Schlagwort: Südafrika

Das Innenministerium und das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) haben gemeinsam 49 Flüchtlinge aus der DR Kongo bei der Rückkehr in ihr Heimatland unterstützt. Die Flüchtlinge kehren in die Hauptstadt Kinshasa und die Stadt Lubumbashi im Südosten des Landes zurück, Gebiete, die als sicher für Flüchtlinge gelten. Das UNHCR geht davon aus, dass im Jahr 2022 bis zu 400 Flüchtlinge aus Südafrika repatriiert werden, gegenüber 275 im Jahr 2021.

Präsident Cyril Ramaphosa hat Prinz Misuzulu Sinqobile Zulu als offiziellen König der Zulu anerkannt. Traditionelle Führer werden in Südafrika nach jahrhundertealten Bräuchen gewählt, aber die zum König gewählte Person muss vom Präsidenten anerkannt werden, damit sie als gültig gilt.

Südafrika unterstützt voll und ganz die Einführung einer einheitlichen afrikanischen Währung (AFRO) die von der kontinentalen Zentralbank und dem Währungsinstitut gestützt wird. Südafrika ist ermutigt durch den Beschluss der AU-Versammlung auf dem kürzlich beendeten Gipfeltreffen im Februar 2022, der das AfCFTA-Sekretariat und die AU-Kommission anweist, weiter mit der Vereinigung der Afrikanischen Zentralbanken (AACB) zusammenzuarbeiten, um die Verhandlungen über alle noch offenen technischen Fragen abzuschließen, insbesondere über die makroökonomischen Konvergenzkriterien, die nach wie vor eine Hürde für die baldige Umsetzung darstellen. Laut Naledi Pandor, Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, ist die Einrichtung der Afrikanischen Zentralbank (ACB) der Afrikanischen Union (AU), der Afrikanischen Investitionsbank (AIB) und des Afrikanischen Währungsinstituts (AMI) von entscheidender Bedeutung für die Einführung einer einheitlichen Währung und die Förderung des innerafrikanischen Handels.

Der südafrikanische Arzneimittelhersteller Aspen Pharmacare hat eine Vereinbarung mit dem amerikanischen multinationalen Unternehmen Johnson & Johnson über die Verpackung, den Verkauf und den Vertrieb der COVID-19-Impfstoffe des Unternehmens unter seiner eigenen Marke in Afrika bekannt gegeben. In einer separaten Erklärung sagte J&J, die Vereinbarung bedeute, dass Aspen nun den Impfstoff COVID-19 unter dem Markennamen Aspenovax an alle 55 afrikanischen Länder und multilateralen Organisationen liefern könne, die den Impfplan für Afrika unterstützen.

Im Nordkap, 30 Kilometer von Postmasburg entfernt, wird laut Ministerpräsident Zamani Saul, Ende 2023 nach 31- monatiger Bauzeit das neue Solarkraftwerk den vollen kommerziellen Betrieb erreichen. Bis Ende dieses Jahres soll es bereits 1.800 Arbeitsplätze schaffen. Die meisten der jetzigen Mitarbeiter sind junge Menschen, viele von ihnen Frauen. Die Anlage wird jährlich etwa 480 Gigawattstunden (GWh) erneuerbare Energie erzeugen. Damit kann das Kraftwerk mehr als 200.000 südafrikanische Haushalte in Spitzenlastzeiten, auch nach Sonnenuntergang, zuverlässig mit Strom versorgen. Dieses Kraftwerk ist ein wichtiger Schritt zu sauberer, erneuerbarer Energie.

Südafrika entsendet neue Truppen und gepanzerte Fahrzeuge in die nördliche Provinz Cabo Delgado. Der Einsatz, unter der Bezeichnung SAMIM (Southern African Development Community Mission in Mozambique) ist Teil der militärischen Intervention der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC), die im Juli letzten Jahres begann. Mehr als 3.000 Soldaten der SADC und Ruandas wurden nach Mosambik entsandt, um gegen Aufständische zu kämpfen, die mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehen. Der Konflikt hat mehr als dreitausend Menschenleben gefordert und 800.000 Menschen vertrieben

Der Oberste Gerichtshof in Makhanda hat den Antrag von Shell und dem Minister für Bodenschätze und Energie, Gwede Mantashe, auf Zulassung einer Berufung gegen eine Entscheidung abgewiesen. Damit sind die seismischen Untersuchungen vor der Wild Coast in der Provinz Ostkap weiterhin gestoppt. Im Jahr 2014 erteilte die Regierung Shell die Erlaubnis, das über 20 km vor der Ostkapküste gelegene Gebiet seismisch zu untersuchen, was zu einer Reihe von Widersprüchen führte, die nun mehr als sieben Jahre andauern.

Die Organisation „Join Bands,  Not Gangs“ bietet gefährdeten Jugendlichen in der von Unruhen geplagten Westkap Provinz, besonders im Großraum von Kapstadt, Musikunterricht an. Sie sollen sich für ein Instrument entscheiden statt für eine Waffe. Durch den Musikunterricht für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren in Klavier, Gitarre und Schlagzeug soll verhindert werden, dass sie in Gangs eintreten. So könnte das Gangstertum geschwächt werden. Die Musik soll als Instrument zum Aufbau von Freundschaften zwischen den Mitgliedern von Bands dienen. Neben dem Musikunterricht werden auch Beratungsdienste von qualifizierten Beratern angeboten. Karien de Waal, die Gründerin von „Join Bands, Not Gangs“ und ihre Mitarbeiter hoffen, dass die Musik den Klang der Waffen in Südafrika zum Schweigen bringt.

In einem südafrikanischen Tierpark haben sich Löwen und Pumas möglicherweise von ihren Betreuern mit Covid infiziert. Untersucht wurde die Situation, als verschiedene Tiere Corona-artige Symptome, wie Atembeschwerden, laufende Nase und trockenen Husten zeigten. Covid Tests fielen positiv aus. Wissenschaftler der Universität von Pretoria warnen vor der Gefahr, dass neue Varianten entstehen, die später von den „tierischen Reservoirs“ auf Menschen zurück übertragen werden könnten. Tierpfleger waren zu diesem Zeitpunkt infiziert, zeigten aber keine Symptome. Inzwischen werden Masken und andere Maßnahmen zur Infektionskontrolle beim Umgang mit Tieren streng empfohlen.

South African Airways und Kenya Airways bereiten sich darauf vor, eine formelle Partnerschaft einzugehen, die die Gründung einer panafrikanischen Fluggesellschaft in 2023 vorsieht. Beide Fluggesellschaften stehen unter finanziellem Druck und haben Marktanteile und Flugziele an die Konkurrenz verloren. Uneinigkeit herrscht zwischen Politikern und Fluggesellschaftsbetreibern über die Ausgestaltung der „ formellen Partnerschaft“.  

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