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Simbabwe – In zwei Minen nahe der Stadt Kadoma wurden Goldsucher, die auf eigene Faust in die Minen eingedrungen waren, nach einem Dammbruch von steigendem Wasser in 20 Meter tiefen Schächten überrascht. Rettungskräfte versuchen, das Wasser abzupumpen. Die Zahl von 23 Opfern könnte noch steigen, denn die Chancen, die Menschen lebend zu erreichen, sind gering. Unglücke in stillgelegten Minen sind häufig im südlichen Afrika.

Simbabwe – Das Land ist in einer rapiden Abwärtsspirale. Verknappung und Verteuerung, besonders von Treibstoff und Lebensmitteln, hatten im Januar landesweite Proteste ausgelöst, die vom Militär brutal niedergeschlagen wurden. Die Bischöfe zogen den verantwortlichen Vizepräsidenten Chiwenga zur Rechenschaft. Mnangagwa selbst umgab sich mit einem Beirat, um ihm bei der Wirtschaftspolitik zu helfen, für Kritiker nur ein Stunt. Jetzt lud der Staatschef zu einem „nationalen Dialog“ ein, den der Oppositionsführer Chamisa boykottiert. Ein Wahlfälscher könne kein „glaubwürdiger Vermittler“ sein.

Simbabwe – Da Präsident Mnangagwa wegen den Ausschreitungen daheim den Gipfel in Davos streichen musste, scheint Südafrika Rettung bringen zu wollen. Präsident Cyril Ramaphosa forderte am Rande des Gipfels WEF ein Ende der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Simbabwe. Die meisten der geflohenen Simbabwer halten sich in Südafrika auf, eine Herausforderung für das Land mit Auswirkungen auf das ganze südliche Afrika. Mnangagwa hat die Mammut Aufgabe, die Bevölkerung zu beruhigen, die skrupelösen Sicherheitskräfte einzudämmen und den angeschlagenen Ruf Simbabwes wiederherzustellen.

Simbabwe – Eine Woche war Mnangagwa auf Investitionswerbung in Russland und drei Nachbarländern, während sein Land brannte: massive Proteste, Straßensperren, 12 Tote, viele Verletze, 600 Festnahmen, blockierte Kommunikation. Jetzt lässt er das Davos Forum sausen, um sein Land zu befrieden und zu stabilisieren, was ihm nicht gelingen wird, wenn die Wirtschaft nicht in Gang kommt. Nachdem Südafrika die Anfrage von Simbabwe um 1.2 Mrd. Dollar Notfalldarlehen zurückgewiesen hatte, kam die 150% Erhöhung des Spritpreises, die die Wut auslöste. Ein Lichtblick: Das Oberste Gericht hat entschieden, dass der Staatminister keine Befugnis hatte, die Sperrung des Internets anzuordnen.

Simbabwe – Harares Straßen sind menschenleer. Das Internet wurde abgestellt und Telefone sind blockiert. Die genaue Zahl der Toten wird nicht genannt. 200 Demonstranten wurden festgenommen, darunter der berühmte Aktivist Mawarire. In die Parteizentrale der Opposition wurde ein Brandsatz gelegt. Unterdessen ist Präsident Mnangagwa bei Putin, um Unterstützung für Landwirtschaft, Infrastruktur, Bergbau und Waffenlieferung zu bekommen. 25 Mio. Dollar soll seine Rundreise bis Davos in dem gecharterten Luxus Jet kosten.

Simbabwe – Seit den frühen Morgenstunden blockieren in Harare und Bulawayo hunderte Demonstranten die Zufahrtstraßen mit Felsblöcken und brennenden Autoreifen, bewerfen Busse mit Steinen und lassen Pendler aussteigen. Die Polizei ist mit Knüppeln und Tränengas unterwegs. Mehrere Menschen sollen Schusswunden haben. Armee Helikopter fliegen über die Stadtzentren. Viele Geschäfte und Büros, sowie Schulen sind geschlossen. Der massive Preisanstieg – von $1,24 auf $3,31 für Benzin und $1,36 auf $3,11 für Diesel – soll, laut Präsident Mnangagwa, den monatelangen Versorgungsengpass beseitigen. Er selbst flog gestern nach Russland und in drei zentralasiatische Staaten auf dem Weg zum Wirtschaftsgipfel in Davos.

Simbabwe – Schätzungen zufolge ist die Hälfte der jungen Menschen im Land drogenabhängig. Viele von ihnen gehen für Hustensaft mit dem Wirkstoff Codein, manche eine Flasche pro Tag. Der Hustensaft wird illegal von Südafrika importiert und ist an jeder Straßenecke erhältlich. Entzugskliniken gibt es nicht; die Alternative ist die Psychiatrie oder das Gefängnis. Nach Aussagen der Jugendlichen sind es die Perspektivlosigkeit in dem maroden Land, der tägliche Stress des Lebens auf der Straße und die Frustration, die sie dazu treiben.

Simbabwe – Zwei in entgegengesetzter Richtung fahrende Fernbusse prallten am Mittwoch nahe der Kleinstadt Rusape zwischen Harare und der Grenzstadt Mutare aufeinander. 47 Tote sind zu beklagen, darunter zwei Kinder. 61 weitere Passagiere wurden verletzt. Die Ursache soll ein Überholmanöver gewesen sein, nicht wie sonst die schlechte Straße. Präsident Mnangagwa möchte das Unglück als nationale Katastrophe erklärt haben. Die Polizei rief er auf, Busbetreiber und Fahrer zur Rechenschaft zu ziehen, die Profit und Geschwindigkeit über Menschenleben stellen.

Simbabwe – Präsident Mnangagwa hat die Möglichkeit von Öl – und Gasvorkommen im Muzarabani Distrikt an der Grenze zu Mosambik verkündet. Die australische Firma „Invictus“ soll binnen zwei Jahren mit Versuchsbohrungen beginnen. Es wäre ein Lichtblick für das gestresste Land, das die schlimmste Wirtschaftskrise in zehn Jahren erlebt: kein Bargeld, kein Treibstoff, kein Brot, keine Medikamente…Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage im nächsten Jahr.

Simbabwe – Simbabwe sinkt in die schlimmste Wirtschaftskrise seit zehn Jahren. Bargeld ist schon lange knapp; jetzt sind Tankstellen trocken, Brot rationiert; Panikkäufe überall. Manche Apotheken sind geschlossen; die meisten Fastfood –Ketten haben ihren Betrieb eingestellt. Dazu soll es eine 2% Steuer auf elektronische Transfers geben. Die frustrierten Menschen drängt es trotz Cholera Warnung auf die Straße, wo die Polizei mit Knüppeln, Tränengas und Wasserwerfern bereit steht. Simbabwe ist inzwischen eine der ärmsten Volkswirtschaften der Welt.

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