoura gekenterten Boots konnten nur 26 gerettet werden. Marine Sprecher Qassam sagte, die meisten der Ertrunkenen seien Afrikaner gewesen, und viele von ihnen Frauen. Die libysche Küstenwache habe nicht genügend Ressourcen und müsse Boote von Fischern ausleihen.

Libyen – Aus Sicherheitsgründen hat die libysche Übergangsregierung die griechische Fähre „Elyros“ vor Tobruk für ihre Sitzungen angemietet, während auf dem Festland der erbitterte Machtkampf zwischen den Milizen weitergeht. Doch auch auf dem Schiff herrscht keine Einheit. Die islamistischen Parlamentarier sind gar nicht an Bord gegangen. Wie das Land zusammen finden soll, ist rätselhaft.

Südsudan – Weil die Flüchtlinge im entfernten Unity State wegen ausgefallenen Ernten und unwegsamem Gelände nicht mit genügend Lebensmitteln versorgt werden können, sammeln sie Seerosen im nahen Fluss, mahlen die Samen und kochen sie mit Wasser in einen Brei. Experten warnen, dass der Hunger bis Jahresende etwa 4 Mio. Menschen betreffen kann; 50,000 Kinder könnten sterben.

Die UN Flüchtlings-Organisation fürchtet eine Verschlechterung der humanitären Lage, weil nach den blutigen Kämpfen immer noch tausende Flüchtlinge aus Sudan in den Bundesstaat Upper Nile kommen. In den letzten drei Wochen waren es 35,000. Der Zustand der Neuankömmlinge ist nach dem langen Fußmarsch erschreckend schlecht. Ärzte ohne Grenzen bestürmen die UNO, einen geeigneten Zufluchtsort für sie zu finden, wo Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung gewährleistet sind.

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