Schlagwort: Kenia

Der Naivasha-See, nordwestlich von Nairobi, ist berühmt für seine Flamingos und Nilpferde. Doch der See wird von invasiven Wasserhyazinthen heimgesucht, die die Lebensgrundlage der örtlichen Fischer bedrohen. Joseph Nguthiru, hat eine Lösung gefunden, sein Unternehmen HyaPak arbeitet mit den Fischern zusammen, erntet die Pflanze und verarbeitet sie zu biologisch abbaubaren Verpackungen. Nguthiru sagt, dass das Unternehmen nach Bereichen sucht, in denen viel Plastik verbraucht wird, die aber nachhaltig und umweltfreundlich sein müssen. „Einer dieser Bereiche ist die Landwirtschaft, wo viele Setzlinge in Plastiktüten verpackt werden“, sagt er. „Wir haben unsere biologisch abbaubaren Beutel, die mit den Setzlingen in den Boden gesteckt werden. Wenn sie sich zersetzen, setzen sie Nährstoffe frei, die das Wachstum der Pflanzen beschleunigen und den Wasserverbrauch für die Bewässerung reduzieren.“ HyaPak exportiert bereits in die Vereinigten Staaten und nach Deutschland und plant die Gründung von Franchise-Unternehmen in Indien und El Salvador, zwei Ländern, die ebenfalls Probleme mit der invasiven Pflanze haben.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Inanspruchnahme des Sozialen Krankenversicherungsfonds (SHIF) werden im Mittelpunkt stehen, wenn die Mitglieder der Nationalversammlung zur Halbzeitklausur 2025 zusammenkommen. An der fünftägigen Klausur, die am 31. Januar 2025 endet, nehmen der Präsident, die Leitung des Parlaments, der Geschäftsausschuss des Parlaments, die Vorsitzenden der Parlamentsausschüsse und alle Abgeordneten teil. Unter dem Motto „Marshalling House Business: Progress Made and Lessons Learned“ werden auf der Klausurtagung auch kritische Diskussionen über den Zustand der Wirtschaft geführt und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen durch die wachsende Jugendbevölkerung in Kenia erörtert.

Die Regierung hat angekündigt, dass die elektronische Reisegenehmigung (eTA) und die Visumspflicht für alle afrikanischen Staatsangehörigen mit Ausnahme derjenigen aus Somalia und Libyen abgeschafft werden. Mit dieser Maßnahme sollen die regionale Integration und das Wachstum des Tourismus in Afrika gefördert werden. Afrikanische Besucher haben nun einen zweimonatigen Aufenthalt, während Staatsangehörige der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) ihren sechsmonatigen Aufenthalt im Rahmen der bestehenden Freizügigkeitsprotokolle beibehalten.

Das jüngste Kontingent von 217 kenianischen Polizisten traf in Port-au-Prince ein. Etwa 10 Länder haben im Rahmen einer von den Vereinten Nationen unterstützten Anti-Gang-Truppe Truppen für Haiti zugesagt, aber bisher sind nur wenige von ihnen eingesetzt worden. Kenia begann im Juni letzten Jahres mit der Entsendung von Polizisten in das Land und hat inzwischen mehr als 600 Personen vor Ort. Präsident William Ruto hat insgesamt 1.000 Soldaten im Rahmen der Multinationalen Sicherheitsunterstützung (MSS) zugesagt.

Die Vereinigte Arabische Emirate (VEA) und Kenia haben ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement – CEPA) geschlossen, um den Handel und die Investitionen zwischen den beiden Ländern zu fördern. Dieser Paradigmenwechsel markiert das erste bilaterale Handelsabkommen der VAE mit einem afrikanischen Land und zeigt das Engagement der VAE für eine Diversifizierung ihrer Wirtschaft jenseits der Ölabhängigkeit. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 stieg der Nicht-Öl-Handel zwischen den VAE und Kenia auf 3,1 Mrd. USD, was einem bemerkenswerten Anstieg von 29,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2023 entspricht.

In Mukuku, einer Gemeinde im Bezirk Makueni im Süden von Kenia landete Weltraumschrott; ein etwa 500 Kg schwerer Metallring mit einem Durchmesser von 2,5m. Die Behörde bemühen sich die Herkunft des Weltraummülls herauszufinden. Nach internationalen Weltraumrecht tragen die Länder die Verantwortung für von ihnen gestartete Objekte tragen – auch dann, wenn diese nach Ende ihrer Mission auf der Erde landen.  Laut der NASA befinden sich mittlerweile fast 6000 Tonnen Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn.

Die Vereinten Nationen, Microsoft und das kenianische Informationsministerium haben letzte Woche in Nairobi ein Zentrum (Timbuktoo GreenTech Hub und Africa Centre for Competence for AI and Digital Skilling für digitale und künstliche Intelligenz) ins Leben gerufen, das afrikanische Staatsbedienstete schulen und die Entwicklung und Nutzung von Online-Diensten beschleunigen soll. Das Programm zielt darauf ab, die Fähigkeiten von 100.000 Regierungsangestellten zu verbessern. Der kenianische Präsident William Ruto sagte, dass mehr als 20.000 Regierungsdienste online zugänglich sind und dass die digitale Transformation die Arbeit der Regierung erleichtert hat. Digitale Online-Dienste haben das Vertrauen der Bürger in öffentliche Dienste gestärkt und die Arbeit der Regierungsmitarbeiter schneller, genauer und transparenter gemacht. Allerdings zwingen die häufigen Strom- und Internetausfälle, die Regierungsmitarbeiter manchmal dazu, auf traditionelle Papier- und Dateisysteme zurückzugreifen.

Der Kampf gegen HIV/AIDS bleibt eine dringende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit, insbesondere für Frauen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums leben etwa 1 377 784 Kenianer mit HIV, wobei Frauen mit 880 000 Fällen die Mehrheit ausmachen. Bis vor kurzem nahmen Frauen täglich orale Tabletten zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ein, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen, doch jetzt wechseln sie zum Dapivirin-Vaginalring (DPV-VR), nachdem das kenianische Gesundheitsministerium dessen Verwendung genehmigt hat. Der Dapivirin-Vaginalring setzt das Anti-HIV-Medikament Dapivirin über einen Zeitraum von einem Monat frei. Der Dapivirin-Vaginalring wird 2025 in Kenia eingeführt und ist für Frauen kostenlos erhältlich. Der Dapivirin-Vaginalring wurde im Januar 2021 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zusätzliche Präventionsmöglichkeit für Frauen mit hohem HIV-Infektionsrisiko anerkannt.

Amnesty International hat die Entführung des prominenten ugandischen Oppositionspolitikers Kizza Besigye in Kenia und seine anschließende Anhörung vor einem Militärgericht in Kampala verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation erklärte, die Aktion sei „Teil eines wachsenden und besorgniserregenden Trends der grenzüberschreitenden Unterdrückung durch Regierungen, die Menschenrechte außerhalb ihrer Grenzen verletzen“.  Amnesty International beschuldigte Uganda, „systematisch“ gegen oppositionelle politische Parteien vorzugehen.

Wissenschaftler des Internationalen Zentrums für Insektenphysiologie und -ökologie (ICIPE) in Nairobi haben ein Insekt entdeckt, das helfen könnte, das Problem des Plastikmülls zu lösen. Es ist das erste Mal, dass eine in Afrika beheimatete Insektenart in der Lage ist, verschmutzendes Plastik abzubauen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Larven des Kleinen Mehlwurms, einer Käferart namens Alphitobius, in der Lage sind, Kunststoffe zu fressen. Die afrikanischen Länder stehen aufgrund der hohen Einfuhr von Kunststoffprodukten, der geringen Wiederverwendung und des fehlenden Recyclings von Kunststoffprodukten vor einer besonderen ökologischen Herausforderung.

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