Schlagwort: Burundi

Die zweite Vize-Präsidentin, Alice Nzomukunda, hat ihr Amt niederlegt. Als Begründung gibt sie die allgemeine Korruption und Unfähigkeit der Regierung an.

Die Regierung hat allen politischen Parteien verboten, vor dem offiziellen Beginn des Wahlkampfs öffentliche Kundgebungen abzuhalten.

Kurz vor der Wahl eines Präsidenten durch das neugewählte Parlament hat die Rebellenbewegung FNL ein Armeecamp in der Provinz Bubanza angegriffen.

Der Gouverneur der Provinz Bubanza, Isaie Bigirimana, wurde in einem Hinterhalt von bewaffneten Männern erschossen. Die FNL Rebellen stehen unter Verdacht, verantwortlich zu sein.

Nachdem Präsident Pierre Nkurunziza nach seiner Wahl die Zahlung von Schulgeld abgeschafft hat, können die Grundschulen kaum den Zustrom von Schüler bewältigen. In manchen Klassen sitzen bis zu 150 Schüler.

Nach Jahren im Exil kehren Flüchtlinge zu Tausenden aus Tansania zurück, da die Lager geschlossen werden sollen. Land für Siedlungen und Anbau ist schwer zu finden, und Landdispute sind an der Tagesordnung. Seit 2002 wurden 450 000 Menschen repatriiert.

Die Kirche begrüßt den Regierungsbeschluss zu diesem kritischen Moment in der Region der großen Seen und sieht ihn als Zeichen der Hoffnung. Das Gesetz umfasst auch Klauseln gegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, die bis jetzt nicht strafbar waren. Ruanda schaffte die Todesstrafe schon im vergangenen Jahr ab.

Die neue Regierung hat den muslimischen Feiertag zum Ende des Ramadan zu einem öffentlichen Feiertag erklärt, wie der muslimische Informationsminister Karenga Ramadhani bekannt gab. Der muslimischen Minorität, die im Kabinett mit mehreren Ministerposten vertreten ist, gehören nach allgemeinen Schätzungen 1% , nach muslimischen Angaben 8% der Bevölkerung an.

Für zurück kehrende Flüchtlinge, die ihr früheres Land besetzt fanden, werden jetzt entlang der Grenze zu Tansania integrierte Dörfer errichtet. In diesen Friedensdörfern soll für Heilung und Versöhnung zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen gearbeitet und eine Eingliederung in die Nachbargemeinden angestrebt werden. Noch fehlt es an genügend Ackerland und Arbeitsmöglichkeiten. Das Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP) plant verschiedene Einkommen generierende Projekte.

Präsident Pierre Nkurunziza ist wegen seiner Rolle im Versöhnungssprozess in Burundi für den Friedenspreis der Organisation ‚Assisi Pax International‘ nommiert worden. Die Organisation wurde von dem Fransiskaner Gianmaria Polidoro gegründet. Ronald Reagan und Mikael Gorbatschow waren frühere Preisträger.

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