Schlagwort: Kenia

Asobo, ein in Kenia ansässiges Start-up-Unternehmen, bietet einigen der Zehntausenden von Fischerbooten, die jede Nacht auf dem Viktoriasee fahren, batteriebetriebene Motoren als billigere und umweltfreundlichere Alternative zu benzinbetriebenen Booten an. Die meisten der Fischer verwenden benzinbetriebene Motoren, die Abgase ausstoßen und den See durch auslaufendes Öl verschmutzen. Die Fischer erkennen die Vorteile der Elektromotoren und sind der Meinung, dass wir als Menschheit die Art, Energie zu nutzen, „ändern müssen und von fossilen Brennstoffen wegkommen“.

79 Kenianer hatten am Londoner High Court Klage eingereicht und  Kazuzi PLC beschuldigt, Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Beschäftigte Sicherheitskräfte werden für Übergriffe wie Tötungen, Vergewaltigungen, Angriffe und falsche Inhaftierungen verantwortlich gemacht. Ein Mehrheitsaktionär erklärte sich im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, 10 Millionen US-Dollar für die Opfer bereitzustellen. Die britischen Unternehmen Tesco, Sainsbury’s und Lidl setzten daraufhin den Kauf von Avocados von Kakuzi aus. Kazuzi PLC ist ein börsennotiertes kenianisches Agrarunternehmen, das sich mit dem Anbau, der Verarbeitung und der Vermarktung von Avocados, Blaubeeren, Macadamia und Tee beschäftigt und Viehzucht und kommerzielle Forstwirtschaft betreibt. 

Das Haupttransportmittel für die 3,5 Millionen Einwohner von Nairobi sind „Matatus“ Minibusse, in denen bis zu 15 Passagiere eng beieinandersitzen; eine große Gefahr für die Ausbreitung von Covid-19. Um eine Ansteckung zu vermeiden, haben sich jetzt immer mehr Bewohner mit dem Fahrrad in das tägliche Verkehrschaos von Nairobi gestürzt. Wegen der zahlreichen Staus ist man oft mit dem Rad schneller am Ziel als mit dem Auto. Da es kaum Fahrradwege und oft auch keine Bürgersteige gibt, ist das ein gefährliches Unterfangen. Sind doch 69 Radfahrer letztes Jahr tödlich verunglückt. Die Stadtverwaltung will jetzt 20% ihres Budgets für den Bau von Verkehrswegen für Fußgänger und Radfahrer bereitstellen.

Um das Verkehrschaos der Hauptstadt zu beheben, entsteht zurzeit ein 27 Kilometer langer Highway vom Flughafen im Osten zur Hauptstraße nach Nakuru im Westen. Das 550 Millionen Dollar von China gebaute Projekt ändert schon zur Bauzeit die Skyline der Hauptstadt. Später verschärft es noch die soziale Kluft, denn, während die Maut- zahlende Elite über den Highway oben  braust, drängeln sich die normalen Bürger in ihren „matatus“ ( Minibusse) und „boda boda“ ( Motorrad Taxis) weiterhin durch die engen Straßen darunter.

Als das erste gepunktete Zebra Fohlen in Kenias Masai-Mara Nationalpark zur Welt kam, war das Aufsehen bei Touristen, Tourguides und Fotografen groß. Inzwischen ist die steigende Zahl der gepunkteten Tiere Grund zur Sorge. Eine DNA Analyse von 140 Tieren aus 9 afrikanischen Nationalparks zeigt, dass Inzucht die Ursache für die abartige Fellmusterung ist. Durch menschengemachte Straßen, Zäune und Eisenbahnen werden die Herden kleiner und die Lebensräume enger. Die Tiere können sich nicht mit anderen Herden mischen. Der Mangel an genetischer Vielfalt kann zu Defekten, Krankheiten und eventuell sogar zum Aussterben von Zebras führen

In Zusammenarbeit mit dem Kenya Wildlife Service patrouilliert die „Tiwi Turtle Police“, gegründet vom Besitzer des Strandhotels Coconut Lodge, die 12 km lange Küstenlinie. Sie sammeln Müll auf und überwachen Schildkrötennester. Die sorgfältige Überwachung sorgte nun für einen Schlüpflingsboom, auch bei der auf der roten Liste stehenden grünen Schildkröte. Die Mitarbeiter, der „Tiwi Turtle Police“, sind dankbar für die sinnvolle Arbeit, die sich auch finanziell lohnt.

Kenianische Diplomaten haben 7 Tage Zeit, Somalia zu verlassen. Im Gegenzug werden somalische Gesandte aus Nairobi abgerufen. Zwischen den beiden Nachbarländern gibt es mehrere Streitpunkte: ein keilförmiges Seegebiet an der gemeinsamen Landesgrenze auf den Indischen Ozean ist umstritten; dort werden Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Die Beziehungen zwischen Kenia und der Republik Somaliland, das sich einseitig von Somalia unabhängig erklärt hat, sind ein Stein des Anstoßes. Jubaland, in der 2011 die kenianische Armee auf Bitte der damaligen somalischen Regierung einmarschierte, um die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab in Schach zu halten, ist ein weiterer Streitpunkt. Zahlreiche Somalier leben in Kenia

Neben dem Naivasha See ist der Baringo See der einzige Süßwasser See im östlichen Rift Valley; alle anderen, besonders der benachbarte Bogoria See,  sind Salzseen mit starkem Alkali Gehalt. Um den Baringo See leben Zehntausende Menschen, und unzählige Tierarten tummeln sich an den Ufern, bewundert von Touristen. Durch schwere Regenfälle und Versandung steigen die Wasserspiegel der beiden Seen, die keinen bekannten Abfluss haben, bedrohlich an. Am Baringo See sind bereits ganze Gebiete überflutet. Der Landstreifen zwischen ihnen wird immer schmaler. Sollten die Wasser der beiden Seen ineinanderfließen, ist eine ökologische Katastrophe unabwendbar.

Der majestätische 100 Jahre alte Feigenbaum „Mugumo“, der einen Abschnitt des Waiyaki Way im Westen von Nairobi überragt, sollte umgepflanzt werden, um Platz zu schaffen für den von China finanzierten Nairobi Expressway. President Uhuru Kenyatta, ein Kikuyu, hat ein Dekret erlassen und ihn zum nationalen Erbe des Landes erklärt. Die Schnellstraße wird nun neu geplant. Für die Kikuyu ist der Baum traditionell ein Schrein, ein Ort der Verehrung und der Opfer. Wird ein solcher gefällt, so kann die Tat eine Katastrophe bedeuten. Für die Luhya im Westen Kenias war der „Mugumu“ traditionell ein Gerichtssaal; unter ihm wurden die Fälle von den Ältesten angehört und entschieden. Feigenbäume werden im Maragoliland auch als Orientierungspunkte verwendet.

Im ostafrikanischen Hochland sind die Bedingungen für den Kaffeeanbau bestens: fruchtbare Böden, ausreichende Niederschläge und gemäßigte Temperaturen. Etwa 10 Mill. Menschen bauen Kaffee an. In den kommenden Jahren sind Millionen Kleinbauern gefährdet, denn der Klimawandel setzt dem Kaffee zu. 60 % der wildwachsenden Kaffeearten sind vom Aussterben bedroht, auch Arabica – die über die Hälfte der weltweiten Produktion ausmacht. Das World Resources Institute (WRI) warnt, dass ohne Anpassungsmaßnahmen der Klimawandel die für den Kaffeeanbau geeigneten Flächen bis 2050 weltweit um rund 50 % reduzieren wird.

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