Schlagwort: Südsudan

Südsudan – Ex-Rebell Riek Machar ist wieder in Juba für Gespräche mit Präsident Salva Kiir über die Umsetzung des festgefahrenen Friedensabkommens. Seit Ausbruch des Krieges in 2013 sind viele Friedensversuche gescheitert, doch im September 2018 kam es unter internationalem Druck zu einem Abkommen über eine Einheitsregierung. Die erste Frist (Mai) ist verstrichen und der zweite Termin (November) ist nahe. So steigt der Druck. Die beiden Rivalen trafen sich zuletzt auf Einladung des Papstes im Vatikan, als Franziskus in seinem innigen Friedensappell den beiden skrupellosen Kriegsherren die Füße küsste.

Südsudan – Nach wiederholten signierten und gebrochenen Friedensverträgen ist noch immer keine Regierung in Sicht. Präsident Kiir und sein Vize Machar haben im September 2018 in Addis Abeba ein Abkommen getroffen, bis zum 12. Mai eine Regierung der nationalen Einheit einzusetzen. Doch jetzt haben die Konfliktparteien die Übergangsphase um sechs Monate verlängert, weil noch „wichtige“ Punkte zu klären sind. Nach 380.000 Toten, vier Millionen Geflüchteten, nach Hunger, Krankheit und Angst sehnt sich die Bevölkerung nach Frieden.

Südsudan – Präsident Kiir und sein Vize Machar haben tatsächlich die Einladung des Vatikans zu den von Erzbischof Welby von Canterbury mitgestalteten Einkehrtagen (09. /10. April) angenommen. Am Ende mahnte Papst Franziskus nochmal zu „Frieden“, dem ersten Wunsch des Auferstandenen. Er flehte sie an, den Friedensprozess zu Ende zu führen, und als „Väter der Nation“ die politischen und ethnischen Spaltungen zu überwinden. Dann küsste er in einer spontanen Geste den Anführern der streitenden Parteien die Füße.

Südsudan – Am 9. Und 10. April werden Präsident Salva Kiir und Oppositionsführer Riek Machar zusammen im Vatikan erwartet für, laut Vatikansprecher Gisotti, „spirituelle Exerzitien“. Juba Radio „Tamazuj“ berichtet, es ginge um die Festigung des Friedensabkommens. Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes entzweiten sich die politischen Führer und lösten den grausamen Bürgerkrieg aus. Bis jetzt missglückte jeder Versuch einer Annährung. Nachdem Papst Franziskus vor knapp einem Monat Präsident Kiir getroffen hatte, hofft er, dass nun das „Vertrauen wiederhergestellt“ werden könnte. Franziskus plant, bald selbst den Südsudan zu besuchen.

Südsudan – Präsident Salva Kiir, katholischer Kirchgänger, wurde am Samstag von Papst Franziskus im Vatikan empfangen. Es ging um die endgültige Lösung der Konflikte, die Rückkehr der Flüchtlinge und den Beitrag der Kirche zur Festigung des Friedensvertrags. Viele hoffen auf größere Stabilität nach der Audienz. Doch müsse Kiir „umdenken und auf Frieden setzen“. Papst Franziskus bekräftigte seinen Wunsch, in den Südsudan zu reisen. Der 2017 geplante gemeinsame Besuch mit dem anglikanischen Primas Welby musste damals aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Südsudan – Am Ende ihrer Vollversammlung in Februar erklärten die Bischöfe, dass das zwischen Kiir und Machar im September abgeschlossene Abkommen nicht die Wurzeln des Konflikts angehe, die ethnischen, sozialen und religiösen Aspekte. Es gäbe keine „Teilung der Macht“. Jeder suche nur seinen eigenen Vorteil. Der offene Konflikt ist weniger spürbar, doch die Feindseligkeiten gehen weiter. Der Bürgerkrieg, der 2013 ausbrach, ist im Grunde ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten und seinem früheren Vizepräsidenten.

Südsudan – Der Südsudan hat begonnen, mit Hilfe des nördlichen Nachbarn, die Ölanlagen, die in dem seit 2013 andauernden Bürgerkrieg zerstört wurden, zu reparieren und Öl zu fördern. Zurzeit produziert das Land täglich 160.000 Barrel, doch glaubt der Ölminister, dass bis Ende 2019 täglich 70.000 mehr fließen könnten. Firmen von Malaysia, Indien und China haben Anteile am Südsudan Öl, und Sudan erhält 9 – 11 Dollar für jeden Barrel, den es vom Binnenland zum Hafen pumpt. Im August haben Präsident Kiir und Riek Machar das „endgültige“ Friedensabkommen unterzeichnet, das jedoch noch nicht ganz umgesetzt ist.

Südsudan – Durch Schwermetalle und Salze, Abfallstoffe der Ölproduktion, sind die Wasservorräte für eine halbe Million Menschen verunreinigt. Obwohl der malaysische Konzern Petronas im April Abhilfe versprochen hat, wurde noch keine effektive Lösung gefunden. Trotzdem soll die Ölförderung ausgeweitet werden, weil die Regierung dringend Geld braucht. Ob die Verantwortlichen die Ölkonzerne anhalten können, die umweltrechtlichen Vorschriften zu beachten, ist fraglich.

Südsudan – Nach zwei-jährigem Exil ist Riek Machar zum ersten Mal nach Juba gekommen, um an den Feierlichkeiten des im September geschlossenen Friedensabkommens teilzunehmen. Die Menschen sangen und tanzten in den Straßen von Juba. Das Abkommen, bei dem Machar erneut Vizepräsident von Salva Kiir wird, soll den 5-jährigen Bürgerkrieg, der Zehntausende tötete und vier Millionen in die Flucht trieb, beenden. Es muss sich zeigen, ob das Abkommen hält. Alle bisherigen Versuche sind gescheitert.

Südsudan – Bei dem Versuch in dichtem Nebel zu landen, stürzte ein Flugzeug mit 22 Passagieren in einen See in der Nähe der Stadt Yirol. Der anglikanische Bischof kam dabei um. Nur vier Menschen überlebten. Mangelhafte Sicherheit der Maschinen und überhöhte Ladung sind häufig die Ursachen von Flugzeugunglücken.

Länder