Schlagwort: Kenia

Das jüngste Kontingent von 217 kenianischen Polizisten traf in Port-au-Prince ein. Etwa 10 Länder haben im Rahmen einer von den Vereinten Nationen unterstützten Anti-Gang-Truppe Truppen für Haiti zugesagt, aber bisher sind nur wenige von ihnen eingesetzt worden. Kenia begann im Juni letzten Jahres mit der Entsendung von Polizisten in das Land und hat inzwischen mehr als 600 Personen vor Ort. Präsident William Ruto hat insgesamt 1.000 Soldaten im Rahmen der Multinationalen Sicherheitsunterstützung (MSS) zugesagt.

Die Vereinigte Arabische Emirate (VEA) und Kenia haben ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement – CEPA) geschlossen, um den Handel und die Investitionen zwischen den beiden Ländern zu fördern. Dieser Paradigmenwechsel markiert das erste bilaterale Handelsabkommen der VAE mit einem afrikanischen Land und zeigt das Engagement der VAE für eine Diversifizierung ihrer Wirtschaft jenseits der Ölabhängigkeit. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 stieg der Nicht-Öl-Handel zwischen den VAE und Kenia auf 3,1 Mrd. USD, was einem bemerkenswerten Anstieg von 29,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2023 entspricht.

In Mukuku, einer Gemeinde im Bezirk Makueni im Süden von Kenia landete Weltraumschrott; ein etwa 500 Kg schwerer Metallring mit einem Durchmesser von 2,5m. Die Behörde bemühen sich die Herkunft des Weltraummülls herauszufinden. Nach internationalen Weltraumrecht tragen die Länder die Verantwortung für von ihnen gestartete Objekte tragen – auch dann, wenn diese nach Ende ihrer Mission auf der Erde landen.  Laut der NASA befinden sich mittlerweile fast 6000 Tonnen Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn.

Die Vereinten Nationen, Microsoft und das kenianische Informationsministerium haben letzte Woche in Nairobi ein Zentrum (Timbuktoo GreenTech Hub und Africa Centre for Competence for AI and Digital Skilling für digitale und künstliche Intelligenz) ins Leben gerufen, das afrikanische Staatsbedienstete schulen und die Entwicklung und Nutzung von Online-Diensten beschleunigen soll. Das Programm zielt darauf ab, die Fähigkeiten von 100.000 Regierungsangestellten zu verbessern. Der kenianische Präsident William Ruto sagte, dass mehr als 20.000 Regierungsdienste online zugänglich sind und dass die digitale Transformation die Arbeit der Regierung erleichtert hat. Digitale Online-Dienste haben das Vertrauen der Bürger in öffentliche Dienste gestärkt und die Arbeit der Regierungsmitarbeiter schneller, genauer und transparenter gemacht. Allerdings zwingen die häufigen Strom- und Internetausfälle, die Regierungsmitarbeiter manchmal dazu, auf traditionelle Papier- und Dateisysteme zurückzugreifen.

Der Kampf gegen HIV/AIDS bleibt eine dringende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit, insbesondere für Frauen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums leben etwa 1 377 784 Kenianer mit HIV, wobei Frauen mit 880 000 Fällen die Mehrheit ausmachen. Bis vor kurzem nahmen Frauen täglich orale Tabletten zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ein, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen, doch jetzt wechseln sie zum Dapivirin-Vaginalring (DPV-VR), nachdem das kenianische Gesundheitsministerium dessen Verwendung genehmigt hat. Der Dapivirin-Vaginalring setzt das Anti-HIV-Medikament Dapivirin über einen Zeitraum von einem Monat frei. Der Dapivirin-Vaginalring wird 2025 in Kenia eingeführt und ist für Frauen kostenlos erhältlich. Der Dapivirin-Vaginalring wurde im Januar 2021 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zusätzliche Präventionsmöglichkeit für Frauen mit hohem HIV-Infektionsrisiko anerkannt.

Amnesty International hat die Entführung des prominenten ugandischen Oppositionspolitikers Kizza Besigye in Kenia und seine anschließende Anhörung vor einem Militärgericht in Kampala verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation erklärte, die Aktion sei „Teil eines wachsenden und besorgniserregenden Trends der grenzüberschreitenden Unterdrückung durch Regierungen, die Menschenrechte außerhalb ihrer Grenzen verletzen“.  Amnesty International beschuldigte Uganda, „systematisch“ gegen oppositionelle politische Parteien vorzugehen.

Wissenschaftler des Internationalen Zentrums für Insektenphysiologie und -ökologie (ICIPE) in Nairobi haben ein Insekt entdeckt, das helfen könnte, das Problem des Plastikmülls zu lösen. Es ist das erste Mal, dass eine in Afrika beheimatete Insektenart in der Lage ist, verschmutzendes Plastik abzubauen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Larven des Kleinen Mehlwurms, einer Käferart namens Alphitobius, in der Lage sind, Kunststoffe zu fressen. Die afrikanischen Länder stehen aufgrund der hohen Einfuhr von Kunststoffprodukten, der geringen Wiederverwendung und des fehlenden Recyclings von Kunststoffprodukten vor einer besonderen ökologischen Herausforderung.

Die Erzdiözese Nairobi hat die Spende $40,000 von Präsident William Ruto unter Berufung auf ethische Erwägungen abgelehnt. Ruto hatte für den Chor der katholischen Gemeinde in Nairobis Soweto gespendet und Unterstützung für den Bau eines Priesterhauses und den Kauf eines Busses für die Gemeinde zugesagt. Auch die Spende (200.000 Schilling) von Johnson Sakaj, Gouverneur von Nairobi, wird zurückerstattet. In der Erklärung wurde betont, wie wichtig es ist, die Unabhängigkeit der Kirche zu bewahren, und es wurde auf ethische Bedenken im Zusammenhang mit politischen Spenden

Eine neunjährige Studie ergab, dass Elefanten, die sich kleinen landwirtschaftlichen Betrieben nähern, in bis zu 86 % der Fälle Bienenstockzäune mit lebenden Honigbienen meiden. Jeder Bienenstock ist an einem gefetteten Draht einige Meter über dem Boden aufgereiht, was sie vor Dachsen und Insekten schützt, aber auch bedeutet, dass sie wackeln, wenn sie von einem hungrigen Elefanten gestört werden. Diese natürliche Abschreckung hat dazu beigetragen, den Konflikt zwischen Mensch und Elefant für die örtlichen Landwirte zu verringern und gleichzeitig ihr Einkommen zu steigern. Im Rahmen der Studie wurden 26 durch Bienenzäune geschützte Farmen in zwei Dörfern in der Nähe des Tsavo-Ost-Nationalparks überwacht und fast 4.000 Vorfälle analysiert, bei denen sich Elefanten näherten. Elefanten streifen das ganze Jahr über auf der Suche nach Nahrung und Wasser frei im Park umher, können aber durch den Geruch und den Nährstoffreichtum der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen angelockt werden.

Uganda hat mit dem türkischen Bauunternehmen Yapi Merkezi einen Vertrag im Wert von 3 Mrd. USD (rund 10,8 Billionen Schilling) über den Bau eines 272 km langen Eisenbahnabschnitts unterzeichnet. Die Vereinbarung betrifft den ersten Abschnitt einer geplanten 1.700 km langen Eisenbahnstrecke, die 2,7 Milliarden Euro kosten soll. Der Bau soll im November beginnen und wird 48 Monate dauern. Das Northern Corridor Integration Projects (NCIP) zielt darauf ab, Uganda, Kenia, Ruanda und den Südsudan miteinander zu verbinden. Kenia baut die Strecke von Naivasha nach Malaba und Kisumu aus. Die Nordkorridor-Integrationsprojekte umfassen 14 Bereiche, in denen die vier Länder zusammenarbeiten. Der Nördliche Korridor verbindet den Hafen von Mombasa in Kenia mit Kampala, Kigali, Bujumbura, Juba und Städten im Osten der DRK.

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