Schlagwort: Simbabwe

Transparency International Zimbabwe (TIZ) übt Druck auf die Regierung aus, damit diese gegen Personen vorgeht, die in einen Goldschmugglerring verwickelt sind, den Al Jazeera in seiner Dokumentation „Gold Mafia“ genannt hat. Al Jazeera deckte auf, wie politisch verbundene Personen Geld waschen und Simbabwes wertvolle Mineralien schmuggeln. In „Gold Mafia“ wird der Botschafter von Präsident Emmerson Mnangagwa, Uebert Madzanire, alias Angel, als das Gesicht des Goldschmuggels in Simbabwe gezeigt. Staatliche Institutionen wie die Reserve Bank of Zimbabwe (RBZ) und Fidelity Printers and Refineries werden als Waschmaschinen für das schmutzige Geld aufgedeckt.

Kwekwe, 1898 gegründet, liegt auf einigen der reichsten Goldvorkommen des Landes; wegen illegalen Bergbaues zerfallen Gebäude und sinken Straßen ab. 17 Schüler wurden beim Einsturz eines Klassenzimmers in den Makorokoza-Untergrundtunnel verletzt.

Immer mehr wohlhabende Russen buchen Wildbeobachtungs- und Jagdsafaris in Simbabwe, da die Sanktionen infolge des Einmarsches von Präsident Wladimir Putin in der Ukraine ihre Reisemöglichkeiten einschränken. Präsident Emmerson Mnangagwa hat engere Beziehungen zu China Russland und seinem Verbündeten Weißrussland geknüpft, dessen Staatsoberhaupt das Land im Süden Afrikas im vergangenen Monat besuchte.

Die National Association of Non-Governmental Organisations (NANGO), ein Dachverband mit fast 800 Mitgliedern, ist der Ansicht, dass einige Klauseln des Gesetzentwurfs repressiv sind und die Arbeit in gefährdeten Gemeinschaften einschränken werden. Die Regierung hat westliche Regierungen oft beschuldigt, Nichtregierungsorganisationen (NRO) zu benutzen, um das Land zu destabilisieren und die Opposition zu begünstigen. Die Vereinten Nationen sind der Ansicht, dass das Gesetz, sollte es verabschiedet werden, den zivilgesellschaftlichen Raum in Simbabwe einschränken wird, und haben Mnangagwa seitdem davor gewarnt, das Gesetz zu unterzeichnen. Im Januar 2023 hat Simbabwe die Registrierung von 291 NRO mit der Begründung aufgehoben, dass sie keine jährlichen Steuererklärungen eingereicht haben, die nationale Sicherheit gefährden und angeblich von ihrem Mandat abgewichen sind.

Simbabwe hat die Ausfuhr von unbehandeltem Lithium, dem „weißen Gold“, das in Handy- und Elektrofahrzeugbatterien verwendet wird, verboten. Die Ausfuhr des Metalls ist erlaubt, wenn ein Verarbeitungsnachweis vor Ort oder der Nachweis außergewöhnlicher Umstände vorgelegt wird. Unternehmen mit Sitz in China – selbst ein großer Lithiumproduzent – haben sich vor kurzem die Rechte für den Abbau und die Verarbeitung großer Mengen von Lithium in Simbabwe gesichert. Diese Betriebe, die rohes Hartgestein-Lithiumerz, das nur wenig von dem Metall enthält, zumindest zu Lithiumkonzentrat verarbeiten, werden von dem Verbot nicht betroffen sein. Simbabwe ist der sechstgrößte Lithiumproduzent der Welt und das Wachstum seiner Produktion könnte im nächsten Jahrzehnt entscheidend sein.

Die USA haben Sanktionen gegen den Sohn des simbabwischen Präsidenten Emmerson Mnangagwa, mehrere andere simbabwische Staatsangehörige und zwei Unternehmen verhängt, um die Korruption im Land zu bekämpfen. Der Schritt erfolgt einen Tag vor Beginn des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der USA und Afrikas in Washington, bei dem US-Präsident Joe Biden die Präsidenten der afrikanischen Länder treffen wird. Mit dem Beschluss werden alle US-Vermögenswerte der genannten Personen eingefroren und Amerikanern generell der Umgang mit ihnen untersagt.

Die Zambezi River Authority, die den Kariba-Staudamm betreibt, erklärte in einem Schreiben vom 25. November, dass der Wasserstand des größten Wasserkraftwerks einen Rekordtiefstand erreicht hat und die Stromerzeugung eingestellt werden muss; das gilt bis im Januar2023, wenn der Wasserstand neu überprüft wird und sich hoffentlich verbessert hat. Die Kohlekraftwerke, die ebenfalls einen Teil des Stroms liefern, sind aufgrund der veralteten Infrastruktur, unzuverlässig. Das Solarpotenzial des Landes ist noch nicht voll erschlossen, um die Versorgung sinnvoll zu ergänzen. In den letzten Monaten waren Haushalte und Industriebetriebe stunden- und manchmal tagelang ohne Strom. Das Wasserkraftwerk Kariba South versorgt Simbabwe mit rund 70 % seines Stroms.

Green Fuel Private Limited des Geschäftsmannes Billy Rautenbach behauptet, die langwierigen Landstreitigkeiten mit den Dorfbewohnern in Chipinge South beigelegt zu haben, indem sie den betroffenen Haushalten im Rahmen einer von der Regierung unterstützten Kompromisslösung 1 Hektar bewässertes Land zugeteilt hat. Das Unternehmen hat durch die Beschlagnahme von Land, einen Aufschrei ausgelöst. Es hat seine riesige Zuckerrohrplantage von über 12 000 Hektar vergrößert. Joseph Mashava aus dem Gebiet Chinyamukwakwa in Chipinge South behauptet, er habe 150 Hektar Familienland verloren und sei durch 1 Hektar-Parzelle entschädigt worden.

Eine Rakete mit dem winzigen Satelliten ZIMSAT-1 startete erfolgreich vom US-Bundesstaat Virginia aus, zusammen mit dem ersten Satelliten Ugandas. Sie sind Teil eines multinationalen Projekts der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA). Simbabwes erster Nanosatellit soll Daten sammeln, die zur Überwachung von Katastrophen, zur Förderung der Landwirtschaft und zur Verbesserung der Kartierung von Bodenschätzen nützlich sind. Der Start des Satelliten, der kaum die Größe eines Schuhkartons hat, löste in den sozialen Medien eine heftige Debatte aus. Die einen lobten die Regierung für diese Leistung, die anderen spotteten über den Aufwand.

Die Regierungspartei Zanu PF hat Emmerson Mnangagwa für eine weitere fünfjährige Amtszeit als Präsident wiedergewählt. Es war der erste Kongress der Partei seit der Absetzung des verstorbenen Robert Mugabe durch einen Putsch im November 2017. Mnangagwa hatte keine Gegenkandidaten und wird sich im nächsten Jahr um die Wiederwahl zum Präsidenten des Landes bemühen, wo er wahrscheinlich vom Führer der Bürgerkoalition für den Wandel (CCC), Nelson Chamisa, herausgefordert wird.

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