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Südsudan – Etwa 300 Anhänger des früheren Vizepräsidenten Machar sind teils in den Kongo geflohen oder wurden von der UNO dorthin evakuiert. Etwa 100 Kämpfer werden in Krankenhäusern betreut. Alle sind unterernährt und in lebensbedrohlicher Kondition. Obwohl Kongo DR selbst ein Krisenland ist, beherbergt das Land etwa 27,000 Flüchtlinge vom Südsudan. Die Belastung für die lokale Bevölkerung ist enorm, besonders da viele der Flüchtlinge in Gastfamilien leben. Die Malteser helfen mit sauberem Wasser, mit Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Südsudan – Weil sie um ihre Souveränität bangte, hat die Regierung von Salva Kiir sich länger gegen eine erweiterte Schutztruppe gewehrt. Jetzt dürfen 4000 weitere Blauhelmsoldaten zu den bestehenden 12,000 dazukommen, um die Zivilbevölkerung in Juba und die UN-Lager zu schützen. Die im Juli ausgebrochenen Kämpfe in der Hauptstadt mit Plünderungen, Vergewaltigungen und Hinrichtungen konnten mit bestehenden Truppen nicht eingedämmt werden. Der seit 2013 dauernde blutige Konflikt verläuft entlang ethnischen Linien: Präsident Kiir ist Dinka, seiner früherer Vize Machar ist Nuer. Letzterer floh nach den Juli Unruhen ins Nachbarland Sudan.

Südsudan – Nachdem es UNICEF letztes Jahr gelang, 1775 Kindersoldaten zu befreien, berichtet die UN-Organisation jetzt, dass mehr als 650 Kinder erneut von den Konfliktparteien rekrutiert wurden und tausende in Gefahr sind, als Kämpfer missbraucht zu werden.

Südsudan – Oppositionsführer Riek Machar ist in ein benachbartes Land geflüchtet. Er will erst wiederkommen, die die UN die geplanten zusätzlichen 4 000 Soldaten nach Juba entsandt hat. Die Regierung hat den Beschluss des UN-Sicherheitsrats noch nicht offiziell akzeptiert.

Südsudan – Nach Berichten aus Juba sind bei den Auseinandersetzungen zwischen Präsident Salva Kirr und dem geflohenen Vize-Präsidenten Riek Machar über 1000 Menschen ums Leben gekommen. Die Ernennung eines neuen Vize-Präsidenten, Taban Deng, hat die Lage noch weiter kompliziert. Nach UN-Angaben sind weitere 60.000 Menschen aus dem Land geflohen. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen. Die Inflation beträgt 300%.

Südsudan – Trotz Waffenruhe ist die Lage noch sehr prekär. Die Menschen fliehen wieder zu tausenden aus ihren Häusern in sichere, von der UNO bewachte Gebiete. Das UN Flüchtlingshilfswerk hat die umliegenden Länder gebeten, ihre Grenzen für Schutzsuchende offen zu halten. Der Krisenstab der BRD hat entschieden, deutsche, europäische und internationale Staatsbürger mit Flugzeugen der Luftwaffe nach Uganda auszufliegen.

Südsudan – Nach viertägigen blutigen Gefechten zwischen den Truppen von Präsident Kiir und Vizepräsident Machar mit mehreren hundert Toten, ist es heute still in Juba, doch die humanitäre Lage ist verheerend: keine Lebensmittel, kein Wasser und tausende Zivilisten, die in den Kirchen Schutz suchen. Der Druck von UNO und den USA auf die beiden Machthaber, den gemachten Frieden zu respektieren, ist gewaltig.

Südsudan – Am Vorabend des 5. Unabhängigkeitstages, als Präsident Kiir und sein Vize Machar sich in Juba trafen, brachen dort neue Kämpfe aus. Die führenden Erzfeinde, die vor Kurzem ein Friedensabkommen geschlossen hatten, appellierten vergebens an die Kämpfer, die Ruhe zu bewahren. Inzwischen zählt man in der Hauptstadt 270 Tote. Rund 10,000 Menschen flohen. Es ist nicht klar, ob die beiden Machthaber ihre Truppen nicht mehr kontrollieren können, oder ob sie ein „tödliches Doppelspiel“ verfolgen. Die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs ist sehr real. Der Freudenruf „Endlich frei“ vom 9. Juli 2011 ist im Bürgerkrieg mit zehntausenden Toten, Millionen Vertriebenen und inzwischen 4,8 Mio. Hungernden untergegangen. Dazu kommt die verlorene Generation von 350,000 Kindern, die ohne Schulbildung ins Leben gehen.

Südsudan – Südsudan verhandelt im Moment mit Simbabwe wegen Hilfe beim Erstellen eines funktionierenden Schulsystems. Simbabwe hatte, bis zu dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, ein beneidenswertes Schulsystem und die höchste Alphabetenrate in sub-Sahara Afrika. Jetzt ist Simbabwe bereit, pensionierte Lehrer und Erzieher nach Südsudan zu schicken, um dort einen angepassten Lehrplan und ein faires Examenssystem aufzubauen. Auch sollen die erfahrenen Erzieher Schuldirektoren ausbilden und sie zu Höchstleistungen animieren.

Südsudan – Zu Beginn der Regenzeit, die von Mai bis November anhält, sind 35,000 Menschen im Yida Flüchtlingscamp starkem Wind und heftigen Regengüssen ausgesetzt. Die Hilfsorganisationen hatten es nicht geschafft, Zelte und Plastikplanen zu verteilen. Jetzt sind die ungefestigten Straßen nicht mehr befahrbar. Das UNO Flüchtlingskommissariat plant nun eine Umsiedlung der Flüchtlinge in andere Lager.

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