Schlagwort: Kenia

Im Nordosten Kenias, wurde die einzige bekannte weiße Giraffe mit einem Ortungsgerät ausgestattet. Die männliche Giraffe war bis vor kurzem, eine von drei Giraffen mit dem seltenen genetischen Merkmal. Im Bezirk Garissa töteten jedoch Wilderer ein weißes Weibchen und ihr Kalb. Das weiße Aussehen ist auf eine Krankheit namens Leukismus zurückzuführen, bei der die Hautzellen keine Pigmentierung aufweisen.

Die Afrikanische Union wird 2021 ihre Truppen (Amison) aus Somalia zurückziehen. Kenia steht vor der Entscheidung, ob es in ähnlicher Weise sich von dem kriegszerrütteten Land entfernen soll oder nicht. Durch seine Nähe zu Somalia und endlose Terroranschläge der in Somalia ansässigen Mitglieder der Al-Shabaab-Terrorbande, die sich gegen kenianische Zivilisten und wichtige Einrichtungen im Land richten, sieht Kenia seine Sicherheit bedroht. In den vergangenen Tagen kam es am Grenzübergang Bula Hawa zu wahlloser Erschießung kenianischer Zivilisten durch SNA-Truppen, kein einmaliger Vorgang.

Kenia verhandelt mit Washington über ein neues bilaterales Handelsabkommen. Die Trump Regierung will in Afrika bilaterale Pakte etablieren. Umweltaktivisten fordern die kenianische Regierung auf, dem amerikanischen Druck zu widerstehen mehr Plastik zu exportieren. Ed Brzytwa, Direktor des American Chemistry Council, fordert die USA und Kenia auf, Begrenzungen „der Produktion oder des Verbrauchs von Chemikalien und Plastik“ sowohl inländisch als auch in ihrem grenzüberschreitenden Handel zu verbieten. Es wird befürchtet, dass Kenia eine Durchgangsstation von Plastikmüll in andere afrikanische Länder werden soll. Gegenwärtig ist Plastik bereits der größte Export der USA nach Kenia.

Eines der sieben Weltwunder – die jährliche Migration von Tausenden von Gnus aus dem Serengeti-Nationalpark in Tansania in das Maasai Mara-Nationalreservat in Kenia wird dieses Jahr weinige Schaugäste haben. Corona hat den Flugverkehr und den globalen Tourismus stark eingeschränkt. Der Bevölkerung sind nun die Einnahmequellen (Eintrittsgebühren für den Park, traditionelle Aufführungen, Ballonsafaris, Lodge-Mieten, Verkauf von Souvenirs etc.) weggebrochen. Für die Einheimischen ist die Nahrungsmittelversorgung ein Problem (kein Geld – keine Lebensmittel),  so verkaufen sie ihr Vieh, die Viehmärkte sind jedoch auch geschlossen. Die Verzweiflung führt zu Wilderei in der Umgebung des Reservats. Die Aufseher befürchten, dass ein größeres Problem am Horizont auftauchen könnte – sie glauben, es sei nur eine Frage der Zeit, bis kommerzielle Wilderer versuchen, die Situation auszunutzen.

Nach langem Kampf hat die Aktivistin Phyllis Omido einen Sieg für die rund 3.500 Einwohner des kenianischen Dorfs Owino Uhuru errungen. Das kenianische Umweltgericht verurteilte den Staat sowie die Eigentümer der mittlerweile geschlossenen Batterie-Recycling-Fabrik EPZ, die Anwohner zu entschädigen. Dem Dorf wurden mehr als 10 Mill. € zugesprochen. Der kenianische Staat muss auch das kontaminierte Fabrikgelände und seine Umgebung reinigen, sonst droht eine weitere Strafe von 7.Mill. €. Viele Menschen in dem Gebiet hatten eine zu hohe Bleikonzentrationen, mit all den fatalen Auswirkungen, im Blut. Das Gerichtsverfahren lief seit 2016. Über Omidos Kampf ist ein Buch erschienen mit dem Titel „Mit der Wut einer Mutter“.

Unter dem Druck der Corona Pandemie und auf Bitten der Regierung sind Studenten der Kenyatta Universität in eine fakultätsübergreifende Zusammenarbeit eingestiegen, um dem Mangel im Gesundheitssektor entgegenzuwirken. Sie produzieren Beatmungsgeräte, zur Zeit 50 pro Woche, zu einem Bruchteil der importierten Version. Mindestens 1600 weitere werden noch zu den vorhandenen 300 gebraucht. In einem separaten Labor stellt ein Biotechnologie Student mit Hilfe des 3D-Druckers Nasentupfer für die Covid-19 Test Kits her. Alle sind stolz und hoffen, weitere Hightech- Geräte zu produzieren und neue zu erfinden.

Das Bildungsministerium teilte mit, dass Grund- und Sekundarschüler erst 2021 in die Schule zurückkehren. Die Abschlussprüfungen für beide Stufen – die kenianischen Prüfungen für den Primarschulabschluss und die kenianischen Prüfungen für den Sekundarschulabschluss – werden dieses Jahr gestrichen. Kenia kämpft weiterhin gegen die COVID-19-Pandemie, und die Fälle nehmen täglich zu. Die Regierung eine Handvoll Bezirke, darunter die Hauptstadt Nairobi, abgeriegelt und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Präsident Uhuru Kenyatta hat eine Wiederaufnahme der internationalen Flüge ab dem 1. August sowie die Aufhebung der internen Reisebeschränkungen angekündigt. Dieser Schritt erfolgt, da der Druck zunimmt, die marode Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. 4 Monate der Coronavirus-Restriktionen haben die Schlüsselindustrien, wie den Tourismus, verwüstet.

Kenia – Malaria ist nach wie vor eine der Haupttodesursachen in Entwicklungsländern. Etwa 400.000 Menschen, vor allem Kinder, sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr an Malaria. Forscher versuchen seit Jahren, einen Impfstoff zu entwickeln – und haben dabei auch erste Erfolge. Doch Wissenschaftler in Kenia haben jetzt einen anderen Weg entdeckt, Malaria einzudämmen. „Wir haben diese neue Mikrobe in Malaria Moskitos gefunden. Sie macht die Moskitos nicht krank. Aber wenn sie diese Mikrobe in sich tragen, können sie keine andere mehr aufnehmen – das heißt, auch nicht die Erreger, die Malaria übertragen. Moskitos werden so resistent gegenüber Malaria“, erklärte Dr Jeremy Herren, vom International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Nairobi.

Kenia – Beklagenswert ist die Situation im Westen des Landes, rund um den Fluss Nzoia. Nach heftigen Regenschauern und Überflutungen sind fast 200 Menschen ums Leben gekommen. 2 Stauseen sind komplett voll, was “noch nie in der Geschichte verzeichnet wurde”. Die Regierung ermahnt die Menschen das Gebiet zu verlassen, da Dammbrüche drohen. Es wird erwartet, dass der Regen noch wochenlang anhalten wird.

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