Schlagwort: Kenia

Kenianische Behörden untersuchen einen möglichen religiösen Kult, nachdem zwei Leichen geborgen und 57 Menschen, in der Kirche St. Joseph Missions of Africa im Bezirk Migori gerettet wurden.  Dies erinnert an das Massensterben im Wald von Shakahola im Jahr 2023. Der jüngste Fall hat die Debatte über unregulierte Kirchen und religiöse Randgruppen in Kenia neu entfacht, von denen viele außerhalb der offiziellen Kontrolle agieren. Menschenrechtsaktivisten haben wiederholt eine strengere Aufsicht gefordert und davor gewarnt, dass verzweifelte oder schutzbedürftige Menschen weiterhin der Gefahr einer spirituellen Ausbeutung ausgesetzt sind.

Bei dem Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und dem kenianischen Präsidenten William Ruto in Peking, wurde verkündet, dass sie ihre Beziehungen auf eine „neue Ebene“ gehoben haben. Beide Staatsoberhäupter erklärten, sie seien entschlossen, der Welt mit der Gewissheit der chinesisch-afrikanischen Solidarität und Zusammenarbeit mehr Stabilität zu verleihen“. Xi und Ruto unterzeichneten gemeinsam 20 Dokumente. Dazu gehörten Abkommen über die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie, Berufsbildung, Wasserressourcen, elektronischen Handel, intelligente Verkehrssysteme und den Eisenbahnsektor. Afrika ist ein Schwerpunkt von Xis ehrgeiziger „Belt and Road“-Initiative, die 2013 ins Leben gerufen wurde, um den geopolitischen und wirtschaftlichen Einfluss Chinas durch den Ausbau der weltweiten Infrastruktur auszuweiten.

Zwei Belgier, ein Vietnamese und ein Kenianer haben sich in Kenia des Versuchs schuldig bekannt, Hunderte von begehrten Ameisen aus dem Land zu schmuggeln. Zu der Schmuggelware gehörten riesige afrikanische Ernteameise, die von einigen britischen Händlern auf bis zu 250 US $ pro Stück geschätzt werden. Die Giant African Harvester Ant – oder Messor cephalotes – ist die größte ihrer Art und kann bis zu 20 mm groß werden, wobei die Königin bis zu 25 mm groß wird. In Kenia sind die Ameisen durch internationale Verträge über die biologische Vielfalt geschützt, und ihr Handel ist streng geregelt. Der Fall zeigt eine beunruhigende Verschiebung der Handelsmuster – von ikonischen Säugetieren hin zu weniger bekannten Arten, die für das ökologische Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung sind.

Tausende von muslimischen Gläubigen strömten an den Strand, um das Eid al-Fitr-Gebet zu verrichten und das Ende des heiligen Monats Ramadan an der Küste des Indischen Ozeans zu feiern. Die Gläubigen wurden aufgefordert, des Leidens der Palästinenser im Gazastreifen zu gedenken, für den Frieden zu beten und Hilfsgüter in die umkämpfte Region zu schicken.

Präsident William Ruto hat sein Engagement für den Bau von Kirchen in ganz Kenia bekräftigt und die Kritik von Gegnern zurückgewiesen. Er kündigte auch sein persönliches Engagement für die Fertigstellung der AIC-Kirche Jericho an und bekundete seine Absicht, dem Bauausschuss beizutreten.

Im Flüchtlingslager Kakuma, im Nordwesten Kenias, kam es zu weit verbreiteten Demonstrationen, bei denen die Polizei mit scharfer Munition auf die Demonstranten schoss. Die Proteste waren wegen der Lebensmittel- und Wasserknappheit in dem Lager ausgebrochen. Die Engpässe kommen zustande, da die humanitäre Hilfe in Kenia aufgrund von Mittelkürzungen durch die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) reduziert worden ist. In dem Lager, das eines der größten der Welt ist, leben rund 200 000 Flüchtlinge und Asylbewerber. Es sind hauptsächlich Flüchtlinge aus den Nachbarländern Südsudan, Äthiopien und Somalia.

Die Spende von 20 Mio. Schilling (155.000 US$) von Präsident Ruto, an die Jesus Winner Ministry im Vorort Roysambu von Nairobi, löste bei einigen jungen Kenianern, die mit den hohen Lebenshaltungskosten kämpfen, Kritik aus. Die kenianische Polizei hat Tränengas eingesetzt, um Demonstranten zu vertreiben, die versuchten die Kirche zu besetzen.  Ruto hat seine Spende verteidigt und hat einer anderen Kirche in Eldoret ein ähnliches Geschenk angeboten. Letztes Jahr lehnten sowohl die katholischen als auch die anglikanischen Kirchenführer Spenden mit der Begründung ab, dass die Kirche vor politischer Instrumentalisierung geschützt werden müsse.

Der Naivasha-See, nordwestlich von Nairobi, ist berühmt für seine Flamingos und Nilpferde. Doch der See wird von invasiven Wasserhyazinthen heimgesucht, die die Lebensgrundlage der örtlichen Fischer bedrohen. Joseph Nguthiru, hat eine Lösung gefunden, sein Unternehmen HyaPak arbeitet mit den Fischern zusammen, erntet die Pflanze und verarbeitet sie zu biologisch abbaubaren Verpackungen. Nguthiru sagt, dass das Unternehmen nach Bereichen sucht, in denen viel Plastik verbraucht wird, die aber nachhaltig und umweltfreundlich sein müssen. „Einer dieser Bereiche ist die Landwirtschaft, wo viele Setzlinge in Plastiktüten verpackt werden“, sagt er. „Wir haben unsere biologisch abbaubaren Beutel, die mit den Setzlingen in den Boden gesteckt werden. Wenn sie sich zersetzen, setzen sie Nährstoffe frei, die das Wachstum der Pflanzen beschleunigen und den Wasserverbrauch für die Bewässerung reduzieren.“ HyaPak exportiert bereits in die Vereinigten Staaten und nach Deutschland und plant die Gründung von Franchise-Unternehmen in Indien und El Salvador, zwei Ländern, die ebenfalls Probleme mit der invasiven Pflanze haben.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Inanspruchnahme des Sozialen Krankenversicherungsfonds (SHIF) werden im Mittelpunkt stehen, wenn die Mitglieder der Nationalversammlung zur Halbzeitklausur 2025 zusammenkommen. An der fünftägigen Klausur, die am 31. Januar 2025 endet, nehmen der Präsident, die Leitung des Parlaments, der Geschäftsausschuss des Parlaments, die Vorsitzenden der Parlamentsausschüsse und alle Abgeordneten teil. Unter dem Motto „Marshalling House Business: Progress Made and Lessons Learned“ werden auf der Klausurtagung auch kritische Diskussionen über den Zustand der Wirtschaft geführt und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen durch die wachsende Jugendbevölkerung in Kenia erörtert.

Die Regierung hat angekündigt, dass die elektronische Reisegenehmigung (eTA) und die Visumspflicht für alle afrikanischen Staatsangehörigen mit Ausnahme derjenigen aus Somalia und Libyen abgeschafft werden. Mit dieser Maßnahme sollen die regionale Integration und das Wachstum des Tourismus in Afrika gefördert werden. Afrikanische Besucher haben nun einen zweimonatigen Aufenthalt, während Staatsangehörige der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) ihren sechsmonatigen Aufenthalt im Rahmen der bestehenden Freizügigkeitsprotokolle beibehalten.

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