Schlagwort: Kenia

Nach 60 Jahren bilateraler diplomatischer Beziehungen zu Marokko eröffnete Kenia eine Botschaft in Rabat. Marokko, ein führender Hersteller von Phosphaten und Düngemitteln, hat sich bereit erklärt, die Ausfuhr von Bodennährstoffen nach Kenia unverzüglich zu beschleunigen, da die beiden Länder eine Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien, Tourismus, Fischerei, Sicherheit sowie kulturelle und religiöse Angelegenheiten planen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Kenia ist bestrebt, mehr Tee, Kaffee und Frischwaren nach Marokko zu exportieren, um seinen Handel auszugleichen, so der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi. Der marokkanische Außenminister Nasser Bourita erklärte, dass Kenias Position zur Westsahara, die er als „nationale Sache“ bezeichnete, den bilateralen Beziehungen neuen Schwung verliehen habe.

Kenia erklärte, es unterstütze Marokkos Plan, der umstrittenen Region Westsahara Autonomie unter der Souveränität des nordafrikanischen Königreichs zu gewähren. Damit schließt es sich einer wachsenden Zahl afrikanischer, arabischer und westlicher Länder an, die Rabat in dem seit fünf Jahrzehnten andauernden Konflikt unterstützen. In dem seit 1975 schwelenden Konflikt stehen sich Marokko, das das Gebiet als sein Eigentum betrachtet, und die von Algerien unterstützte Polisario-Front gegenüber, die einen unabhängigen Staat in dem Wüstengebiet anstrebt.

Absa Life Assurance Kenya hat eine Initiative zur Wiederherstellung von Mangroven in Tsunza, Kwale County, gestartet und 10.000 Bäume gepflanzt. Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeindegruppen, dem Kenya Forest Service (KFS), den Kenya Defence Forces (KDF) und Umweltpartnern wie Furaha und Bakara Farms durchgeführt wird, zielt auf fast 10 Hektar geschädigter Küstenlinie. Mangroven, die für ihre Fähigkeit bekannt sind, Kohlenstoff zu absorbieren und die Küsten vor Erosion und Sturmfluten zu schützen, werden zunehmend als entscheidend sowohl für den Klimaschutz als auch für die Lebensgrundlagen der Küstenbewohner angesehen.

Kenianische Behörden untersuchen einen möglichen religiösen Kult, nachdem zwei Leichen geborgen und 57 Menschen, in der Kirche St. Joseph Missions of Africa im Bezirk Migori gerettet wurden.  Dies erinnert an das Massensterben im Wald von Shakahola im Jahr 2023. Der jüngste Fall hat die Debatte über unregulierte Kirchen und religiöse Randgruppen in Kenia neu entfacht, von denen viele außerhalb der offiziellen Kontrolle agieren. Menschenrechtsaktivisten haben wiederholt eine strengere Aufsicht gefordert und davor gewarnt, dass verzweifelte oder schutzbedürftige Menschen weiterhin der Gefahr einer spirituellen Ausbeutung ausgesetzt sind.

Bei dem Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und dem kenianischen Präsidenten William Ruto in Peking, wurde verkündet, dass sie ihre Beziehungen auf eine „neue Ebene“ gehoben haben. Beide Staatsoberhäupter erklärten, sie seien entschlossen, der Welt mit der Gewissheit der chinesisch-afrikanischen Solidarität und Zusammenarbeit mehr Stabilität zu verleihen“. Xi und Ruto unterzeichneten gemeinsam 20 Dokumente. Dazu gehörten Abkommen über die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie, Berufsbildung, Wasserressourcen, elektronischen Handel, intelligente Verkehrssysteme und den Eisenbahnsektor. Afrika ist ein Schwerpunkt von Xis ehrgeiziger „Belt and Road“-Initiative, die 2013 ins Leben gerufen wurde, um den geopolitischen und wirtschaftlichen Einfluss Chinas durch den Ausbau der weltweiten Infrastruktur auszuweiten.

Zwei Belgier, ein Vietnamese und ein Kenianer haben sich in Kenia des Versuchs schuldig bekannt, Hunderte von begehrten Ameisen aus dem Land zu schmuggeln. Zu der Schmuggelware gehörten riesige afrikanische Ernteameise, die von einigen britischen Händlern auf bis zu 250 US $ pro Stück geschätzt werden. Die Giant African Harvester Ant – oder Messor cephalotes – ist die größte ihrer Art und kann bis zu 20 mm groß werden, wobei die Königin bis zu 25 mm groß wird. In Kenia sind die Ameisen durch internationale Verträge über die biologische Vielfalt geschützt, und ihr Handel ist streng geregelt. Der Fall zeigt eine beunruhigende Verschiebung der Handelsmuster – von ikonischen Säugetieren hin zu weniger bekannten Arten, die für das ökologische Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung sind.

Tausende von muslimischen Gläubigen strömten an den Strand, um das Eid al-Fitr-Gebet zu verrichten und das Ende des heiligen Monats Ramadan an der Küste des Indischen Ozeans zu feiern. Die Gläubigen wurden aufgefordert, des Leidens der Palästinenser im Gazastreifen zu gedenken, für den Frieden zu beten und Hilfsgüter in die umkämpfte Region zu schicken.

Präsident William Ruto hat sein Engagement für den Bau von Kirchen in ganz Kenia bekräftigt und die Kritik von Gegnern zurückgewiesen. Er kündigte auch sein persönliches Engagement für die Fertigstellung der AIC-Kirche Jericho an und bekundete seine Absicht, dem Bauausschuss beizutreten.

Im Flüchtlingslager Kakuma, im Nordwesten Kenias, kam es zu weit verbreiteten Demonstrationen, bei denen die Polizei mit scharfer Munition auf die Demonstranten schoss. Die Proteste waren wegen der Lebensmittel- und Wasserknappheit in dem Lager ausgebrochen. Die Engpässe kommen zustande, da die humanitäre Hilfe in Kenia aufgrund von Mittelkürzungen durch die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) reduziert worden ist. In dem Lager, das eines der größten der Welt ist, leben rund 200 000 Flüchtlinge und Asylbewerber. Es sind hauptsächlich Flüchtlinge aus den Nachbarländern Südsudan, Äthiopien und Somalia.

Die Spende von 20 Mio. Schilling (155.000 US$) von Präsident Ruto, an die Jesus Winner Ministry im Vorort Roysambu von Nairobi, löste bei einigen jungen Kenianern, die mit den hohen Lebenshaltungskosten kämpfen, Kritik aus. Die kenianische Polizei hat Tränengas eingesetzt, um Demonstranten zu vertreiben, die versuchten die Kirche zu besetzen.  Ruto hat seine Spende verteidigt und hat einer anderen Kirche in Eldoret ein ähnliches Geschenk angeboten. Letztes Jahr lehnten sowohl die katholischen als auch die anglikanischen Kirchenführer Spenden mit der Begründung ab, dass die Kirche vor politischer Instrumentalisierung geschützt werden müsse.

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