Schlagwort: Südafrika

Südafrikas Oberstes Gericht hat entschieden, dass Ausländer keinen erneuten Asylantrag stellen dürfen, sobald ihr Antrag abgelehnt wurde, da dies Abschiebungen verhindern und zu einem administrativen Chaos führen würde. Das Urteil beendet einen langjährigen Rechtsstreit, den zwei Staatsangehörige aus Burundi angestrengt hatten, die 2018 erneut Asyl beantragt hatten, nachdem ihre Anträge 2014 abgelehnt worden waren. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) beherbergte Südafrika im Jahr 2025 mehr als 167.000 Flüchtlinge und Asylsuchende, vor allem aus Burundi, der Demokratischen Republik Kongo, Somalia, dem Südsudan, Ruanda und Simbabwe. In Südafrika leben laut offiziellen Zahlen etwa 2,4 Millionen Migranten, was knapp 4 % der Bevölkerung entspricht, obwohl davon ausgegangen wird, dass sich noch weitaus mehr Menschen inoffiziell im Land aufhalten.

In 5 der 9 Provinzen des Landes (Nordwest, Freistaat, Ostkap, Nordkap und Mpumalanga) wurde der nationale Katastrophenfall ausgerufen. Sie sind von Überschwemmungen, Gewittern, zerstörerischen Winden und an einigen Orten von Schneefall betroffen. Die Wetterereignisse führten zu massiven Zerstörungen an der Infrastruktur, den Wohngebäuden und beeinträchtigen den Schulbetrieb. Die zunehmende Stärke der Wetterereignisse wird dem Klimawandel zugeschrieben.

Nigeria plant eine „freiwillige Rückführung“ seiner in Südafrika lebenden Staatsbürger. Es wird befürchtet, dass fremdenfeindliche Gewalttaten zunehmen. Südafrika blickt auf eine lange Geschichte fremdenfeindlicher Gewalt zurück, die häufig durch wirtschaftliche Frustrationen, Arbeitslosigkeit und die Vorstellung ausgelöst wird, dass Migranten um Arbeitsplätze und Ressourcen konkurrieren. Nigerianer, die einen bedeutenden Teil der Migrantengemeinschaft ausmachen, gehörten häufig zu den Betroffenen.

Das in Johannesburg ansässige Technologie-Schulungsunternehmen LeanTechnovations hat offiziell das Artificial Intelligence Entrepreneurial Institute of South Africa (AIEISA) ins Leben gerufen. Diese Initiative soll die digitale Kompetenzlücke bei kleinen, mittleren und Kleinstunternehmen (SMME) schließen. Im Gegensatz zu herkömmlichen theoretischen Kursen konzentriert sich das Institut auf praktische, „mobile-first“-Schulungen, die es Geschäftsinhabern ermöglichen, KI-Tools direkt in ihren Geschäftsalltag zu integrieren. Unter dem Motto „Von Südafrikanern für Südafrikaner entwickelt“ ist der Lehrplan auf die spezifischen Herausforderungen der lokalen Unternehmenslandschaft zugeschnitten.

Südafrika verhandelt mit der Dangote-Raffinerie in Nigeria über einen 12-monatigen Kraftstoffvertrag. Der Großteil des im südlichen Afrika verwendeten Kraftstoffs stammt aus dem Nahen Osten. Globale Versorgungsunterbrechungen durch die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Konflikts, haben die die Preise in der Region um über 40 % ansteigen ließen. Auch Ghana und Kenia sind in Verhandlungen mit der nigerianischen Raffinerie.

Tausende weiße Südafrikaner kehren nach Jahren im Ausland in ihre Heimat zurück und kehren damit einen langjährigen Auswanderungstrend um. Viele beantragen die Wiedererlangung ihrer Staatsbürgerschaft über ein Regierungsportal, das nach der Aufhebung eines Gesetzes aus dem Jahr 1995 eingerichtet wurde, durch das Auswanderern die Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Verbesserungen der Infrastruktur, wie das fast vollständige Ende der täglichen Stromausfälle, und eine verbesserte private Sicherheit haben das Vertrauen der Rückkehrer gestärkt. Viele sehen in Südafrika ein sichereres, erschwinglicheres und stabileres Umfeld als in einigen Ländern, in denen sie gelebt haben, darunter auch die Vereinigten Staaten. Fast 27.000 bis 28.000 Südafrikaner sind in 2022 zurückgekehrt; ein Trend, der anhält.

Die USA wollen monatlich 4.500 Asylanträge von weißen Südafrikanern bearbeiten. Bis zum 31. Januar waren im Rahmen eines im Mai 2025 gestarteten Programms nur 2.000 weiße Südafrikaner als Flüchtlinge in die USA eingereist. In Pretoria wird ein „temporäres modulares Dorf“ aus Containern auf dem Gelände der US-Botschaft errichtet. Die Büros in Johannesburg wurden durch die südafrikanischen Behörden wegen angeblicher Visaverstöße von US-Vertragspartnern durchsucht.

Präsident Cyril Ramaphosa dankte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin für seine Hilfe bei der Rückführung von 17 Bürgern seines Landes. Sie waren angeblich unter dem Vorwand einer Ausbildung zum Personenschützer nach Russland gelockt worden, fanden sich jedoch stattdessen an der Front des Krieges in der Ukraine wieder.

Die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika hat eine kritische Phase erreicht. Die nationale Regierung hat offiziell mehrere Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt.  Teile von Johannesburg sind seit mehr als zwei Wochen ohne Wasserversorgung. Schulen und Unternehmen wurden geschlossen. Auch Soweto meldet kritisch niedrige bis leere Stauseen. Melville, westlich von Johannesburg gelegen, geht in die dritte Woche ohne Wasser. Der Ferienort Knysna mit mehr als 100.000 Einwohnern (türkisfarbenes Wasser, Sandstrände und angenehmes Wetter) hat den Katastrophenzustand ausgerufen, es könnte bald trocken sein. Kapstadt hat die Einwohner aufgefordert, ihren Verbrauch zu drosseln, da die Pegelstände der Stauseen weiter sinken. Beamte haben gewarnt, dass die Stadt ohne nachhaltige Einsparungen Bedingungen näherkommen könnte, die an den Day Zero erinnern.

Eine Gruppe prominenter Südafrikaner, bestehend aus Schriftstellern, Akademikern, Wirtschaftsführern und Nachkommen von Persönlichkeiten aus der Apartheid-Ära, hat die Behauptungen von US-Präsident Donald Trump über einen „Völkermord an Weißen“ in Südafrika zurückgewiesen und sich an Mitglieder des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des US-Senats gewandt. Sie argumentieren, dass weiße Afrikaner keiner „existentiellen Bedrohung“ ausgesetzt sind, und fordern die internationale Gemeinschaft auf, Trumps Fehlinformationen zu widerlegen. Die Trump-Regierung hat Pläne für eine Flüchtlingspolitik angekündigt, die die Aufnahme von Flüchtlingen für das Haushaltsjahr 2026 auf 7.500 begrenzen und weißen Afrikanern Vorrang einräumen würde. Trump propagiert weiterhin eine Erzählung von der Opferrolle der Weißen in Südafrika.

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