Schlagwort: Südsudan

Südsudan – In der eingeschlossenen Stadt Yei droht eine humanitäre Katastrophe. Während Regierungstruppen die Stadt kontrollieren, halten sie die Rebellen umlagert. Die Ernte kann nicht eingeholt werden, und wegen ausgefallener Wasserpumpen wird das Trinkwasser knapp. Sicheren Zugang gibt es nur durch die Luft. Die Hilfsorganisationen stoßen an ihre Grenzen.

Südsudan – Berichte, dass der Rebellenführer und frühere Vize Präsident Riek Machar, der sich seit Oktober in Südafrika zu medizinischen Zwecken aufhält, unter Hausarrest stehe, werden stark dementiert. Er sei ein „Gast der südafrikanischen Regierung“. Südsudan will ihn aus dem Weg haben – „schweigend im Exil“ – doch Machar plant, sobald er ein Visum für ein Nachbarland erhält, durch dieses wieder in den Südsudan zurückzukehren.

Südsudan – Die Stadt Yei nahe der Grenze zu Uganda und der DR Kongo sowie die umliegende Equatoria Provinz waren bis vor kurzem wenig von dem wütenden Bürgerkrieg betroffen. Seit die Anhänger des fliehenden Rebellenführers Machar sich dahin zurückzogen und die Armee nachrückte, ist Yei das Zentrum der Gewalt. Bewohner veröffentlichen Bilder von verbrannten gefesselten Körpern und zerstückelten Kinderleichen. Aushungern, Massaker, Massenvergewaltigung, Plünderung, auch von Kirchen, Abfackeln von Märkten und das Niederbrennen ganzer Dörfer zeigen, dass die ethnische Säuberung im Gange ist. UN-Beauftragte und Kirchenvertreter befürchten und warnen, dass in dem Klima der Intoleranz und Gewalt ein Potenzial für Völkermord existiert.

Südsudan – Die gerade in Juba eingetroffenen 350 Blauhelm Soldaten sind die ersten Japaner, die nach 70 Jahren militärischer Zurückhaltung nach Ende des 2. Weltkrieges befugt sind, militärische Gewalt anzuwenden. Sie haben sich bereit erklärt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Bislang haben die japanischen Soldaten nur beim Aufbau von Infrastruktur geholfen, doch die Anzeichen eines „drohenden Völkermords“ setzen alle in Alarmbereitschaft. Das von der UNO geforderte Waffenembargo wird von Russland als „nicht zielführend“ abgelehnt.

Südsudan – Der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat den Kommandeur der Friedenstruppe, einen kenianischen General, entlassen, nachdem es klar wurde, dass Blauhelme Zivilisten ihrem Schicksal überließen. Sie sahen zu oder sahen weg als Menschen gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Jetzt zieht Kenia seine Friedenstruppen zurück. Mit 1000 Soldaten hatte Kenia eines der größten Mandate gestellt. Neben dem Schutz der Zivilbevölkerung gehört auch die Sicherung des Zugangs zu humanitärer Hilfe zu ihren Aufgaben.

Südsudan – Die Wände von öffentlichen Gebäuden und Container in der Hauptstadt Juba dienen ihnen als Leinwand für ihre Friedensmotive, die Menschen zum Nachdenken bringen sollen. Die Wandmalereien kommen an; bei manchen malen die Anwohner sogar mit. Berühmt ist die Dampflok, inspiriert von dem Hashtag #SaveTheLastTrain. Laut einem Verteidigungsminister der ersten Stunde ist die letzte Hoffnung für das Land der Rückzug beider Kampfhähne, Kiir und Machar, aus der Politik.

Südsudan – Eine mutmaßliche südsudanesische Rebellengruppe, Anhänger von Ex-Vize Präsident Machar, ist bereit, 41 ugandische Geiseln gegen Zahlung freizulassen. Die Opfer wurden zwischen Mai und Juli auf Reisen im Grenzgebiet entführt. UNO-Berichte sprechen auch von Schmiergeldern, die Flüchtlinge aus Südsudan an Checkpoints – von Regierung und Milizen aufgestellt – zahlen müssen. Seit den blutigen Juli Kämpfen in Juba sind über 100,000 Menschen nach Uganda geflohen.

Südsudan – Der entlassene Vize-Präsident Riek Machar, der seit zwei Jahren mit Präsident Salva Kiir einen Machtkampf führt, floh nach den Juli Attacken in Juba zum Sudan und hält sich jetzt in Südafrika auf. Ende des Monats will er heimkommen, aber Kiir hat keine Rolle für ihn in der Politik des Landes vor den 2018 Wahlen. Inzwischen geht das Gemetzel im Land weiter, neuerdings wieder in Malakal. Zur selben Zeit laufen auch Friedensbemühungen, wie die Eröffnung des „Good Shepherd“ Friedenszentrums in Kit bei Juba am vergangenen Sonntag.

Südsudan – Der frühere Rebellenführer Riek Machar drängt auf bewaffneten Widerstand gegen das „autoritäre und faschistische Regime“ von Präsident Salva Kiir. Nur zwei Monate seit seiner Flucht aus dem Südsudan ruft er zum Krieg auf. Er will seinem noch jungen Land „Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ bringen. Es ist seine erste politische Aussage seit der Flucht. Unklar ist, wie weit Machar noch auf die Gefolgschaft seiner alten Rebellengruppe zählen kann.

Südsudan – Während die Bevölkerung unsagbar leidet unter dem Krieg, den Präsident Salva Kiir und Oppositionsführer Riek Machar gegeneinander führen, wurde jetzt in The Sentry ein Bericht veröffentlicht mit detaillierten und unwiderlegbaren Fakten, dass die Kriegsherren, ihre Familien und die militärische Elite sich massiv bereichert haben. Zwei Jahre wurde an dem von Clooney in Auftrag gegebenen Bericht gearbeitet. Es sei an der Zeit, dass die Welt reagiert, so dass unschuldige Menschen nicht für immer den Preis für die Verbrechen der Mächtigen zahlen müssen.

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