Schlagwort: Kenia

Mehr als 150 Schüler befanden sich im Schlafsaal, der Hillside Endarasha Academy in Nyeri einem Grundschulinternat, etwa 150 km von Nairobi entfernt, als ein Feuer ausbrach. 17 Jungen wurden getötet, 14 verletzt und 70 werden noch vermisst. Die Schule befindet sich in einer abgelegenen Gegend. Die Feuerwehr wurde durch schlechte Straßen aufgehalten, aber die Anwohner eilten herbei und versuchten, die Jungen zu retten.

Kipini, ein idyllisches Küstendorf, an der Mündung des längsten kenianischen Wasserwegs, des Tana-Flusses, der in den Indischen Ozean fließt, befindet sich in einer existenziellen Krise, da der steigende Meeresspiegel das Land immer mehr verschlingt. Einst ein malerischer Ort, der mit seinen unberührten Stränden und luxuriösen Unterkünften Touristen anlockte, ist Kipini nun Zeuge des unaufhaltsamen Vormarschs des Indischen Ozeans, der Häuser, Geschäfte und sogar Leben verschlingt.

Die kenianischen Behörden sind so besorgt über die Belästigung, die von den indischen Hauskrähen ausgeht, dass sie angefangen haben, in Watamu und Malindi Gift auszulegen, um das Vordringen der Krähen nach Nairobi zu stoppen. Diese Vögel, die Touristengebiete überfallen, Wildtiere jagen und Geflügelfarmen angreifen, stammen aus Indien und benutzen oft Handelsschiffe für ihre Reisen. Es wird angenommen, dass die Krähen um 1890 absichtlich nach Ostafrika eingeführt wurden, um ein wachsendes Abfallproblem auf dem Sansibar – Archipel zu lösen, und sich von dort aus verbreitet haben.

Kenias Polizei verbietet Proteste in der Hauptstadt, nachdem Polizei mit Tränengas reagiert hatte, als die von Jugendlichen angeführten Demonstranten erneut in den großen Städten auf die Straße gingen. Die Proteste begannen letzten Monat gegen geplante Steuererhöhungen und gehen weiter, obwohl das Gesetz zurückgezogen wurde. Die Demonstranten fordern Präsident William Ruto zum Rücktritt auf. Ein kenianisches Gericht hat aber das von der Polizei verhängte Verbot von Protesten in der Hauptstadt aufgehoben.  

Präsident William Ruto hat sein gesamtes Kabinett entlassen, nachdem die Demonstranten der Generation Z Druck ausgeübt und Veränderungen gefordert hatten. Der stellvertretende Präsident Rigathi Gachagua und die Kabinettssekretärin Musalia Mudavadi wurden in ihren Ämtern belassen. Ruto hat weitere Maßnahmen zugesagt, die auf eine weitere Umstrukturierung seiner Regierung hindeuten, von der wahrscheinlich mehr ineffiziente Beamte betroffen sein werden. Die Protestanten fordern, dass alle Minister überprüft werden.

In Mombasa, der zweitgrößten Stadt des Landes, demonstrieren Hunderte mit Vuvuzelas, kenianischen Fahnen und „Ruto must go“ Schildern. In Kisumu forderten Demonstranten trotz starker Polizeipräsenz in Sprechchören den Rücktritt des Präsidenten, den sie für die steigenden Lebenshaltungskosten in dem ostafrikanischen Land verantwortlich machten. In Nairobi schloss ein massives Polizeiaufgebot die Zufahrtstraßen zum Parlament und zum Amtssitz des Präsidenten. In der Innenstadt waren viele Geschäfte geschlossen. Die Proteste dauern seit zwei Wochen an. Vor einer Woche war die Situation eskaliert, als hunderte Demonstranten das Parlament stürmten und einen Teil des Gebäudes in Brand setzten. Es sind die heftigsten gewaltsamen Zusammenstöße in Kenia, seit das Land 1963 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte.

In einer Fernsehansprache an die Nation sagte Präsident William Ruto: „Ich gebe nach“ und erklärte, er werde das Finanzgesetz nicht unterzeichnen. Tausende von Menschen haben gegen das umstrittene Finanzgesetz protestiert. Die Demonstranten gingen auf die Straße, um die Ablehnung des Gesetzes zu fordern, und mehr als 10 Demonstranten wurden, getötet, als die Polizei die Randalierer auseinandertrieb. In seiner Ansprache versprach Präsident Ruto, einen Dialog mit der jüngeren Generation über den weiteren Weg des Landes zu führen. Er räumte ein, dass sich die Rücknahme des Gesetzes auf die Staatsverschuldung auswirken würde, die seine Regierung in den Griff bekommen will.

Die kenianische Regierung hat damit begonnen, ghanaischen Reisenden kostenlos elektronische Reisegenehmigungen (ETA) auszustellen. Mit dieser Initiative wird das Abkommen zwischen Kenia und Ghana über die Visumfreiheit anerkannt. Ghanaische Staatsbürger, die eine Reise nach Kenia planen, müssen ihre ETA-Anträge vor der Abreise über die offizielle Website www.etakenya.go.ke einreichen.

Eine neue Studie zeigt, dass wilde afrikanische Elefanten sich gegenseitig anrufen und auf individuelle Namen reagieren, was man bisher nur bei Delfinen und Papageien beobachtet hat. Die Namen sind wie ein leises Grollen der Elefanten durch die Savanne in  Kenias Samburu-und Amboseli Nationalparks. Das von Menschen kaum hörbare und in der Fachwelt als „Rumpeln“ benannte Grollen wird von Spezialmikrofonen aufgenommen und der Herde vorgespielt. Forscher können  beobachten, ob die Mutter ein Kalb oder die Matriarchin einen Nachzügler ruft. Es ist ein Vorstoß in die Welt der Elefanten, die schon lange für ihr unschlagbares Gedächtnis bekannt sind und die, laut Forschern, möglicherweise sogar abstrakt denken können.

Nach einem öffentlichen Aufschrei wurden einige vorgesehene Steuern gestrichen. Die Ankündigung erfolgte, als die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte, um wütende Demonstranten in der Hauptstadt Nairobi zu vertreiben. Vorgesehene Steuern 16% auf Brot, sowie höhere Steuern auf Speiseöl und mobile Gelddienste wurden gestrichen. Die Kehrtwende in Bezug auf das neue Finanzgesetz wurde von Kuria Kimani, dem Vorsitzenden des parlamentarischen Finanzausschusses, auf einer Pressekonferenz angekündigt, an der auch Präsident Ruto und andere Abgeordnete der Regierungskoalition teilnahmen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2022 hat Präsident William Ruto mehrere neue und unpopuläre Steuern eingeführt, um die Staatsverschuldung des Landes in Höhe von fast 80 Mrd. US-Dollar abzubauen.

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