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Präsident Ghazouani von Mauretanien ist mit leichten Symptomen positiv auf Covid-19 getestet Mauretanien meldete am Montag 490 neue Coronavirus-Fälle, die höchste Tageszahl seit Ausbruch der Pandemie. In dem westafrikanischen Land wurden bisher 862 Todesfälle durch Covid-19 unter den 4,6 Millionen Einwohnern gemeldet, mehr als 2,3 Millionen Impfdosen wurden verabreicht. Die Infektionsrate liegt bei 0,9% = 43.497 Infektionen. Mosambiks Präsident Filipe Nyusi und seine Frau Isaura sind positiv auf Covid-19 getestet worden und befinden sich in Isolation. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Mosambik hat ihren Höhepunkt erreicht.  Insgesamt wurden während der Pandemie über 2 000 Covid-19-bedingte Todesfälle und 196 000 Infektionen verzeichnet, die Infektionsrate ist 0,6% . Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi befindet sich in Selbstisolierung, nachdem er bei einem Routinetest positiv auf Covid-19 getestet wurde. Botswana hat 71 % seiner Bevölkerung von rund 1,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Bislang wurden 222.053 COVID-19 Infektionen erfasst, bei 2.452 Todesfällen (Stand: 04.01.2022). Dies entspricht einer Infektionsrate von 9,26% sowie eine Todes- bzw. Letalitätsrate von 1,10%. Im Dezember musste Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sich wegen Covid-19 in Behandlung geben Sein Stellvertreter führte die Amstgeschäfte weiter. In Südafrika wurden bislang 3.483.590 COVID-19 Infektionen erfasst, bei 91.451 Todesfällen an oder mit Corona (Stand: 05.01.2022). Dies entspricht einer Infektionsrate von 5,80% sowie eine Todes- bzw. Letalitätsrate von 2,63%.

Der Grahamstown High Court in Makhanda hat ein Verbot gegen seismische Scans des Ölgiganten Shell erlassen. Dies geschah drei Wochen, nachdem Richter Avinash Govindjee einen früheren Interdiktantrag mit der Begründung abgewiesen hatte, dass die Kläger, zu denen auch Greenpeace gehörte, keinen „irreparablen Schaden“ für die Meeresbewohner nachgewiesen hätten. Im Jahr 2014 erteilte die Regierung Shell die Erlaubnis, das über 20 km vor der Ostkapküste gelegene Gebiet seismisch zu untersuchen, was zu einer Kaskade von Widerständen führte, die mehr als sieben Jahre andauerte. Zuletzt protestierten Umweltschützer gegen den Plan des Unternehmens, potenzielle Erdöl- und Erdgasvorkommen mit lauten Luftdruckwaffen zu kartieren, als das 130 Meter lange seismische Sprengschiff „Amazon Warrior“ im Hafen von Kapstadt einlief. Damit werden die Explorationsaktivitäten von Shell entlang der Wild Coast erstmals auf Eis gelegt, bis ein zweiter Teil des Verbots verhandelt wird.

Desmond Mpilo Tutu, Friedensnobelpreisträger und früherer anglikanischer Erzbischof von Kapstadt, Vorsitzender der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Er war die „Stimme der Schwarzen“, wie Nelson Mandela ihn bezeichnete, und die moralische Instanz der Regenbogennation. Fast 70 Jahre war er mit Leah verheiratet, die ihn immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Die ganze Welt und Südafrika trauert; im ganzen Land hängen die Flaggen auf halbmast. Die Beisetzungsfeierlichkeiten in Kapstadt sind für den 1. Januar geplant. Präsident  Cyril Ramaphosa würdigte ihn wie folgt, „Der Tod des emeritierten Erzbischofs Desmond Tutu ist ein weiteres Kapitel der Trauer im Abschied unseres Landes von einer Generation herausragender Südafrikaner, die uns ein befreites Südafrika hinterlassen haben. Desmond Tutu war ein Patriot ohne Gleichen, eine Führungspersönlichkeit mit Prinzipien und Pragmatismus, der der biblischen Einsicht, dass Glaube ohne Werke tot ist, Bedeutung verlieh.“

Das Biotechnologieunternehmen Afrigen Biologics and Vaccines in Kapstadt will die beiden derzeit zugelassenen mRNA-Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer so bearbeiten, dass der Impfstoff  keine Kühllagerung erfordert – Afrigen wird deshalb von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN Medicines Patent Pool (MPP) sowie der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) unterstützt. Der neue Impfstoff soll kostenlos lizenziert werden.

Das sagte Mpho Phalatse nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin von Johannesburg. Sie ist die erste Frau in diesem Amt, eine Schwarze, alleinerziehende  Mutter von 3 Kindern und Ärztin. Ihre Vision ist eine sichere, friedliche Stadt, viele Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum und Sorge für Bedürftige. Sie will keine Müllberge an allen Ecken, keine Straßen mit Schlaglöchern, ausgehende Lichter und trockene Wasserhähne. Sie will kriminelle Gruppen eliminieren, die Korruption stoppen, den Fremdenhass beenden und Einwanderer als Bereicherung sehen. Ihre Stadt Johannesburg ist, besonders seit dem Auftreten der Omikron-Variante, das Epizentrum der Pandemie. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt rasant, und nur jeder vierte Südafrikaner ist voll geimpft. Die Ärztin umwirbt die Impfgegner in der Überzeugung, dass nur weitverbreitete Impfung Krankenhauseinweisungen und Lockdowns verhindern kann. Fünf Jahre werden nicht reichen, um alle Probleme zu lösen, aber viele Bürger sehen mit der Wahl von Mpho Phalatse einen politischen Aufbruch für ein besseres Leben in Südafrikas Millionenstadt.

Das Oberste Gericht von Makhanda wird am Freitag über den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zur Unterbindung der Untersuchung von seismischen Untersuchungen von Shell vor der Wild Coast entscheiden. Ein früherer Versuch von internationalen und lokalen Umweltschützern, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, war Anfang des Monats gescheitert. Der amtierende Richter Avinash Govindjee vom Makhanda High Court entschied, dass die Behauptungen über die schädlichen Auswirkungen der Untersuchung auf die Umwelt und die Meeresfauna „bestenfalls spekulativ“ seien und die Antragsteller keine begründete Befürchtung eines irreparablen Schadens nachgewiesen hätten. Die Antragsteller behaupten jedoch, dass die Untersuchung das Meeresleben zerstören wird.

Der Oberste Gerichtshof des Landes ordnete an, dass der ehemalige Staatschef Jacob Zuma ins Gefängnis zurückkehren muss, um seine 15-monatige Haftstrafe abzusitzen. Die Entscheidung, ihn auf medizinische Bewährung freizulassen, ist aufgehoben.  Die Anwälte des ehemaligen Präsidenten legen gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung ein.

Der amtierende Richter Govindjee hat einen Antrag auf Untersagung einer seismischen Untersuchung durch Shell an der Wild Coast des Ostkaps mit der Begründung abgelehnt, dass ein „irreparabler Schaden“ für die Meeresbewohner nicht nachgewiesen wurde. „Die Entscheidung, Shell zu erlauben, mit seinen Plänen zur Zerstörung der Wild Coast fortzufahren, ist sehr enttäuschend. Die Sprengungen werden nicht nur wertvolle, artenreiche Ökosysteme zerstören, sondern auch die Lebensgrundlage der lokalen Gemeinden, und das alles im Namen des Profits“, sagte Happy Khambule, Senior Climate and Energy Campaign Manager von Greenpeace Afrika.

Der südafrikanische Minister im Präsidialamt Mondli Gungubele verkündigte, die Regierung hat beschlossen, ein mehr als 10 Jahre altes Programm, das rund 300 000 Simbabwern erlaubte, im Land zu leben und zu arbeiten, zu beenden und die „ZSP-Genehmigungen“ nicht zu verlängern. Die Inhaber haben 1 Jahr Zeit, andere Visa zu beantragen. „Nach Ablauf dieser 12 Monate müssen diejenigen, die nicht erfolgreich sind, die Republik verlassen oder werden abgeschoben „, so Gungubele. In Südafrika leben 3 Mill. Migranten in einer Bevölkerung von 60 Millionen. Viele von ihnen sind Simbabwer, die durch zwei Jahrzehnte politischer Unterdrückung und wirtschaftlichen Zusammenbruchs in den Süden getrieben wurden. Die Mehrheit von ihnen hat keine Papiere, und das ZSP gilt nur für diejenigen, die sich bei seiner Einführung 2009 registriert haben. Die südafrikanische Regierung befürchtet unkontrollierbare fremdenfeindliche Übergriffe auf Simbabwer, sobald sie die Verlängerung der „ZSP-Genehmigungen“ bekannt gegeben hätten. „Das wird zu einer humanitären Katastrophe führen“, sagt Sharon Ekambaram, Leiterin des Programms für Flüchtlings- und Migrantenrechte bei Lawyers for Human Rights in Johannesburg. „Es ist eine sehr unmenschliche Entscheidung.“

Südafrikas nationale Fluggesellschaft fliegt wieder, nachdem sie wegen der Covid-19-Pandemie und eines bitteren Sanierungsprozesses, fast 18 Monate lang am Boden war. Sie wird aber ihren täglichen Hin- und Rückflug zwischen Johannesburg und Maputo in Mosambik am 1. Dezember einstellen. Der Plan, die Direktverbindung nach Lagos am 12. Dezember wieder aufzunehmen, ist nach wie vor aktuell. Die verschlankte Fluggesellschaft nahm ihren Betrieb mit 7 Zielen – Mauritius, Accra (Ghana), Kinshasa (DRC), Lusaka (Sambia), Lagos (Nigeria), Harare (Simbabwe), und Dubai (VAE) – wieder auf, darunter nur eine einzige Inlandsverbindung zwischen Johannesburg und Kapstadt.

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