Schlagwort: Südafrika

In den nordöstlichen Teilen des Ostkaps hat es am Freitag zu schneien begonnen. Der südafrikanische Wetterdienst riet den Bewohnern der schneegefährdeten Gebiete, in den Häusern zu bleiben und, wenn möglich, auf Reisen zu verzichten. Zu den betroffenen Strecken gehören der Penhoek Pass auf der N6 zwischen Komani und Jamestown, die R58 zwischen Barkly East und Elliot sowie die R56 zwischen Molteno und Dordrecht.

Auf seiner 10. Reise um Afrika hat das Krankenhausschiff bereits die Seychellen, Tansania, Madagaskar und Mosambik besucht. Das Schiff, z.Z. in Kapstadt, hat 100 Menschen an Bord, 300 Betten, 20 Intensivbetten, Operationssäle und sogar einen Rettungshubschrauber. 700 Patienten können täglich behandelt werden. 2000 Südafrikaner haben schon Hilfe an Bord erhalten; darunter waren 57 Operationen. Der Andrang ist groß, da das öffentliche Gesundheitssystem nicht zufriedenstellend ist; eine private Versicherung können sich nur 14% leisten. China pflegt eine starke politische Partnerschaft mit Südafrika; die Friedensarche ist die jüngste Demonstration von Soft Power.

Aus einer gemeinsamen Erklärung von Staatschef Xi Jinping und Präsident Ramaphosa geht die Absicht hervor, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken.  Die beiden Staatsoberhäupter „vereinbarten, die bilateralen Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Kooperationspartnerschaft in einer neuen Ära auszubauen, die durch starke politische Beziehungen untermauert wird und sich auf eine prosperierende Zukunft mit ausgewogenem Handel und beschleunigtem transformativem Wirtschaftswachstum konzentriert“. Sie unterzeichneten mehrere Kooperationsabkommen in den Bereichen Wohnungsbau, Energiewirtschaft und Satellitennavigation. Zudem einigten sich beide Länder darauf, die Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien auszubauen und eine gemeinsame Investitionskonferenz zu organisieren.

Der ehemalige Präsident Jacob Zuma wurde aus dem Afrikanischen Nationalkongress (ANC), der Partei, die er einst leitete, ausgeschlossen, nachdem er bei den Parlamentswahlen am 29. Mai Wahlkampf für eine konkurrierende Partei gemacht hatte. Der ANC-Disziplinarausschuss befand Zuma für schuldig, die „Integrität“ der Partei durch seinen Beitritt zu uMkhonto we Sizwe (MK) beeinträchtigt zu haben, und gab ihm drei Wochen Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Der 82-jährige Zuma war ein ANC-Veteran, hat sich aber mit der Partei überworfen, nachdem er 2018 aufgrund von Korruptionsskandalen gezwungen war, als Präsident zurückzutreten. Er hat stets jegliches Fehlverhalten abgestritten.

Der südafrikanische Wetterdienst hat eine Warnung herausgegeben, dass in ganz Südafrika weiterhin kalte, nasse und windige Bedingungen herrschen werden, wobei in einigen Teilen des Freistaats, des Nordwestens, des Nordkaps, des Ostkaps und des Westkaps mehr Schnee erwartet wird. Von den bisherigen Unwettern waren die Bezirke Kapstadt, Overberg, Cape Winelands und West Coast am stärksten betroffen. Mindestens 1.000 Häuser in informellen Siedlungen in Kapstadt wurden durch die Sturmböen zerstört und rund 4.000 Menschen vertrieben.

Die irische Justizministerin Helen McEntee kündigte an, dass Staatsangehörige aus Südafrika und Botswana künftig ein Visum benötigen, um nach Irland zu reisen; auch ein Transitvisum ist erforderlich. Die Entscheidung wurde laut einer Erklärung durch die Zunahme von Asylbewerbern aus beiden Ländern veranlasst; beide gelten als sicher und sind die einzigen Länder auf dieser Liste, für die keine Visumpflicht besteht. McEntee sagte, die Entscheidung sei sorgfältig erwogen worden, um Irland näher an die Vorgehensweise des Schengen-Raums heranzuführen und auch mit der Haltung des Vereinigten Königreichs in Einklang zu bringen.

 Die ältesten bekannten bewohnten Termitenhügel wurden in der Nähe des Buffels River in Namaqualand durch Radiokarbondatierung auf ein Alter von 34.000 Jahren geschätzt, so die Forscher der Universität Stellenbosch. Die Hügel existierten bereits, als Säbelzahnkatzen und Wollmammuts noch in anderen Teilen der Erde lebten und große Teile Europas und Asiens mit Eis bedeckt waren. Sie sind älter als einige der frühesten Höhlenmalereien in Europa. Die ältesten bewohnten Hügel vor dieser Studie wurden in Brasilien gefunden und sind etwa 4.000 Jahre alt. Sie sind vom Weltraum aus sichtbar. Die Namaqualand-Hügel sind eine Termitenversion in Form eines „Wohnkomplexes“, und die Beweise zeigen, dass sie durchgängig von Termitenkolonien bewohnt worden sind. Die versteinerten entdeckten Termitenhügel sind Millionen von Jahren alt.

Präsident Ramaphosa gab sein Kabinett bekannt. Er ernannte Paul Mashatile vom ANC (African National Congress) erneut zu seinem stellvertretenden Präsidenten und vergab an ANC-Beamte die Schlüsselministerien für Finanzen, Handel und Industrie, Außenpolitik, Verteidigung und Justiz. Der ANC hat 20 der 32 Kabinettsministerposten inne. 12 Ministerposten gehen an Oppositionsparteien. Die Demokratische Allianz (DA), die größte, übernimmt sechs Ämter, darunter auch die Ernennung von DA-Chef John Steenhuisen zum Landwirtschaftsminister. Die Koalition besteht zwar aus 11 Parteien, aber die Vereinbarung beruht weitgehend darauf, dass der ANC und die DA – die beiden größten Parteien – ihre ideologischen Differenzen und ihre mehr als 20 Jahre währende politische Feindschaft überwinden und zusammenarbeiten.

Der ehemalige Innenminister Dr. Aaron Motsoaledi hat seinen letzten Einspruch gegen die Abschiebung von 178.000 Inhabern einer simbabwischen Ausnahmegenehmigung (ZEP) verloren. Motsoaledis Niederlage kommt, nachdem das Oberste Gericht von Gauteng in Pretoria im Juni 2023 erklärt hatte, dass seine Entscheidung, die ZEP zu beenden, rechtswidrig, verfassungswidrig und ungültig war. Die ZEP ist eine Sondergenehmigung, die von der südafrikanischen Regierung eingeführt wurde, um das Problem der Menschen ohne Papiere in Simbabwe zu lösen. Sie erlaubt ihren Inhabern und deren Kindern, vorübergehend in Südafrika zu leben, zu arbeiten und zu studieren, und verleiht ihnen einen legalen Status.

Südafrika hat auf dem Friedensgipfel auf dem Bürgenstock (Schweiz) ein gemeinsames Kommuniqué nicht unterzeichnet, während Kenia sich gegen die laufende Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte durch NATO-verbündete Länder aussprach. Südafrika war, neben Saudi-Arabien, Brasilien, Indien, Thailand, Indonesien und Mexiko, das einzige eingeladene afrikanische Land, das die Erklärung nicht unterzeichnete.  Weitere afrikanische Länder, die an dem Gipfel teilnahmen, waren Kenia, Ruanda, Cabo Verde, die Komoren, Côte d’Ivoire, Gambia, Ghana, Liberia und Somalia, sie alle haben die Verpflichtung unterzeichnet. Einige der wichtigsten Beschlüsse des Dokuments sind: die Kriegsgefangenen sollen durch vollständigen Austausch freigelassen werden; Wiederherstellung der ununterbrochenen Herstellung und Lieferung von Nahrungsmitteln durch Zugang zu den Seehäfen im Schwarzen und Asowschen Meer; die Einrichtungen und die Funktionsfähigkeit der ukrainischen Kernkraftwerke unter der souveränen Kontrolle der Ukraine.

Länder