Schlagwort: Kenia

Die Regierung hat die Bevölkerung in der Nähe von 178 Dämmen und Stauseen wegen der anhaltenden starken Regenfälle zur Evakuierung aufgefordert. Die Situation wird sich in den kommenden Tagen noch verschlimmern. Vor allem in der Küstenregion ist mit dem Zyklon Hidaya zu rechnen. Nairobi voraussichtlich zu den Gebieten gehören, die am stärksten von dem Sturm betroffen sind. Seit März sind in Kenia 188 Menschen ums Leben gekommen, weitere 90 werden vermisst, so die jüngsten offiziellen Schätzungen. Weitere 155 Menschen sind in Tansania ums Leben gekommen.

„Wie du mir, so ich dir“. Simbabwe wird Kenias Bewerbung, um die Wahl des altgedienten Oppositionsführers Raila Odinga zum Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union im nächsten Jahr unterstützen. Im Gegenzug wird Kenia den Wiedereintritt des Landes in das Commonwealth befürworten. Außerdem wird Kenia Simbabwe helfen, sich gegen „illegale“ Sanktionen zu wehren. William Ruto eröffnete am Samstag die Internationale Handelsmesse in Simbabwe.

Starkregen haben in Nairobi zu Überschwemmungen geführt. Bewohner mussten die Nacht auf den Dächern verbringen. Im Armenviertel Ngando schwemmten die Fluten Hütten weg. Der Athi-Fluss trat über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Straßen.  Das ganze Land leidet seit März unter starken Regenfällen, mehr als 60.000 Menschen sind von Überschwemmungen betroffen.

Kenia führt ein Verbot der Verwendung von Plastiktüten für die Entsorgung von organischen Abfällen ein und unterstreicht damit den Status des Landes als globaler Vorreiter im Kampf gegen die Plastikverschmutzung. Dies geschieht sieben Jahre nach dem Verbot von Einweg-Plastiktüten in dem Land. Laut der Umweltbehörde des Landes haben die Einwohner und die lokalen Behörden nun drei Monate Zeit, sich auf die Änderungen vorzubereiten, bevor sie in Kraft treten.

Präsident William Ruto sagte, während eines Gottesdienstes in Eldoret, dass kein Geld für die Bezahlung der streikenden Ärzte zur Verfügung stehe. Der Arbeitskampf geht in die vierte Woche. Die Mediziner drängen die Regierung, Praktikanten in der richtigen Berufsgruppe einzustellen, eine Gehaltserhöhung durchzusetzen, ihnen eine umfassende medizinische Versorgung zu bieten, ihre Weiterbildung zu finanzieren und arbeitslose Ärzte einzustellen. Der Streik betrifft rund 4.000 Ärzte im öffentlichen Sektor, also etwa die Hälfte der 9.000 registrierten Ärzte des Landes.

In Nairobi haben schwere Regenfälle Überschwemmungen mit Todesfällen verursacht. Videos und Fotos, die sich in den sozialen Medien verbreiteten, zeigen Autofahrer, die in ihren Fahrzeugen festsaßen, während die Fluten verschiedene Straßen überschwemmten. Auch Teile des Nairobi Expressway, der den wichtigsten Flughafen des Landes mit der Hauptstadt verbindet, wurden überflutet. Wetterexperten sagen, die Regenfälle würden in den nächsten Tagen anhalten.

Die Ärzte in Kenias öffentlichen Krankenhäusern sind in den siebten Tag eines landesweiten Streiks eingetreten. Sie werfen der Regierung vor, eine Reihe von Zusagen aus einem 2017 unterzeichneten Tarifvertrag nicht umzusetzen, nachdem ein 100-tägiger Streik dazu geführt hatte, dass Menschen aufgrund mangelnder Versorgung starben.

Es wird erwartet, dass Präsident William Ruto heute Morgen das Gesetz über erschwinglichen Wohnraum unterzeichnet und damit einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Wohnungsbauprojekts und zum Beginn der Erhebung einer 1,5% Wohnungsbauabgabe von den Kenianern in diesem Monat macht. Nach den Bestimmungen des neuen Gesetzes müssen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer 1,5% ihres Einkommens für den Bau von erschwinglichen Wohnungen im ganzen Land bereitstellen. Der umstrittene Gesetzentwurf wurde letzte Woche nach seiner Verabschiedung durch das Parlament an den Präsidenten weitergeleitet.

Kenia, Eswatini, Ghana, Malawi und Ruanda haben sich im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind zusammengeschlossen: Schlangenbisse. Mit Hilfe der Liverpool School of Tropical Medicine (LSTM) wollen sie unter dem Banner der neuen African Snakebite Alliance bessere Wege zur Bekämpfung von Schlangenbissen finden und regionalspezifische Impfstoffe gegen Schlangengift entwickeln. Die Schlangenbissraten in Afrika südlich der Sahara schwanken zwischen 100 und 650 Bissen pro 100 000 Menschen pro Jahr. 59 % der Schlangenbisse werden von traditionellen Heilern behandelt und 25 % werden nicht einmal von einem Arzt gesehen. Nur 16 % werden offiziell in medizinischen Einrichtungen erfasst. Der Bericht im Science Translational Medicine erklärt, dass die Häufigkeit von Schlangenbissen um das Zehnfache und die Zahl der Todesfälle um das 30-fache gestiegen ist.

Seit das von Jugendlichen geführte Start-up Unternehmen Kuza Freezer besteht, sammeln Frauen eifrig Plastikmüll am Strand von Mombasa und verkaufen ihn an die Firma, die daraus solarbetriebene Kühlschränke formt. Jede Einheit wird mit einem Akku geliefert, der über ein Solarpanel aufgeladen wird. Eine zweistündige Ladezeit bedeutet bis zu 7 Stunden Betriebszeit. Diese Gefrierschränke sind von unschätzbarem Wert für Fischer an Land und auf See. Auch werden die tragbaren Kühlanlagen – 350 seit Bestehen der Firma – an Geflügel–Milch– und Eisverkäufer geliefert. So wird der Plastikmüll, der die Umwelt zu ersticken droht, zum Segen für Viele.

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