Schlagwort: Kenia

Auf dem Viktoriasee hat die Überfischung zu einem Rückgang der Nilbarschpopulation geführt. Der Nilbarsch erzielt auf dem Markt sehr hohe Preise. Aber die Käufer sind nicht auf das Fleisch aus, sondern auf die Schwimmblasen, auch „Mondo“ oder „Maul“ genannt. Die Schwimmblasen sind auf den asiatischen Märkten, z. B. in China, sehr gefragt, wo sie als Delikatesse gelten, eine Anti-Aging-Wirkung haben sollen und auch zur Herstellung von chirurgischen Fäden verwendet werden. Die steigende Nachfrage hat zu illegalen Fangmethoden geführt, die auf Zucht- und Jungtierbestände abzielen. Der Nilbarsch ist eine invasive Art, die in den 1950er Jahren in den Viktoriasee eingeführt wurde und das Ökosystem gestört hat. Er ist jedoch nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle für die lokalen Fischer.

Jährlich werden in Kenia etwa 20.000 Menschen von Schlangen gebissen. Fast 4.000 Bisse enden tödlich, während 7.000 Lähmungen, Amputationen und andere Schäden verursachen. Die bisher von Indien und Mexiko eingeführten Gegengifte werden immer mehr unwirksam, während Abholzung der Wälder, expandiertes Ackerland und der Klimawandel die Schlangen für Wasser und Nahrung immer näher an menschliche Territorien vordringen lassen. Die KSRIC (Kenya Snakebite Research and Intervention Centre) arbeitet intensiv, vom Gift der Black Mamba eine neue Generation von Gegengiften zu entwickeln. Da Schlangenbisse zunehmen, bemüht sich KSRIC auch in den Gemeinden um Prävention von Bissen und Erste Hilfe bei Opfern.

Präsident William Ruto hat Generalmajor Fatuma Gaiti Ahmed zur ersten weiblichen Kommandeurin der Luftwaffe ernannt. Dieser Schritt erfolgte nach dem tragischen Hubschrauberabsturz im vergangenen Monat, bei dem der Militärchef und andere Personen ums Leben kamen und der eine neue Führung erforderlich machte.  Ihre militärische Karriere begann 1983, als sie dem Women Service Corps beitrat, einer von den Hauptstreitkräften getrennten Einheit, die sich auf unterstützende Aufgaben wie Verwaltung, Logistik, Medizin und Kommunikation konzentrierte. Mit der Auflösung der Einheit im Jahr 1999 wurden Frauen in die Hauptstreitkräfte integriert, was ihnen mehr Möglichkeiten eröffnete, sich zu profilieren.

Die Regierung hat die Bevölkerung in der Nähe von 178 Dämmen und Stauseen wegen der anhaltenden starken Regenfälle zur Evakuierung aufgefordert. Die Situation wird sich in den kommenden Tagen noch verschlimmern. Vor allem in der Küstenregion ist mit dem Zyklon Hidaya zu rechnen. Nairobi voraussichtlich zu den Gebieten gehören, die am stärksten von dem Sturm betroffen sind. Seit März sind in Kenia 188 Menschen ums Leben gekommen, weitere 90 werden vermisst, so die jüngsten offiziellen Schätzungen. Weitere 155 Menschen sind in Tansania ums Leben gekommen.

„Wie du mir, so ich dir“. Simbabwe wird Kenias Bewerbung, um die Wahl des altgedienten Oppositionsführers Raila Odinga zum Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union im nächsten Jahr unterstützen. Im Gegenzug wird Kenia den Wiedereintritt des Landes in das Commonwealth befürworten. Außerdem wird Kenia Simbabwe helfen, sich gegen „illegale“ Sanktionen zu wehren. William Ruto eröffnete am Samstag die Internationale Handelsmesse in Simbabwe.

Starkregen haben in Nairobi zu Überschwemmungen geführt. Bewohner mussten die Nacht auf den Dächern verbringen. Im Armenviertel Ngando schwemmten die Fluten Hütten weg. Der Athi-Fluss trat über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Straßen.  Das ganze Land leidet seit März unter starken Regenfällen, mehr als 60.000 Menschen sind von Überschwemmungen betroffen.

Kenia führt ein Verbot der Verwendung von Plastiktüten für die Entsorgung von organischen Abfällen ein und unterstreicht damit den Status des Landes als globaler Vorreiter im Kampf gegen die Plastikverschmutzung. Dies geschieht sieben Jahre nach dem Verbot von Einweg-Plastiktüten in dem Land. Laut der Umweltbehörde des Landes haben die Einwohner und die lokalen Behörden nun drei Monate Zeit, sich auf die Änderungen vorzubereiten, bevor sie in Kraft treten.

Präsident William Ruto sagte, während eines Gottesdienstes in Eldoret, dass kein Geld für die Bezahlung der streikenden Ärzte zur Verfügung stehe. Der Arbeitskampf geht in die vierte Woche. Die Mediziner drängen die Regierung, Praktikanten in der richtigen Berufsgruppe einzustellen, eine Gehaltserhöhung durchzusetzen, ihnen eine umfassende medizinische Versorgung zu bieten, ihre Weiterbildung zu finanzieren und arbeitslose Ärzte einzustellen. Der Streik betrifft rund 4.000 Ärzte im öffentlichen Sektor, also etwa die Hälfte der 9.000 registrierten Ärzte des Landes.

In Nairobi haben schwere Regenfälle Überschwemmungen mit Todesfällen verursacht. Videos und Fotos, die sich in den sozialen Medien verbreiteten, zeigen Autofahrer, die in ihren Fahrzeugen festsaßen, während die Fluten verschiedene Straßen überschwemmten. Auch Teile des Nairobi Expressway, der den wichtigsten Flughafen des Landes mit der Hauptstadt verbindet, wurden überflutet. Wetterexperten sagen, die Regenfälle würden in den nächsten Tagen anhalten.

Die Ärzte in Kenias öffentlichen Krankenhäusern sind in den siebten Tag eines landesweiten Streiks eingetreten. Sie werfen der Regierung vor, eine Reihe von Zusagen aus einem 2017 unterzeichneten Tarifvertrag nicht umzusetzen, nachdem ein 100-tägiger Streik dazu geführt hatte, dass Menschen aufgrund mangelnder Versorgung starben.

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