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Burundi – Bei der Explosion von mindestens fünf Handgranaten in Bujumbura wurden am Montagmorgen viele Menschen verletzt. Man spricht auch von einem toten Kind. Da die Granaten von Motorrad Taxis geworfen wurden, sind diese Fahrzeuge im Stadtzentrum nun verboten. Die Bewohner der Hauptstadt glauben, dass man sie durch solche Angriffe „in Angst und Schrecken versetzen will“. Seit April 2015, als Nkurunziza seine dritte Amtszeit durchsetzte, beschuldigen sich Regime und Opposition gegenseitig, für die Gewalt und den Flüchtlingsstrom verantwortlich zu sein.

Burundi – Nachdem die burundische Regierung sich gegen AU-Soldaten gewehrt hat – der Einsatz käme einer Invasion gleich – haben die versammelten AU-Chefs die geplante Stationierung von 5000 Truppen hinausgeschoben, bis Präsident Nkurunziza die Genehmigung dazu erteilt. Stattdessen soll eine AU – Delegation nach Burundi fliegen, um durch diplomatische Vermittlungen die Brutalität zu beenden.

Burundi – Anhänger und Gegner des Präsidenten besprechen in Uganda unter der Vermittlung von Präsident Museveni und seines Verteidigungsministers mögliche Wege zur Einigung. Präsident Nkurunziza, der durch sein Bestehen auf eine dritte Amtszeit das Blutvergießen ausgelöst hat, kam nicht. Seit April sind Hunderte Burundier getötet worden; Hunderttausende sind in Nachbarländer geflohen. Noch ist die Gefahr eines Bürgerkriegs oder gar Genozids nicht gebannt.

Burundi – In einer blutigen Welle, der schlimmsten seit dem Putschversuch im Mai, sind am letzten Wochenende 87 Menschen in Bujumbura umgekommen. Man fand sie gefesselt; sie wiesen Schusswunden auf. Augenzeugen sprachen von willkürlichen Hinrichtungen und gezielten Angriffen auf Tutsis. Die Angst geht um, auch unter den der Gewalt ausgelieferten 2.000 Straßenkindern der Hauptstadt.

Burundi – Das am Sonntag abgelaufene Ultimatum, alle illegalen Waffen abzugeben, die angedrohte Razzia und die furchterregenden Hassreden haben wieder eine Massenflucht in Bujumbura ausgelöst. Ein Überfall mit neun Toten in der Nacht zum Sonntag war die letzte Gräueltat. Die zunehmende politische Gewalt und gefährliche Rhetorik erinnern an den Völkermord und alarmieren die internationale Gemeinschaft. Der UN-Sicherheitsrat will sich diese Woche mit der Eskalation beschäftigen.

Burundi – Endlich ist die Afrikanische Union bereit, gegen die wachsende Gewalt in Burundi anzugehen. Sanktionen gegen die Verantwortlichen, Reisesperren, Einfrieren von Konten und – sollte sich die Situation verschlimmern – der Einsatz einer Friedenstruppe sind geplant. Auch soll die Zahl der Menschenrechtsbeobachter und Militärexperten erhöht werden. Seit April, als Präsident Nkurunziza seine dritte Amtszeit ankündigte, gab es über 130 Morde und mindestens 90 Fälle von Folter.

Burundi – Bei einem Polizeieinsatz im spannungsgeladenen Bujumbura wurde ein Kameramann des staatlichen Fernsehens mit seiner Frau und zwei Kindern erschossen. Seit Nkurunzizas kontroverser dritter Amtszeit gibt es keine Ruhe im Land. Menschenrechtler gehen davon aus, dass es bei Protesten und Anschlägen mindestens 100 Tote gab. 200,000 Burundier halten sich noch als Flüchtlinge in Nachbarländern auf.

Burundi – Wegen der umstrittenen verfassungswidrigen Wiederwahl von Präsident Nkurunziza und den Grausamkeiten gegen die Opposition vor und nach der Wahl hat die EU vier Vertraute des Präsidenten mit Sanktionen belegt: Einreise- und Vermögenssperre. Sie sollen diese Woche in Kraft treten. Seit Ankündigung der 3. Amtszeit herrscht in Burundi ein Klima der Gewalt.

Burundi – Amnesty International beschuldigt die Polizei und den Nationalen Sicherheitsdienst, Teilnehmer der Demonstrationen gegen eine dritte Amtszeit des Präsidenten misshandelt und gefoltert zu haben. Der ai Bericht enthält Fotos und Zeugenaussagen von Opfern der Polizeigewalt.

Burundi – Trotz monatelanger Proteste wurde Pierre Nkurunziza als Präsident für eine dritte Amtszeit vereidigt. Die internationale Gemeinschaft stellt die Legitimität und die Transparenz der Wahlen in Frage, die von der Opposition boykottiert wurden. Durch das politische Chaos droht auch der Wirtschaft des Landes der Kollaps. Belgien hat die Auszahlung von 2,2 Millionen Dollar, die für die Organisation der Wahlen bereit standen, eingefroren. Die USA planen Burundi aus dem AGORA-Programm zu entfernen.

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