Schlagwort: Kenia

Die ugandische Regierung warnt für März, April und Mai (MAM) 2026 vor überdurchschnittlich hohen Temperaturen und starken Regenfällen, die eine Welle von Naturkatastrophen im ganzen Land auslösen könnten. Die kenianische Wetterbehörde gab also eine Warnung heraus, dass bis zum 9. März in mehreren Teilen des Landes weiterhin zu starken Regenfällen von mehr als 20 mm kommen wird. Die starken Niederschläge können zu Sturzfluten und Erdrutschen führen. Besonders betroffene Gebiete sind: West Nile, Lango, Rwenzori und Bugisu und das Viktoriabecken, Westkenia, die zentralen Hochlandregionen, einschließlich Nairobi.

Weltweit werden jedes Jahr etwa 2 Millionen Menschen durch Schlangenbisse vergiftet. 130.000 von ihnen sterben. In Kenia sterben jährlich rund 4.000 Menschen an Schlangenbissen. Das Land hat dagegen eine Kampagne ins Leben gerufen. Die Verfügbarkeit von Gegengiften soll erhöht werden. Es stehen 10.000 bis 30.000 Dosen zur Verfügung, während der Bedarf auf mindestens 100.000 Dosen geschätzt wird. Die Kosten sollen reduziert werden. Zurzeit kann eine Behandlung bis zu 62 $ pro Ampulle kosten. Das Kenya Snakebite Research and Intervention Centre (KSRIC) arbeitet an der Entwicklung lokaler Gegengifte, die besser auf die spezifischen Schlangenarten Ostafrikas abgestimmt sind. Zudem soll über Erste Hilfe aufgeklärt werden, um den Einsatz unwirksamer traditioneller Heilmittel zu reduzieren. 

Außerhalb von Nairobi in der Schneiderei von Mary Mwangi können Brustkrebsüberlebende farbenfrohe, weiche und erschwingliche gestrickte Prothesen kaufen. Es hilft Frauen das Stigma nach einer Mastektomie zu überwinden. Die Prothesen sind in verschiedenen Größen und Farben erhältlich und werden mit Garn gefüllt, bevor sie in speziell angepasste BHs mit Taschen eingesetzt werden. Die gestrickten Prothesen kosten etwa 11 US-Dollar (€ 9) während Silikonbrüste etwa 170 $(€144) kosten und damit für viele unerschwinglich sind. Mehr als 6.700 kenianische Frauen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs; diejenigen, die sich einer Mastektomie unterziehen müssen, kämpfen sowohl mit physischen als auch mit psychischen Narben.

Die Grenze Kenias zu Somalia wird im April wieder geöffnet, fast 15 Jahre nachdem sie aufgrund von Angriffen der islamistischen Miliz al-Shabab geschlossen wurde. Die in Somalia ansässige Gruppe hat eine Reihe tödlicher Anschläge in Kenia verübt. Darunter 2013 einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum Nairobi, bei dem 67 Menschen ums Leben kamen, und einen auf eine Universität in Garissa zwei Jahre später, bei dem 148 Menschen starben. Die Absicht, zwei Grenzübergänge wieder zu öffnen, folgt auf jahrelange Sicherheitsbewertungen. Sicherheitskräfte werden in großer Zahl eingesetzt, um den Grenzübergang zu sichern.

Kenia kündigt Gespräche mit Russland an, nachdem immer mehr Berichte über die Rekrutierung kenianischer Staatsangehöriger für den Krieg in der Ukraine bekannt werden. Die Regierung schätzt, dass etwa 200 ihrer Staatsangehörigen für den Kampf auf russischer Seite rekrutiert wurden. Außenminister Musalia Mudavadi sagte, Kenias Engagement gegenüber Russland werde sich auf die Eindämmung illegaler Rekrutierungspraktiken konzentrieren, einschließlich Gesprächen über die Visumpolitik und bilaterale Arbeitsabkommen, die die Wehrpflicht ausschließen. Die kenianischen Behörden hatten mehr als 600 Rekrutierungsagenturen geschlossen, die im Verdacht standen, Kenianer mit Versprechungen auf Jobs im Ausland zu täuschen.

Die Zentralbank hat gewarnt, dass die Verwendung von Banknoten zur Herstellung von Blumensträußen illegal ist und zu einer Gefängnisstrafe mit bis zu sieben Jahren führen kann. Der von Social-Media-Influencern populär gemachte Trend besteht darin, Bargeld zu rollen und zu dekorativen Arrangements für Feierlichkeiten zu stecken. Die kenianische Zentralbank (CBK) erklärt jedoch, dass diese Praxis die Währung „verunstaltet” und die Integrität der Banknoten beeinträchtigt. Kenia ist nicht das einzige afrikanische Land, das entschlossen gegen den kreativen Missbrauch von Geld vorgeht. In Nigeria geht die Zentralbank gegen die traditionelle Praxis des „Geldsprühens” bei Hochzeiten und Partys vor. Mehrere prominente Persönlichkeiten wurden kürzlich wegen „Manipulation” der Naira verhaftet, nachdem Videos zeigten, wie sie Banknoten warfen oder mit Füßen traten. In ähnlicher Weise haben die Behörden in Ghana vor „Geldkuchen” (mehrstöckigen Strukturen aus gefalteten Banknoten) gewarnt, und die Bürger daran erinnert, dass der Cedi Staatseigentum ist.

Präsident William Ruto hat politische Führer dazu aufgefordert, Politik aus Gotteshäusern fernzuhalten: „Kirchen müssen Orte des Friedens, des Gebets und der Einheit bleiben.“ Er warnte davor, „Altäre zu Plattformen für politische Konfrontationen zu machen“.  Der ehemalige Vizepräsident Rigathi Gachagua soll während eines Sonntagsgottesdienstes, in Othaya im Bezirk Nyeri, angegriffen worden sein. Polizeibeamte, begleitet von bewaffneten Personen, sollen Tränengas in und um das Kirchengelände geworfen haben. Der Vorfall hat öffentliche Empörung ausgelöst und zu erneuten politischen Spannungen geführt. In der wählerstarken Region Mt. Kenya sind die Beziehungen zwischen der Regierung und den Mainstream-Kirchen angespannt. Oppositionsführer haben mit landesweiten Demonstrationen gedroht, sollten die Polizeibeamten, die angeblich an dem Vorfall in Othaya beteiligt waren, nicht verhaftet und angeklagt werden.

Die kenianische Arzneimittel- und Giftbehörde (PPB) hat nach einer Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine öffentliche Warnung vor gefälschtem SIMULECT (Basiliximab) herausgegeben, einem injizierbaren Immunsuppressivum, das zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen bei Nierentransplantationen eingesetzt wird. Das gefälschte Produkt, das in Ruanda, Bulgarien und der Türkei gemeldet wurde, trägt eine ungültige Chargennummer, SFYD2, und weist mehrere Abweichungen von der Originalverpackung auf, darunter falsche Dosierungsangaben, inkonsistente Angaben zum Herstellungsort und die missbräuchliche Verwendung eines US-amerikanischen National Drug Code.

Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi erklärte, dass sich unter den über 200 Kenianern, die vermutlich für Russland im Krieg in der Ukraine kämpfen, auch ehemalige Soldaten befinden. Er forderte die Kenianer zur Vorsicht auf und erklärte, dass Rekrutierungsagenturen weiterhin aktiv daran arbeiteten, unter falschen Vorwänden weitere Bürger in den Konflikt zu locken. Die Ukraine gab letzte Woche bekannt, dass mehr als 1.400 Bürger aus drei Dutzend afrikanischen Ländern an der Seite der russischen Streitkräfte in der Ukraine kämpfen.

Nach dem Tod des ehemaligen Premierminister Raila Odinga wurde der 17.10.2025 wurde zum Feiertag erklärt.  Es wird erwartet, dass sich die Kenianer in Nairobi zu einer staatlichen Trauerfeier versammeln werden. Eine weitere öffentliche Aufbahrung findet am Samstag im westlichen Bezirk Kisumu statt, in der Nähe von Odingas ländlichem Wohnsitz. Odinga wird am Sonntag in seinem ländlichen Wohnsitz Bondo im Westen Kenias ein Staatsbegräbnis erhalten. Mindestens drei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt, als die Polizei während chaotischer Szenen im Kasarani-Stadion, wo Trauernde sich versammelt hatten, um den Leichnam des ehemaligen Premierministers Raila Odinga zu sehen, das Feuer eröffnete.

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