Schlagwort: Südsudan

Südsudan – Bürgerkrieg und Hunger haben zwei Mio. Kinder verjagt; 62% aller südsudanesische Flüchtlinge, die In Uganda, Kenia, Äthiopien und Sudan Schutz suchen, sind Kinder. Dazu sind noch eine Mio. Kinder Binnenflüchtlinge. Laut UNICEF ist im Moment keine Krise mehr besorgniserregend, als die große Zahl traumatisierter Kindergesichter in den Lagern. Nach den Provinzen Leer und Mayendit könnte demnächst auch die Provinz Koch zur Hungerregion erklärt werden.

Südsudan – In der Hauptstadt Juba machen sie lautstark Präsident Salva Kiir für den Zusammenbruch des Landes verantwortlich. Er sei schuld an dem Bürgerkrieg, dem Machtkampf zwischen ihm und seinem Stellvertreter Riek Machar, der seit 2013 wütet. Stammeskonflikte, Mord, unvorstellbare Grausamkeiten, Vertreibung, Wirtschaftskrise, Verteuerung und jetzt, die in ganz Ostafrika herrschende Dürre und Hungersnot haben zu millionenfacher Flucht geführt.

Südsudan – Sie waren unterwegs von Juba nach Pibor, als sie von Bewaffneten aus ihren Fahrzeugen gezwungen und getötet wurden. Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) ist entsetzt über die Ermordung der mutigen Helfer (3 Kenianer und 3 Südsudanesen). Seit Beginn des Bürgerkrieges in 2013 sind bereits 79 Helfer getötet worden; dies sei jedoch der abscheulichste Akt gewesen, und das zu einer Zeit, in der die Not im Land am größten ist.

Südsudan – Eine Antonov Maschine mit 45 Menschen an Bord verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen von Wau und ging in Flammen auf. Man spricht von 14 Verletzten im Krankenhaus. Ob und wie viele Todesopfer es gab, ist nicht klar. Die Maschine kam von der Hauptstadt Juba. Wetterbedingte schlechte Sicht könnte das Unglück verursacht haben.

Südsudan – Die Kosten für eine Arbeitserlaubnis für Hilfskräfte sind von 100-300 auf 10.000 Dollar erhöht worden, gerade wenn mit den Hilfsgütern auch Helfer einfliegen. Die Organisationen werfen der Regierung vor, die Notsituation auszunutzen; diese jedoch behauptet, die Erhöhung sei schon länger geplant und man brauche das Geld, um Lücken zu füllen. Auch würden viele Helfer die Regierung „ausspionieren“.

Südsudan – Bewaffnete Südsudanesen sind am Sonntag und Montag in die Gambella Region im benachbarten Äthiopien eingedrungen, haben 28 Menschen getötet und 43 entführt. Äthiopische Soldaten verfolgen die Angreifer. Die gegenseitigen Angriffe im Grenzgebiet passieren fast jährlich, um Rinder zu stehlen und Kinder zu entführen, die sie als Hirten dingen. Dabei beherbergt Gambella 300.000 Südsudanesen, die vor dem Bürgerkrieg geflohen sind.

Südsudan – Ein früherer General, Thomas Cirillo Swako, hat Präsident Kiir eines Stammeskrieges beschuldigt und will mit seiner neugegründeten „National Salvation Front“ (NAS) das Kiir Regime stürzen. Nur dann wäre es möglich, Friedensverhandlungen zu beginnen. Auch Weihbischof Doggale von Juba brüskierte den Präsidenten, als er dessen Einladung zu einem nationalen Gebetstag am 10. März ausschlug. Ein „schlechter Witz“: zum Gebet aufrufen und gleichzeitig landesweit „seine Soldaten Jagd auf Menschen machen“ lassen.

Südsudan – Sie kommen zu Tausenden aus den Sümpfen des Nil, wo sie sich auf isolierten Inseln des Sudd vor den Kämpfen des Bürgerkriegs versteckt hielten und von wildem Honig und Wasserlilien lebten. Die Nachricht von Hilfspaketen, die bald in der Stadt Thonyor abgeworfen würden, brachte sie zusammen, um sich registrieren zu lassen. Im Unity State ist der Notstand ausgerufen, aber auch anderswo im Bürgerkriegsland Südsudan hungern 5 Mio. Menschen. In Somalia kommt zu Krieg und Terror noch eine extreme Dürre dazu. Die Menschen töten ihre restlichen Tiere und brauchen ihr Saatgut als Nahrung, nur um zu überleben. Mit vielen andern appelliert auch UNO-Generalsekretär Guterres an die internationale Gemeinschaft.

Südsudan – Papst Franziskus hat nicht nur dringend um massive Hilfe für das vom akuten Hunger betroffene Land aufgerufen, sondern auch den Wunsch ausgedrückt, den Südsudan später im Jahr besuchen zu wollen. Die südsudanesischen Bischöfe haben die Freudenbotschaft sofort verbreitet; der Vatikan jedoch hat noch keine Pläne bestätigt.

Südsudan – Der Bürgerkrieg und die kollabierte Wirtschaft haben das Land in die Hungersnot gestürzt. Laut FAO seien 100.000 Menschen in Lebensgefahr; 5 Mio., etwa 40% der Bevölkerung brauchen dringend Nahrungsmittelbeihilfe. Im Bundesland Unity ist der Notstand erklärt worden. Mit dem Einbruch der Landwirtschaft ist auch die Lebensgrundlage der Menschen zerstört. Zehntausende kamen um; 3 Mio. der Überlebenden sind auf der Flucht, meist im eigenen Land.

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