Schlagwort: Simbabwe

In den frühen Morgenstunden zum Gründonnerstag ist im östlichen Simbabwe ein Bus mit über hundert Menschen von der Straße abgekommen und  einen Abhang heruntergestürzt. 35 Menschen sind tot; 71 verletzt, 13 davon schwer. Die Mitglieder der Zionistischen Kirchengemeinde wollten in Chipinge einen Ostergottesdienst feiern. Der 60-Sitzer  war klar überladen. Auch hatte die Polizei vor Nachtfahrten gewarnt.

Neben U-Bahn Stationen, Geschäften und Cafés sollen „Freundschaftsbänke“ aufgestellt werden, auf denen die Londoner mit einem freiwilligen Gesundheitshelfer über Depressionen, Angstzustände und andere Probleme sprechen können. Ein Akademiker der „London School of Hygiene and Tropical Medicine“ hat diese Idee von Simbabwe importiert, wo  schon viele verzweifelte Menschen über Jahre auf den vor Krankenhäusern aufgestellten Bänken Zuwendung und Hilfe fanden. 200.000 Pfund des Philanthropen Mackenzie Scott sollen für  das Londoner Projekt zur Verfügung stehen.

Die durch Loslösung von der MDC (Movement for Demokratie Change) entstandene neue Partei CCC (Citizens Coalition for Change) unter Nelson Chamisa hat bei den Nachwahlen vor 2 Wochen 19 der 28 Parlamentssitze gewonnen, und das trotz der schmutzigen Tricks, die die regierende ZANU-PF über Jahrzehnte nutzt, um an der Macht zu bleiben. Der Sieg der neuen Partei sei ein Beweis dafür, dass die Bürger zusammenkommen. Auch gelte er als Vorschau auf die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr, bei denen die Opposition hofft, die ZANU-PF zu verdrängen, die seit der Unabhängigkeit Simbabwes in 1980 an der Macht ist und das blühende Land in den Ruin getrieben hat.

Während Industrie- und Wirtschaftsexperten auf eine offizielle Dollarisierung der Wirtschaft drängen, soll in Simbabwe ein neuer 100-Zoll-Schein eingeführt werden, der höchste Geldschein, der in der simbabwischen Wirtschaft in Umlauf ist. Die neue Banknote wird in einer Zeit eingeführt, in der die Preise für Waren und Güter in Landeswährung galoppieren, und ergänzt die bestehenden Banknoten ZWL10, ZWL20 und ZWL50. Die Inflation blieb im März mit 72 % auf einem hohen Niveau. Der offizielle Umrechnungskurs ist 1 US$:145 ZWL, auf der Straße wird die lokale Währungseinheit zu einem Kurs von bis zu 300 ZWL für den Greenback gehandelt.

Eurowings Discover, mit dem Airbus A330, fliegt dreimal wöchentlich Frankfurt – Victoria Falls, mit einem kurzen Zwischenstopp in Windhoek.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat damit gedroht, Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus Simbabwe auszuweisen. Der Präsident sagte, dass NRO die sich der Politik seiner Regierung widersetzen, aus dem Land gejagt werden. Mnangagwas Äußerungen kommen im Gefolge der Gesetzesänderung über Private Freiwillige Organisationen (PVO). Die Gesetzesänderung soll nach Angaben der Regierung die Geldwäsche eindämmen. Es enthält jedoch Bestimmungen, die darauf abzielen, die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen zu kriminalisieren, indem sie harte Strafen vorschlagen, darunter Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr für vermeintliche Verstöße. Das Verbot von NROs wird sich auf die bevorstehenden Wahlen auswirken, da es die Fähigkeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen untergräbt, die Wahlen zu beobachten, darüber zu berichten und sie zu überwachen.

Nach fast einem Jahr „Home Office“ hat die simbabwische Regierung wegen des Abflauens der Pandemie Regierungsangestellte aufgefordert, sofort an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch nur wer geimpft ist darf arbeiten und wird bezahlt. Mehr als 500.000 Angestellte wurden im September 2021 angewiesen, sich impfen zu lassen. Jetzt müssen Ungeimpfte mit Disziplinarverfahren rechnen.

Die Europäische Union hat die Sanktionen gegen Mitglieder der regierenden Zanu-PF-Partei und die regierungseigene Rüstungsfirma Zimbabwe Defence Industries verlängert. Die EU beklagte das Versäumnis der simbabwischen Regierung, die Menschenrechtslage zu verbessern, hob aber die Sanktionen gegen Vizepräsident Constantino Chiwenga, den Befehlshaber der simbabwischen Streitkräfte, General Valerio Sibanda, und die ehemalige First Lady Grace Mugabe auf. Die ersten EU-Sanktionen gegen Simbabwe wurden 2002 verhängt, nachdem der Rat zu dem Schluss gekommen war, dass die damalige Regierung von Präsident Robert Mugabe schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie Verstöße gegen die Meinungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit und das Recht, sich friedlich zu versammeln, begangen hat. Präsident Mnangagwa nahm in Belgien an einem gemeinsamen Gipfeltreffen zwischen der EU und der Afrikanischen Union teil.

Erziehungsministerin Evelyn Ndlovu erklärte, „Das Ministerium für Grund- und Sekundarschulbildung möchte die Nation und seine geschätzten Interessenvertreter darüber informieren, dass alle Beamten des Ministeriums, die seit der offiziellen Eröffnung der Schulen am 7. Februar 202 dem Dienst ferngeblieben sind, mit sofortiger Wirkung für drei Monate ohne Gehalt suspendiert wurden.“ Die Entscheidung kam einen Tag, nachdem die Lehrer über die (PTUZ) die Gehaltserhöhung der Regierung um 20%  abgelehnt hatten und ihre Forderung von umgerechnet 9 000 Rand aufrechterhielten.  Es wird berichtet,  dass nur 10 % des Lehrpersonals zum Dienst erschienen sind. Wird die Anordnung umgesetzt müssten de facto die Schulen weiter geschlossen bleiben. Die Schulen in Simbabwe wurden am 7. Dezember letzten Jahres für die Ferien geschlossen. Sie sollten am 11. Januar 2022 wieder geöffnet werden. Angesichts der Omicron-Variante des Covid-19-Virus verschob die Regierung die Wiedereröffnung jedoch auf den 7. Februar.

Simbabwe bereitet sich auf einen weiteren verheerenden tropischen Wirbelsturm mit dem Namen Batsirai vor, kaum eine Woche nachdem sein Vorgänger Ana eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Die Warnung, die vom Klimadienstleistungszentrum des Entwicklungsausschusses für das südliche Afrika (SADC) herausgegeben wurde, besagt, dass Simbabwe, Namibia, Malawi, Tansania, die Komoren, Mauritius, Südafrika, Mosambik, Angola, Sambia und die Demokratische Republik Kongo bis zum 3. Februar mit ungewöhnlich starken Regenfällen zu rechnen haben.

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