Schlagwort: Südafrika

Das in Johannesburg ansässige Technologie-Schulungsunternehmen LeanTechnovations hat offiziell das Artificial Intelligence Entrepreneurial Institute of South Africa (AIEISA) ins Leben gerufen. Diese Initiative soll die digitale Kompetenzlücke bei kleinen, mittleren und Kleinstunternehmen (SMME) schließen. Im Gegensatz zu herkömmlichen theoretischen Kursen konzentriert sich das Institut auf praktische, „mobile-first“-Schulungen, die es Geschäftsinhabern ermöglichen, KI-Tools direkt in ihren Geschäftsalltag zu integrieren. Unter dem Motto „Von Südafrikanern für Südafrikaner entwickelt“ ist der Lehrplan auf die spezifischen Herausforderungen der lokalen Unternehmenslandschaft zugeschnitten.

Südafrika verhandelt mit der Dangote-Raffinerie in Nigeria über einen 12-monatigen Kraftstoffvertrag. Der Großteil des im südlichen Afrika verwendeten Kraftstoffs stammt aus dem Nahen Osten. Globale Versorgungsunterbrechungen durch die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Konflikts, haben die die Preise in der Region um über 40 % ansteigen ließen. Auch Ghana und Kenia sind in Verhandlungen mit der nigerianischen Raffinerie.

Tausende weiße Südafrikaner kehren nach Jahren im Ausland in ihre Heimat zurück und kehren damit einen langjährigen Auswanderungstrend um. Viele beantragen die Wiedererlangung ihrer Staatsbürgerschaft über ein Regierungsportal, das nach der Aufhebung eines Gesetzes aus dem Jahr 1995 eingerichtet wurde, durch das Auswanderern die Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Verbesserungen der Infrastruktur, wie das fast vollständige Ende der täglichen Stromausfälle, und eine verbesserte private Sicherheit haben das Vertrauen der Rückkehrer gestärkt. Viele sehen in Südafrika ein sichereres, erschwinglicheres und stabileres Umfeld als in einigen Ländern, in denen sie gelebt haben, darunter auch die Vereinigten Staaten. Fast 27.000 bis 28.000 Südafrikaner sind in 2022 zurückgekehrt; ein Trend, der anhält.

Die USA wollen monatlich 4.500 Asylanträge von weißen Südafrikanern bearbeiten. Bis zum 31. Januar waren im Rahmen eines im Mai 2025 gestarteten Programms nur 2.000 weiße Südafrikaner als Flüchtlinge in die USA eingereist. In Pretoria wird ein „temporäres modulares Dorf“ aus Containern auf dem Gelände der US-Botschaft errichtet. Die Büros in Johannesburg wurden durch die südafrikanischen Behörden wegen angeblicher Visaverstöße von US-Vertragspartnern durchsucht.

Präsident Cyril Ramaphosa dankte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin für seine Hilfe bei der Rückführung von 17 Bürgern seines Landes. Sie waren angeblich unter dem Vorwand einer Ausbildung zum Personenschützer nach Russland gelockt worden, fanden sich jedoch stattdessen an der Front des Krieges in der Ukraine wieder.

Die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika hat eine kritische Phase erreicht. Die nationale Regierung hat offiziell mehrere Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt.  Teile von Johannesburg sind seit mehr als zwei Wochen ohne Wasserversorgung. Schulen und Unternehmen wurden geschlossen. Auch Soweto meldet kritisch niedrige bis leere Stauseen. Melville, westlich von Johannesburg gelegen, geht in die dritte Woche ohne Wasser. Der Ferienort Knysna mit mehr als 100.000 Einwohnern (türkisfarbenes Wasser, Sandstrände und angenehmes Wetter) hat den Katastrophenzustand ausgerufen, es könnte bald trocken sein. Kapstadt hat die Einwohner aufgefordert, ihren Verbrauch zu drosseln, da die Pegelstände der Stauseen weiter sinken. Beamte haben gewarnt, dass die Stadt ohne nachhaltige Einsparungen Bedingungen näherkommen könnte, die an den Day Zero erinnern.

Eine Gruppe prominenter Südafrikaner, bestehend aus Schriftstellern, Akademikern, Wirtschaftsführern und Nachkommen von Persönlichkeiten aus der Apartheid-Ära, hat die Behauptungen von US-Präsident Donald Trump über einen „Völkermord an Weißen“ in Südafrika zurückgewiesen und sich an Mitglieder des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des US-Senats gewandt. Sie argumentieren, dass weiße Afrikaner keiner „existentiellen Bedrohung“ ausgesetzt sind, und fordern die internationale Gemeinschaft auf, Trumps Fehlinformationen zu widerlegen. Die Trump-Regierung hat Pläne für eine Flüchtlingspolitik angekündigt, die die Aufnahme von Flüchtlingen für das Haushaltsjahr 2026 auf 7.500 begrenzen und weißen Afrikanern Vorrang einräumen würde. Trump propagiert weiterhin eine Erzählung von der Opferrolle der Weißen in Südafrika.

Der erste Teilnehmer an der ersten klinischen Studie am Menschen für den HIV-Impfstoff BRILLIANT 011 sind von der Desmond Tutu HIV Foundation (DTHF) im Groote Schuur Hospital aufgenommen worden. Die bahnbrechende Studie wird vom South African Medical Research Council (SAMRC) in Zusammenarbeit mit der DTHF und dem Wits Health Consortium durchgeführt. Diese historische Initiative (2024 ins Leben gerufen) vereint führende Forscher aus Südafrika, Nigeria, Uganda, Kenia, Tansania, Simbabwe, Sambia und Mosambik. Sie weckt neue Hoffnung auf einen HIV-Impfstoff, der von afrikanischen Wissenschaftlern für die afrikanische Bevölkerung entwickelt wird.

Südafrika wird seine Truppen aus der Friedensmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo abziehen. Es unterstützt seit 27 Jahren die Friedensbemühungen der UN im Kongo und hat dort mehr als 700 Soldaten stationiert. Das Mandat der UN-Mission besteht darin, gegen die vielen Rebellengruppen vorzugehen, die im Osten des Kongo aktiv sind. kürzlich ist es zu einer Eskalation der Kämpfe gekommen ist. Südafrika wird gemeinsam mit den Vereinten Nationen den Zeitplan und andere Modalitäten für den Abzug festlegen, der bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll.   Ramaphosa erklärte: „Südafrika werde weiterhin enge bilaterale Beziehungen zur kongolesischen Regierung unterhalten und andere multilaterale Bemühungen um einen dauerhaften Frieden im Kongo unterstützen“.

Ab März 2026 wird der gesetzliche nationale Mindestlohn (NMW) von 28,79 Rand (€1,52) auf 30,23 Rand (€1,60) pro normale Arbeitsstunde angehoben. Die Anhebung um 1,44 Rand (€0,08) kommt allen Arbeitnehmern zugute, einschließlich schutzbedürftigen Landarbeitern und Hausangestellten. Der nationale Mindestlohn ist seit 2019 eine gesetzliche Vorgabe für den südafrikanischen Arbeitsmarkt. Das NMW-Gesetz gilt für alle Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber mit Ausnahme der Mitglieder der South African National Defence Force, der National Intelligence Agency und des South African Secret Service. Der nationale Mindestlohn umfasst keine Zulagen wie Transport, Werkzeuge, Verpflegung oder Unterkunft, Sachleistungen (Unterkunft oder Verpflegung), Trinkgelder, Boni und Geschenke.

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